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Die Muschelinsel (Geschichte)

Die Muschelinsel Teil 3 der Fluch oder das Meermädchen, dass die verschwundene Muschel wieder brachte

Auch diesmal war es ein Leichtes, die Verbindung mit der Muschelinsel herzustellen. Doch was war geschehen? Die Atmosphäre war zwar idyllisch wie immer, doch irgend etwas ist diesmal anders. Auf einmal habe ich ein Blackout, und mir fällt der Name Miranda nicht mehr ein. Ich bemerke, wie Miranda aufgeregt im Meer schwimmt, als würde sie etwas wichtiges suchen. Zuerst will ich ihren Namen rufen, doch er fällt mir nicht mehr ein. Doch dann, das Blackout hält zum Glück nicht lange an, rufe ich laut ihren Namen. Sie nimmt mich gar nicht wahr. Und irgendwann ist sie weg.

Mir kommt der Gedanke, vielleicht ist sie zu ihrer Mutter, ans andere Ufer des Meeres geschwommen. Ich will zu Miranda, aber wie komme ich da nur hin? Immerhin habe ich kein eigenes, kleines Boot. Ich wünsche mir ganz fest ein Boot herbei, oder etwas, dass mich sicher über das Wasser, ans andere Ufer trägt.

Auf einmal steckt ein Mädchen den Kopf aus dem Wasser und schwimmt ans Ufer. Es ist aber nicht Miranda. „Hallo! Ich bringe hier eine Muschel. Wir, die Meerwesen möchten, dass diese Muschel wieder an die rechtmäßige Besitzerin zurück gegeben wird. Kannst Du diese Aufgabe übernehmen?“, fragt das Meermädchen. „Die Muschel! Danke! Ich will alles daran setzen, dass sie wieder in die Hände ihrer Besitzerin kommt. Ich weiß, wem sie gehört.“, antworte ich aufgeregt. Aber ich brauche ein Gefährt, mit dem ich über das Wasser fahren kann. Dafür wäre ich sehr dankbar.“ Das Meermädchen nickt nur und will gerade wieder unter Wasser verschwinden, als ich ihr nachrufe: „Du, Meermädchen, wie heißt Du denn?“ „Mein Name ist Mariel.“, gibt sie zurück und verschwindet. Ich kann gerade noch ein „Danke!“ hinterher rufen.

Und wirklich, kurze Zeit später, ein großes, längliches Stück Holz treibt im Wasser, dicht ans Ufer heran. Ich setze mich auf mein Floß, und versuche in Gedanken dem Floß mitzuteilen, wohin es mich bringen soll, wohin es treiben soll. Tatsächlich, es funktioniert. Das Floß setzt sich in Bewegung. In Windeseile werde ich von den Wellen mit dem Floß an das andere Ufer getrieben.

Am anderen Ufer angekommen, klettere ich aus dem Wasser und bedanke mich dafür, dass ich heil angekommen bin. Ich gehe einen sandigen Weg entlang. Viele Hütten stehen dort, dicht aneinander gereiht. Ach, aber wie sollte ich nun herausfinden, in welcher der Hütten Marge lebt?

Ein Mann kommt und will gerade an mir vorbei gehen, als ich ihn aufhalte: „Entschuldigung? Wissen Sie vielleicht, in welcher dieser Hütten eine gewisse Marge wohnt?“. Der Mann bleibt stehen. „Marge? Es gibt nur eine Marge auf dieser Insel, so viel ich weiß.“ Er führt mich zu einer Hütte, ganz in der Mitte. Ich bedanke mich. Der Mann nickt nur lächelnd und geht weiter.

Ich klopfe an die Türe der Hütte. Es wird mir geöffnet. Marge steht vor mir. „Wer sind Sie denn?“, fragt sie verwundert. Ich stelle mich erneut vor und erinnere daran, dass ich bereits mit ihr gesprochen hatte, auf dem Steg, am anderen Ufer, wo sie an dem Netz geknüpft hat. „Tatsächlich! Das habe ich komplett vergessen! Weißt Du, Miranda’s Stiefmutter ist eine Hexe. Sie hat die Insel verflucht, sodass einerseits ich Dich vergessen habe, und andererseits wollte sie, dass Du uns, bzw. Miranda vergisst.“, erklärte Marge und führt mich herein. Nun leuchtet mir ein, wieso mir der Name Miranda mehrmals einfach entfallen war. Es war wegen dem Fluch, der bei mir und auch bei Marge nicht sehr stark gewirkt hat. Die Erinnerung war immerhin schnell wieder da. Wie auch immer, nun wollte ich herausfinden, ob Miranda sich bei Marge aufhält, um ihr die Muschel wieder zu geben. Ich wollte unbedingt wissen, was passiert war, und warum man Miranda’s Muschel doch ins Meer geworfen hat. Hatte die Stiefmutter ihr Versprechen nicht eingehalten, Miranda die Muschel wieder zu geben? Oder Tamina hat den Talisman erneut in die Hände bekommen und den Wurf ins Meer vollzogen.

Von Jacqueline

Ich bin Jahrgang 1982, in Wien geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2003 lebe ich in Klagenfurt am Wörthersee.
Ich bin verheiratet und wir haben 2 Katzen, die Lucky und die Franzi.
Mein größtes Hobby ist das Schreiben, Geschichten, Gedichte, Tagebuch. Was meine Gedichte/Geschichten betrifft, ist es mein Bestreben, diese Welt mit meinen Texten ein Stückchen heller zu machen.

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