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Hm, so gut lief‘s dann doch noch nicht … :-(

Also, … ich war ca. 2 Stunden unterwegs, den Cafébesuch mit eingerechnet. Der Weg zum Supermarkt hat nur zum Teil geklappt. Ich war schon recht weit, dann dürfte mir aber doch irgendwie ein Fehler passiert sein, und ich bin dann, weil ich unsicher war, umgedreht. Dann habe ich mich aber überhaupt nicht mehr ausgekannt und bin auf irgend einem Parkplatz gelandet. Ich fand es etwas seltsam, weil mit Philipp zusammen hat der Weg schon super geklappt, also war ich ehrgeizig, wollte heute mal alleine einen Testgang starten, was keine so gute Idee war, den Weg müssen wir noch weiter üben und festigen. Ein hilfsbereiter Passant hat mir dann wieder auf den richtigen Weg geholfen.

Der Weg zum Café/Bäckerei hätte problemlos geklappt, wenn da nicht dieser scheiß Lieferwagen am Gehsteig gewesen wäre. Dazu noch ein Höllenlärm, von so einer benzinbetriebenen Heckenschere oder Motorsäge. Diese zwei Störfaktoren (Auto am Gehweg und laute Gartenmaschine) haben mich dann aus dem Konzept gebracht und ich bin vom richtigen Weg abgekommen. Auch hier war ich froh und dankbar, für die Hilfe einer Passantin. Völlig gestresst und ermüdet kam ich dann schließlich doch noch beim Café an und habe mir, um etwas runter zu kommen, eine heiße Schokolade + für den Durst Mineralwasser gegönnt. Eigentlich war der Cafébesuch als Belohnung für mich selbst gedacht, jetzt war es nur noch ein, „Ach, endlich angekommen!“, zum Nerven beruhigen. Der Philipp war, als ich dort ankam, auf dem Weg nach Hause, kam dann zum Café hin. Er hat dann auch dieses blöde Auto am Gehweg gesehen, und die Polizei informiert. Und als der Philipp gerade dem Polizisten am Telefon das Kennzeichen durchgab, kam der Besitzer von dem Gefährt. Schließlich sind wir dann gemeinsam nach Hause gegangen, der Philipp und ich.

Anstatt mich gut zu fühlen, fühle ich mich hundeelend. Mein „Versagen“, dass ich auf dem Weg, vor allem zum Supermarkt und retour Fehler gemacht habe, ist ein gefundenes Fressen, für die alten Dämonen und limitierenden Glaubensmuster und Sätze, die mir früher von meiner Familie, den Eltern eingebrannt wurden. „Du schaffst dies nicht, Du kannst das nicht“, usw. bla bla bla… Und anstatt mich zu freuen, habe ich nur noch geheult, als wir wieder zu Hause waren. Ich wollte mir und meinen „Dämonen“ beweisen, dass ich das kann, gut zurecht komme, und dann das! Ich war überheblich und habe mir zu viel zugetraut. Erstmal geh ich nur den Weg, wo ich 100% sicher bin, dass es klappt, zum Friseur, bzw. dem Café daneben. Für den Fehler auf dem Weg zum Café konnte ich ja nichts, da war das Auto schuld, welches am Gehsteig stand.

Ich bin ja froh, dass ich wenigstens durch das Weinen den Druck etwas ablassen konnte. Bis vor ein paar Jahren konnte ich ja nicht einmal das, auch auf Grund negativer Prägungen, „Weinen tun nur Babys und kleine Kinder.“ Ja, das Weinen war schon reinigend.

Ja, aber erstmal, bis wir den Weg zum Supermarkt öfter gegangen sind und gefestigt haben, habe ich für mich eben die klare Grenze gezogen, erstmal nicht alleine diesen Weg zu gehen. Ich habe erkannt, dass es, obwohl der Weg ansich nicht schwer ist, trotzdem noch mehr Übung zu Zweit erforderlich ist.

Einen Vorteil hatte die ganze Rennerei, ich habe mein Schritteziel von 5000 Schritten mehr als überschritten. 😉 Über 8000 Schritte hat die Steps App gezählt.

Von Jacqueline

Ich bin Jahrgang 1982, in Wien geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2003 lebe ich in Klagenfurt am Wörthersee.
Ich bin verheiratet und wir haben 2 Katzen, die Lucky und die Franzi.
Mein größtes Hobby ist das Schreiben, Geschichten, Gedichte, Tagebuch. Was meine Gedichte/Geschichten betrifft, ist es mein Bestreben, diese Welt mit meinen Texten ein Stückchen heller zu machen.

