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Die virtuelle Wand und die seltsame Wandlung

Es ist ein leidiges Thema, über A zu schreiben, und dennoch muss ich es aufschreiben, dokumentieren, ja, aus dem Kopf kriegen, den Kopf frei kriegen.
Gestern fragte er mich in einer Mail, warum ich denn nie auf seine Mails antworte? – ich mag keine unbeantworteten Fragen, und so habe ich kurz und bündig geschrieben, Zitat:
„Hallo, schon wieder vergessen? Du hast geschrieben, egal, was ich Dir schreibe, Du wirst es nicht lesen. Außerdem, zwischen Dir und mir gibt es nichts mehr zu sagen/zu schreiben. Also tschüss!!!“
Daraufhin schrieb er, es hat lange gedauert, aber er versteht mich jetzt endlich und ich solle ihn doch auch verstehen. Da konnte ich auch nicht anders, als zurück schreiben:
„Was soll ich denn verstehen? Die Mails von Dir in den letzten Tagen waren sehr gemein und verletzend. Und was verstehst und weißt Du denn schon von mir, nach all der langen Zeit?“
Darauf bekam ich keine Antwort. Es kam dann noch eine Mail mit Betreff „Tagesausklang“, in der er mir eine gute Nacht und für morgen (heute) einen schönen Tag wünschte. Darauf habe ich aber nicht geantwortet, habe die virtuelle Wand wieder aufgestellt.
Er hat wohl mitbekommen, dass ich magische Dinge und Wesen mag, denn heute Abend kam eine Mail, betreff „Einhorn-Zaubergedicht“, mit einer MP3-Datei im Anhang. Darin ist seine Stimme zu hören, wie er dieses Einhornzaubergedicht liest. Es war ein eigenartiges Gefühl, nach vielen Jahren wieder einmal seine Stimme zu hören. Ich habe es auch Philipp vorgespielt. Auf die Mail mit dem Gedicht im Audioformat im Anhang habe ich auch nicht geantwortet.
Was spielt der für ein Spiel? – zuerst so verletzend und gemein, und dann seit gestern Abend die seltsame Wandlung, mit höflichen und freundlichen Mails? Ich kapier das alles nicht. In solchen Fällen wünschte ich, man könnte in Menschen hineinschauen, ihre Gedanken für kurze Zeit lesen, um zu ergründen, was da dahintersteckt. Mit dem Einhorngedicht wollte er mir wohl auch imponieren.
Heute hatte ich übrigens Therapie, und meine Psychotherapeutin findet es gar nicht gut, dass ich gestern mit A in den Dialog gegangen bin. Ja, ich verstehe ihren Standpunkt, muss aufpassen, dass ich nicht wieder zu gutmütig bin, und in eine Falle tappe. Und trotzdem wollte ich nichts einfach runterschlucken und wollte/musste ihm meine Meinung sagen/schreiben. Tja es ist manchmal so im Leben, dass man das Gefühl hat, alles falsch zu machen. In den Dialog zu treten war vielleicht nicht klug, aber einfach zu schweigen und alles runter zu schlucken, fühlte sich für mich auch nicht richtig an.
Der Mensch bringt mich durcheinander. Aber eines ist 100%ig sicher, Gefühle von Liebe sind keine da. Mein Herz ❤ gehört zu 100% meinem Mann Philipp und unseren Katzen. Er hat keine chance, mich zurück zu gewinnen!!! Zudem beziehe ich Philipp in alles, was von A kommt mit ein, da gibt es keine Geheimnistuerei, die habe ich auch gar nicht nötig.
Ahhhh!!! Das hat gut getan, dies alles aufzuschreiben. Und wer es nicht lesen will, muss es auch nicht lesen. 😉

Von Jacqueline die Schreibfee

Ich bin Jahrgang 1982, in Wien geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2003 lebe ich in Klagenfurt am Wörthersee.
Ich bin verheiratet und wir haben 2 Katzen.
Mein größtes Hobby ist das Schreiben, Geschichten, Gedichte, Tagebuch. Was meine Gedichte/Geschichten betrifft, ist es mein Bestreben, diese Welt mit meinen Texten ein Stückchen heller zu machen.

Eine Antwort auf „Die virtuelle Wand und die seltsame Wandlung“

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