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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 2

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Nach etwa 10 Minuten kommt Jason wieder aus seinem Labor. Lariel rutscht nervös auf ihrem Stuhl hin und her.

„Nun, Lariel, ich habe den Glöckchenzauber für Dich und Deine Tochter kreiert.“, meint Jason, und überreicht Lariel ein Fläschchen. „Gib Deiner Tochter, wenn sie das nächste Mal nach Hause kommt, dies hier zu trinken. Und für Dich ist dies hier.“ Jason überreicht Lariel ein kleines Glöckchen an einem seidenen Bändchen. Es ist so konstruiert, dass es sich die Elfenmutter wie ein Armband um das Handgelenk binden kann. Fragend schaut sie Jason an und er erklärt:

„Die Flüssigkeit ist ein Zaubertrank. Er wird Deiner Kiki gut schmecken. Der Zauber bewirkt, dass sie, egal, wo auch immer sie ist, das Glöckchen, welches Du bei Dir trägst, hören kann. Sie wird darauf aufmerksam und kehrt jedesmal, sobald Du das Glöckchen erklingen lässt, zu Dir zurück. Dieser Zauber wirkt aber nur so lange, bis Ihr Euch ausgesprochen habt, also bis Du heraus gefunden hast, was Deine Tochter wirklich möchte. Immerhin musst Du als Mutter loslassen lernen, und Kiki soll ihren ureigenen Weg gehen, äh fliegen dürfen, wohin auch immer dieser auch führen mag. Sobald klar ist, wohin Kikis Weg führt, sollst Du ihr das Glöckchen als Talisman mitgeben.“

Lariel seufzt und meint: „Aber muss ich zu diesem Zaubertrank nichts von mir beisteuern, … einen Blutstropfen, ein Haar, oder sonst etwas, damit der Zauber besser auf mich und meine Tochter abgestimmt ist?“ Jason läuft rot an und erwidert:

„Ach ja, gut, dass Du mich erinnerst. Du musst den Zaubertrank mit drei Zutaten ergänzen. Einem Blutstropfen, einem Haar und einem kleinen Stück Deines Fingernagels. Wenn alles im Fläschchen ist, schüttelst Du den Zaubertrank gut durch. Es wird sich alles auflösen. Kiki wird weder das Haar spüren, noch den Nagel mit hinunter schlucken, und Blut wird sie auch keines schmecken.“

Überschwänglich bedankt sich Lariel und fliegt nach Hause.

Tatsächlich, am selben Abend kommt Kiki nach Hause. Das erste, was klein Kiki sagt ist: „Mama, nur damit Du weißt, ich möchte auf gar keinen Fall in die magische Elfenschule!“ Mutter Lariel lächelt nur und meint: „Trink das, Schätzchen. Es wird Dir schmecken.“ Die Kleine gähnt und meint schließlich: „Ich bin zwar schon sehr müde, aber ein Schlummertrunk kann trotzdem nicht schaden.“

Natürlich hat Lariel schon längst den Zaubertrank mit ihren drei Zutaten, dem Haar, dem Blutstropfen und dem Stück Fingernagel ergänzt. Ihre Tochter merkt wirklich nichts davon, trinkt das Fläschchen gierig aus und legt sich in ihr Bett zum Schlafen. Sie meint nur noch:

„Morgen, wenn Du aufwachst, bin ich schon längst wieder weg, Mami.“

Normalerweise hätte Lariel schon wieder überreagiert und dagegen geredet, aber sie sagte nichts. Erstmal wollte sie sich Tagsdarauf nur ihrer Arbeit widmen, denn die Arbeit im Elfenrat ist ihr sehr wichtig. Die hohen Räte sollten wieder merken, dass Lariel eine fleißige Sekretärin ist. Und sie vertraut auf Jason’s Worte und auf seine Zauberkünste.

Weiter zu Teil 3…

Von Jacqueline

Ich bin Jahrgang 1982, in Wien geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2003 lebe ich in Klagenfurt am Wörthersee.
Ich bin verheiratet und wir haben 3 Katzen, die Lucky, die Franzi und den Merlin.
Mein größtes Hobby ist das Schreiben, Geschichten, Gedichte, Tagebuch. Was meine Gedichte/Geschichten betrifft, ist es mein Bestreben, diese Welt mit meinen Texten ein Stückchen heller zu machen.

7 Antworten auf „Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 2“

Du machst das richtig prima spannend mit deiner Geschichte von der kleinen Elfe, das macht so Freude, zu lesen und sich dann auf die Fortsetzung zu freuen.
Früher gab es Romane in der Fernsehzeitung als Fortsetzungsromane, jede Woche ging es weiter, hab ich immer gerne gelesen, das war genau so spannend wie jetzt deine Geschichte!
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße
Monika.

Gefällt 1 Person

Ist ja super, wenn ich damit jemandem eine Freude machen kann. 🙂 Ich wünsche Dir ebenfalls ein schönes Wochenende. Im übrigen kannst Du Dich schon auf Samstagabend freuen, denn da gibt es Teil 3 zu lesen.
liebe grüße Jacqueline

Gefällt 1 Person

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