Ronny

Ich bin ja quasi noch einen Eintrag schuldig, über das gesuchte, besondere Plüschtier, und was es damit auf sich hat.

Das hier ist Hund Ronny, eine Handpuppe. Wie und wo und vor allem von wem habe ich ihn bekommen? Dazu muss/will ich jetzt genauer ausholen.

Mein lieber Onkel Ronald ist mein Taufpate. Er ist der jüngere Bruder meines Vaters. Lange lange Zeit war kein Kontakt mehr mit Ronald möglich, man hatte sich zerstritten und die Eltern hatten es verboten, mit Ronald Kontakt zu haben.

Als ich allerdings erwachsen war, und mich von den Eltern abgenabelt, und wegen negativer Vorfälle den Kontakt abgebrochen hatte, reifte der Wunsch und das Bedürfnis in mir heran, wieder mit Onkel Ronald in Kontakt zu kommen. Schließlich bin ich erwachsen, und niemand soll und darf mir dreinreden, mit wem ich Kontakt haben darf, und mit wem nicht.

Im Herbst 2010 glaube ich war es, da gab ich seinen Namen in Google ein, und landete auf seiner Webseite. Dort fand ich auch schnell eine Mailadresse und schrieb ihn an. Ich war sehr aufgeregt. „Wie würde er, nach all der langen Zeit reagieren, dass seine Nichte den Kontakt zu ihm sucht?“, ja, diese Frage stellte ich mir. Er war hocherfreut, ja sogar dankbar, dass ich über das Internet den Kontakt zu ihm gesucht habe.

Wenige Wochen später, im Advent, fuhren Philipp und ich an einem Wochenende nach Wien, das erste Treffen nach langer Zeit mit meinem Onkel fand statt. Unter anderem waren wir beim Weihnachtsmarkt am Rathausplatz, und von dort, von einem Marktstand stammt der liebe Ronny, Ronald hat ihn mir gekauft und so habe ich den Hund Ronny genannt.

Irgendwann ging der arme Ronny in der Plüschtiersammlung „verloren“. Ich dachte oft an ihn, hatte aber nie Lust und auch nicht die Energie, mal richtig auszumisten.

Mit der Zeit fühlte ich mich aber immer unwohler, nicht nur weil ich Ronny vermisste, sondern, weil die wirklich besonderen Tiere und Puppen keinen Geeigneten Platz hatten, z.B die Anne Geddes Künstlerpuppen, von denen ich im Moment 4 Stück habe, aber dazu evtl. mehr in einem anderen Eintrag irgendwann. Ja, ich könnte so eine Wochenserie machen, mit besonderen Puppen und Stofftieren von mir. Philipp macht die Fotos, und ich schreibe einen Text dazu. Ich glaube, das ist eine gute Idee. 🙂 Somit ist heute der Anfang gemacht, mit Ronny.

Als ich ihn dann endlich in den Händen hielt, da habe ich mich gefreut, wie ein kleines Kind!!! Und sofort war mir das erste Treffen in der Weihnachtszeit wieder lebhaft in Erinnerung.

Soweit der ausführliche Eintrag dazu. Ein Fazit zum Schluss: Man muss sich wirklich ab und zu von weniger wichtigen Sachen trennen können, dann tauchen lange verlorene Dinge wieder auf.

Ausmisten, Sammelleidenschaft, Wochenende, „Gelendewagen“ und Musik

Am Freitag habe ich die Zeit damit verbracht, etwas auszumisten. Ich bin ja eine „alte“ Plüschtier- und Puppensammlerin. Ich wollte mal aussortieren, was mir noch wichtig ist, und was nicht. Der Grund, warum ich aufräumen und ausmisten wollte war/ist, ich habe ein ganz bestimmtes Stofftier gesucht, dass ich schon sehr lange vermisst habe. Dieses Stofftier ist so wichtig, dass ich eben beschlossen habe, die Geschichte dazu in einen Extra-Eintrag zu schreiben, erstmal hier zum Thema Wochenende.

Ja, wieder ist das Wochenende fast um, ein sehr gemütliches, ruhiges Wochenende, wobei wir am Samstag bei schönstem Winterwetter einkaufen waren, z.b benötigten wir dringend Katzenstreu. Wir hatten unseren Trolley, bzw. Treppensteiger mit. Das ist ein Gestell mit Reifen, auf dem eine große Einkaufstasche befestigt ist. Treppensteiger deshalb, weil man die Einkäufe nicht über die Stiegen tragen muss, sondern man kann es die Stufen hinter sich hinaufziehen. Gestern meinte ich so zum Spass zum Philipp: „Heute fahren wir wieder den Gelendewagen aus.“ Er: „Wieso?“ Ich: „Naja, ich finde, so ein Treppensteiger ist wahrlich ein Gelendewagen unter den Trolleys.“ 😉 Das Ding, der „Gelendewagen“ war zwar schweineteuer, aber aus dem Alltag ist er nicht mehr wegzudenken, vor allem bei großen, schweren Einkäufen.

