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ausführlich gebloggt – Gefühlschaos nach sorgenvollen Stunden

Normalerweise telefonieren der Philipp und ich so um die Mittagszeit herum. Als ich ihn gegen 12 Uhr am Handy anrufe, ist es abgedreht. Also rufe ich ihn in der Arbeit an. Eine Kollegin hebt ab, sagt mir, er, also der Philipp ist heute schon außer Haus, kommt heute nicht mehr ins Büro. Ich bin so perplex, dass ich gar nicht erst daran denke, mich als seine Frau zu erkennen zu geben und sage nur: „Ah, äh, okay, danke, auf Wiederhören“, und lege auf.

Was ist da wieder los? – ist etwas nicht in Ordnung, oder hat er nur wieder einmal vergessen, mir bescheid zu geben, dass er heute am Nachmittag auswärts einen Termin hat?

Solche Situationen passieren leider immer wieder. Und nein, ich bin keine Frau, die ihren Mann permanent kontrollieren will, ich bin eher besorgt um ihn, auf Grund der Tatsache, ich habe es schon im Blog erwähnt, dass er, zwar selten aber doch hin und wieder einen epileptischen Anfall hat.

Mein Gemüt schwankt zwischen Besorgnis und Verärgerung. So oft habe ich ihn schon eindringlich darum gebeten, mir bescheid zu sagen, wenn er mal außertürlich einen Termin hat oder auch mal später als sonst von der Arbeit heim kommt! Das Schlimmste ist in diesen Fällen immer die Tatsache, dass ich ihn nicht einmal am Handy erreiche. Und ich sitz dann da und weiß wieder nicht, was los ist, so wie heute.

Habe gerade wieder versucht, ihn am Handy zu erreichen, nichts, wieder nur das Tonband, mit der Floskel: „Der Gesprächspartner ist derzeit nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es später erneut.“

Tja, was soll man jetzt machen? – mir bleibt jetzt nur noch, darauf zu vertrauen, dass eh alles okay ist. Und doch musste ich es mir von der Seele schreiben.

Update: Ich habe noch einmal allen Mut zusammen genommen, und erneut in seiner Dienststelle angerufen. Diesmal war eine andere Kollegin dran. Ich habe mich nach meinem Mann erkundigt und mich diesmal auch zu erkennen gegeben. Habe frei raus gefragt, ob sie mir denn sagen könne, wo er ist.? Das Rätsels Lösung: Abteilungsweihnachtsfeier, und die Kollegen aus einer anderen Abteilung haben den Telefondienst aus seiner Abteilung übernommen. Beinahe hätte ich jetzt „unserer Abteilung“ geschrieben, weil ich ja auch mal dort gearbeitet habe.

Einerseits bin ich total erleichtert, dass alles okay ist, dass es dem Philipp gut geht, und andererseits bin ich traurig, dass er sich wiedermal nicht an unsere Abmachung, mir bescheid zu geben, gehalten hat.

Update II: Die Weihnachtsfeier ist anscheinend schon zu Ende. Der Philipp hat sich gemeldet. Er fragte, als wie wenn nix gewesen wäre, wie es mir denn geht? Ich erwidere: „Einerseits gut, weil ich erleichtert bin, dass es Dir gut geht, aber andererseits geht es mir schlecht, weil ich traurig bin, weil Du mir nicht bescheid gegeben hast, dass Ihr heute die Weihnachtsfeier habt.“. Er hat sich entschuldigt, aber ich bin trotzdem noch geknickt. Es war immerhin nicht das erste Mal, dass ich mir wegen ihm solche Sorgen machen musste, weil ich nicht auf dem neuesten Stand war. Am Ende, so auch heute, ist das immer so ein Schwanken zwischen „puh zum Glück ist alles in Ordnung“,, und eben dieser Traurigkeit, dieses Gefühl, sich übergangen zu fühlen, weil man nicht über etwas wichtiges informiert worden ist. Ja, am Ende bleibt ein Gefühlschaos, nach sorgenvollen Stunden.

Von Jacqueline

Ich bin Jahrgang 1982, in Wien geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2003 lebe ich in Klagenfurt am Wörthersee.
Ich bin verheiratet und wir haben 3 Katzen, die Lucky, die Franzi und den Merlin.
Mein größtes Hobby ist das Schreiben, Geschichten, Gedichte, Tagebuch. Was meine Gedichte/Geschichten betrifft, ist es mein Bestreben, diese Welt mit meinen Texten ein Stückchen heller zu machen.

2 Antworten auf „ausführlich gebloggt – Gefühlschaos nach sorgenvollen Stunden“

Ich glaube, der größere Teil der Männer versteht gar nicht, das sich Frauen immer sorgen müssen. 😉
Vielleicht schafft ihr euch einen gemeinsamen Terminkalender an, in dem ihr beide alle außergewöhnlichen Termine eintragt. Dann kann der andere immer sehen: Ah. da ist etwas, deswegen vergisst er/sie das telefonieren. 🙂
Grüßli

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