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Handgemachte Wesen und ihre Geschichten Kiki, das Elfenkind

Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 9

Alle Teile dieser Geschichte sind in der Kategorie: „Kiki, das Elfenkind“ nachzulesen.

„Ich muss in den Wald, Bambi Lina suchen.“, ruft Kiki der Mutter zu. Sie lächelt. „Lina? Das Bambi heißt wirklich Lina?“, Kiki nickt. „Sei aber bitte bald zurück. Jason soll nicht lange auf Euch warten müssen, falls er heute noch kommen sollte.“ „Ich bin verlässlich wieder da, sobald ich Lina gefunden habe.“

So streift Kiki durch den Wald. „Liiiiinaaaaa!!!“, ruft sie, und es schallt durch den ganzen Wald. Ein Rabe krächzt von einem Baum herunter: „Das Elfen- und Tierkinder immer so laut sein müssen!“

Gelassen schaut Kiki zu ihm empor, lächelt ihn an und sagt: „Nichts für ungut, mürrischer Gesell! Ich habs aber nun mal eilig.“ „Ja, ja! Dann passt Du ja bestens in die Menschenwelt. Die haben’s dort auch immer eilig.“, erwidert der alte Rabe höhnisch. „Habt Ihr alten nichts besseres zu tun, als auf Bäumen zu hocken, und junge Wesen anzumeckern?“ „Ich krächze, aber meckere nicht. Da musst Du schon zu den Ziegen gehen!“

Kiki atmet geräuschvoll aus und fliegt weg. An der Lichtung wo der Tierkindergarten immer abgehalten wird, ruft sie nochmals: „Liiiiiinaaaaaa!!! Zeige Dich, wenn Du mit mir kommen willst! Wir haben nicht mehr viel Zeeeeeiiiiiit!!!!!“

Zwei Rehe erscheinen plötzlich an der Lichtung. Bambi Lina, und ihre Mutter. „Hi, Kiki! Das ist meine Mutter Lilly.“, sagt Lina freudig. „Ich werde Euch beide nun zu Lariels Haus begleiten, Kiki und Lina. Wir Mütter müssen uns ja auch kennenlernen und ein paar Worte wechseln.“

Während die beiden Erwachsenen im Haus drinnen quatschen, spielen Kiki und Lina auf der Wiese.

Am Abend verabschiedet sich die Rehmutter und geht nach Hause. Lina und Kiki verbringen die Nacht gemeinsam, unter einer großen Linde.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, ist plötzlich ein Rauschen in der Luft. weiße Mähnen flattern in der Luft, und schon bald ist die Einhornkutsche sichtbar. Aufgeregt hopsen Kiki und Lina umher. Jason steigt aus der Kutsche. „Guten Morgen!“, ruft er. „Jason!“, ruft Kiki, läuft zu ihm hin und umarmt ihn. Lariel kommt aus dem Haus. Da plötzlich taucht Rehmutter Lili wieder auf. „Tja, nun ist wohl der Moment des Abschieds gekommen, nicht wahr?“, fragt Lariel. Jason nickt. Lariel und Lilly schenken ihren Mädchen noch viele Liebkosungen zum Abschied, ehe sie in die Kutsche steigen. Nun verabschiedet sich auch Jason von Lariel und der Rehmutter. Schließlich steigt auch er in die Kutsche und dann konnte es los gehen.

„Anschnallen!“, ruft der Kutscher. Alle gehorchen. Lariel und Lilli stehen zusammen und schauen der Einhornkutsche nach, wie sie sich immer höher in die Luft hebt. Irgendwann sieht man nur noch die weißen Mähnen der Einhörner, dann nur noch einen Punkt, und letztendlich ist die Kutsche so weit weg, gar nicht mehr sichtbar.

Lariel und Lilly werden Freundinnen und treffen sich seit Kiki’s und Lina’s Abreise regelmäßig.

Fortsetzung folgt…

Von Jacqueline

Ich bin Jahrgang 1982, in Wien geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2003 lebe ich in Klagenfurt am Wörthersee.
Ich bin verheiratet und wir haben, mittlerweile nur noch eine Katze, die Lucky.
Mein größtes Hobby ist das Schreiben, Geschichten, Gedichte, Tagebuch. Was meine Gedichte/Geschichten betrifft, ist es mein Bestreben, diese Welt mit meinen Texten ein Stückchen heller zu machen.

2 Antworten auf „Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 9“

Nun sind die beiden also unterwegs in die Menschenwelt!
Ich finde es so schön, daß sich die beiden Mütter angefreundet haben, denn deine Geschichte hat da schon eine gewisse Symbolik, was den Abschied der Kinder der Menschenwelt von ihren Müttern anbelangt, wenn sie allein oder, noch schöner, wie in deiner Geschichte zu zweit in ihr eigenes Leben aufbrechen.
Ich freu mich wieder sehr auf die Fortsetzung, wünsche dir eine gute Nacht und schick liebe Grüße
Monika.

Gefällt 1 Person

Ja, ich denke, wenn sich die Mütter zusammentun, ist es für beide leichter, den Abschied von den Kindern zu verkraften. Sie können sich gegenseitig Kraft geben. 🙂
Ich wünsche Dir einen schönen Tag und sende liebe Grüße
Jacqueline

Gefällt 1 Person

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