Am Samstagabend hörten wir uns die Mailbox in Radio Kärnten an. An diesem Abend in dieser Sendung können sich die Hörer Musik wünschen. Unter anderem wünschte sich jemand ein Lied von Friedrich Schütter. Ich mag den total! Seine Texte sind so tiefsinnig und poetisch. Dieses Lied wurde gespielt:

https://youtu.be/KIEc7_JRBig
Und weils so schön ist, hier noch eins:

https://youtu.be/O_JjcIVrNQw
Der Sonntag war mit 6 Grad in Klagenfurt recht mild, wenn auch nicht mehr so sonnig wie am Samstag. Darum zogen wir es vor, heute zu Hause zu bleiben.

Soweit ein Eintrag zum Wochenende. Spätestens morgen im Laufe des Tages gibts dann die Geschichte über das oben erwähnte, besondere Stofftier.

Mehrfach beseelt…

Gestern meinte eine Bekannte zu mir, sie glaubt, oder bzw. hat das Gefühl, dass ich, also mein Körper von mehreren Seelen bewohnt werde/wird. Ich fragte, wie sie darauf kommt und sie meinte nur, sie könne es in Worten nicht wirklich beschreiben, es ist so ein Gefühl.

Ich bin verwirrt. War ich doch schließlich immer der Meinung, jeder Mensch hat nur eine einzige Seele. Oder irre ich mich? – Mag sein, keine Ahnung.

Okay, das jeder Mensch bestimmte Seelenanteile hat, weiß ich aus dem Schamanismus. Ein Schamane/eine Schamanin kann eine Seelenrückholung durchführen, soweit weiß ich bescheid. Aber das ein einziger Mensch von mehreren Seelen bewohnt, also mehrfach beseelt sein kann, ist mir neu.

Andererseits glaube ich, dass in mir der Anteil eines Naturwesens, einer Fee ist. Ich kann jedoch nicht sagen, ob es „nur“ ein Seelenanteil ist, oder gar wirklich eine Feenseele. Über die Fee in mir habe ich sogar mal ein Gedicht geschrieben.

Die Fee in mir – Gedicht.

ausführlich gebloggt 06.02.2019 Seelennacktheit und kein Worthülsentyp

Schon wieder Wochenmitte. Hatte heute meine Psychotherapie-Einheit, nächste Woche aber wieder ganz normal am Dienstag.

Ansonsten gibt es gar nicht so viel zu berichten. Heute nach längerer Zeit wieder einmal einen Eintrag in den Katzenblog geschrieben, zum Thema Katzen und Saugmonster äh… ich meine natürlich Staubsauger. 😉

Ich wollte eigentlich darüber nichts mehr schreiben, aber die Enttäuschung und Aufregung von letzter Woche setzt mir immer noch zu. Ich habe gedacht, ich könnte es leichter wegstecken, leichter damit abschließen, aber dem ist nicht so. Ohne jammern zu wollen, aber ich kann es nicht leugnen, dass ich in meinem Leben schon so oft von anderen Menschen enttäuscht worden bin, und jede „Wunde“, die neu dazu kommt, braucht, so scheint es, länger, um abzuheilen. Da entschuldigt man sich, gesteht Fehler ein, und wird trotzdem noch, im übertragenen Sinne, mit Füßen getreten. Nein, ich will wirklich nicht jammern. Ich will aber auch nicht das Negative, was da ist, verdrängen. Ich habe oft genug, Jahre lang Theater gespielt, die Seelenmaskerade aufgesetzt, sodass nach außen hin alles in Ordnung schien, und wirklich nur wenige wussten, wie es mir wirklich geht. Und wo hat dieses Seelenmaskentheater geendet? Im Nervenzusammenbruch und Burnout. Ich habe Jahrelang in einem Job „funktioniert“, alle Warnhinweise von Körper und Seele verdrängt, ignoriert, immer schön brav meine Maske aufgesetzt, um es immer allen recht zu machen.

Und bei dieser ehemaligen Freundin war in gewisser Weise wieder das Selbe. Habe versucht, ihr bestmöglich zu helfen, bis ich mich wieder nur ausgenutzt gefühlt habe und aus Erschöpfung und Überforderung mit der Situation einfach den Kontakt abgebrochen habe.

Während ich diese Zeilen schreibe, kommen mir die Tränen. Ja, auch das musste und bzw. durfte ich wieder lernen, Tränen zu zulassen, nachdem mir seitens der Eltern immer eingetrichtert wurde: „Weinen tun nur Babys und Kleinkinder“.

Es fühlt sich immer noch so nackt und ungewohnt an, mir meine wahren Gefühle einzugestehen, sie einfach da sein zu lassen, ohne schnell wieder eine Maske drüber zu ziehen.

Meine Seele schickt mir ein Bild in den Kopf. Ich stehe in einer Gardarobe da, vollkommen nackt, im Raum noch viele andere Leute. Dieses Bild, könnte ich es malen, würde den Titel „Seelennacktheit“ bekommen. Die anderen Leute im Raum, in dieser Gardarobe, auf diesem Bild „Seelennacktheit“ symbolisieren alljene, die das alles lesen, was ich mir, mal mehr, mal weniger von der Seele schreibe. Um eines vorweg klar zu stellen: Natürlich würde ich niemals meinen physischen Körper nackt vor anderen, fremden Menschen zeigen. Diese Nacktheit ist rein symbolisch und bezieht sich auf meine Seele.

Ja und warum teile ich das eigentlich alles? Ganz einfach. Weil es da draußen vielleicht noch viele andere Menschen gibt, die ungefähr gleiche Erfahrungen gemacht haben, wie ich. Es hilft mir, alles öffentlich aufzuschreiben, mit dem Wissen, oder der Intention, das dies, was ich schreibe vielleicht jemand anderem eine Hilfe oder Inspiration sein kann. Wenn nicht jetzt, dann vielleicht später. Und ich bin nicht der Typ Mensch, der oberflächlich einfach ein paar Zeilen „hinknallt“, ich bin kein Worthülsentyp.

Puh wieder so viel geschrieben. Es gibt Tage und/oder bzw. Nächte, da fließt es einfach, da fließen die Wörter und Sätze einfach aus mir heraus. Es ist ein Fluss der Autentzität (schwieriges Wort man möge es mir entschuldigen wenn es falsch geschrieben ist), und ein Fluss des Verarbeitens und Bereinigens von allem, was mich so beschäftigt. Da ist sie auch wieder, die Seelennacktheit. Ganz nackt gebe ich mich dem Wasser dieses Flusses hin. Wasser natürlich nur im symbolischen, übertragenen Sinne. Gerade nämlich noch ein inneres Bild gehabt, wie ich im Wasser bin und mich von der Strömung tragen, und von Wellen umspülen lasse.

Der Fluss des Lebens, ich weiß nicht, wohin er mich noch trägt. In jedem Fall freue ich mich, wenn ich anderen Menschen durch mein Geschriebenes etwas mitgeben kann, damit beziehe ich natürlich auch meine Gedichte mit ein, nicht nur diesesLebenstagebuch. Und selbst, wenn jemand nur zum Zeitvertreib hier mitliest, egal, alles hat irgendwie seinen Sinn.

Wer weiß, ob jemand überhaupt die Zeit findet, meine, doch manchmal sehr langen und anspruchsvollen Beiträge durchzulesen. Aber diese Gedanken nur am Rande.

Und am Ende bin ich selbst immer erstaunt und fasziniert, wieviel da wieder zusammengekommen ist. Das Schreiben ist, neben der Psychotherapie immer noch die beste Therapie für mich.

Ach ja und zum Schluss noch, bevor ich vergesse, der Link zum neuen Katzenblogeintrag.

Zwiegespräch mit meinem Engel und was daraus geworden ist

Des Nachts, wenn alles still ist, schreibt es sich wieder einmal am Besten. Und auch das nach innen lauschen und Zwiegespräche führen klappt super. Aus so einem Zwiegespräch, mit meinem Schutzengel ist eine kleine Geschichte geworden: Wie umarmt man einen Engel? So, mit einem Lächeln im Gesicht und einem guten Gefühl von Wärme im Herzen werde ich nun ins Traumland verschwinden. 🙂

Voll zerkratzt und zugepflastert

In diesem Eintrag geht es um schmerzhafte Liebesbekundungen, denn Kater Blacky krallt sich, wenn er bei mir kuschelt so richtig fest. In der Schulter- und Brustgegend hat er mir heute wiedermal gezeigt, wie scharf seine Krallen sind. Selbst das Pyjama-Oberteil mildert die spitzen Krallen nicht ab. Natürlich meint der Süße es nicht böse, und die kleinen Kratzer wären eigentlich nicht der Rede wert, wenn sie nicht so weh tun würden. Also Ringelblumensalbe drauf und so gut es halt geht Pflaster draufgeklebt, damit die Kratzspuren wenigstens ein Bisschen Chance haben, abzuheilen, denn bei der nächsten Kuschelatacke geht das Festkrallen von neuem los. Also im Moment binn ich, im Wahrsten Sinne des Wortes voll zerkratzt und zugepflastert. 😉