13 Antworten auf „Hm, so gut lief‘s dann doch noch nicht … :-(“

Kopf hoch – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Sicher schaffst du es mit ein bisschen Übung bald schon alleine.
Und mit dem Weinen bist du mir sogar einen Schritt voraus „Hör auf zu leiern, die anderen lachen dich doch alle aus!“ Sitzt bei mir immer noch absolut tief drin 🌈😘😎

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Der Meinung bin ich auch, liebe Jacqueline, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, und die Übung macht den Meister!
Du schaffst das, das glaube ich ganz fest, und gut, daß du dir mit Weinen Erleichterung verschaffen konntest! Nun übst du noch mit Philipp zusammen und dann wirst du wieder ganz stolz auf dich sein können!
Alles Liebe, einen schönen Abend und ein schönes Wochenende wünsche ich dir, liebe Grüße ❤
Monika.

Gefällt 2 Personen

Vielen, lieben Dank, für Deine aufmunternden Worte. Ja, auch wenn ich im ersten Moment doch tief gefallen bin, denke ich mir andererseits auch, nur nicht entmutigen lassen. Es wird die Zeit kommen, da geht es gut.
Liebe Grüße und Dir ebenfalls ein schönes Wochenende. 🙂
Jacqueline

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Du liebe wunderbare Jacqueline,
von mir bekommst du ganz viele Daumen hoch gezeigt:
Daumen hoch dafür, dass du dich das getraut hast – das ist überhaupt keine Überheblichkeit, das ist Risikobereitschaft! Denn woher sollst du wissen, welche Störfaktoren dazwischen kommen können.
Und dass du es probiert hast, ist Mut ! Dafür wieder Daumen hoch.
Und ein drittes Daumen hoch für deine Bewusstheit, dir klar zu machen, dass es eben die alten Dämonen und limitierenden Glaubensmuster waren, die dir zu schaffen gemacht haben. Das sind schließlich nur alte kleine Teile von dir, und indem du sie als solche einordnen und benennen kannst, hast du ihre Macht schon reduziert.
Und den vierten Daumen hoch halte ich dafür, dass du nicht aufgibst, sondern mit mehr Erkenntnis weitermachst und mit Philipp übst um es dann später wieder von neuem probieren zu wollen.
Den fünften Daumen hoch dafür, dass du deine Gefühle zulassen kannst und sie in Tränen zum Ausdruck kommen lässt, und so der Stress dadurch dein System verlassen kann.
Hab vielen Dank dafür, dass du uns daran teilhaben lässt. Diese Offenheit läßt das sechste Mal den Daumen von mir hoch gehen.
Ich habe großen Respekt vor deiner inneren Stärke!
Alles Liebe von Miriam

Gefällt 1 Person

Dein gefühlter Misserfolg tut mir sehr, sehr leid! Aber ich sehe ihn nicht als Misserfolg, sondern einfach als „zu früh“. Was man selbst richtig gut alleine können will, muss man richtig oft üben, bis man ganz sicher ist. Vielleicht übst du noch paarmal mit Philipp und bevor du ganz alleine losgehst, sollte er in einiger Entfernung beobachten, was du machst. Um eingreifen zu können, bevor du endgültig die Orientierung verlierst. (Sagt die gelernte Lehrerin 😉)
Lass dir Zeit, du schaffst das selbstverständlich. Du warst halt nur ungeduldig. Aber ich verstehe das, diese alten Dämonen schleppen ganz viele mit sich rum, das ist ja auch hier in den Kommentaren zu lesen.
Ich hoffe, du kannst diese Nacht gut schlafen und hast morgen einen besseren Tag ohne Tränen!
Liebe Grüße
die Hoffende

Gefällt 2 Personen

Jacqueline, du Liebe!
Ich umarme dich ganz fest und sage dir, dass du das ganz großartig gemeistert hat.
Jedoch verstehe ich deinen sellischen Schmerz. Es ist ja noch ganz frisch.
Du schreibst, du warst „überelblich und hast dir zu viel zugemutet“.
Ganz sicher warst du nicht überheblich. Ganz im Gegenteil, du warst (bist) mutig und tapfer und bereit zu lernen, zu üben um voranzuschreiten. Du bist so eine tolle, liebenswerte
junge Frau. Mach weiter du bist auf einem wundervollen Weg. Du hat einen wundervollen Ehemann an deiner Seite und gemeinsam seid ihr ganz stark.
Ja, Autos, egal ob Lieferwagen oder nicht, sollten auf Gehwegen, Gehsteigen nicht parken. Ich ärgere mich oft, weil ich mehrmals vom Gehsteig auf die Straße ausweichen muss, weil Autos den Gehsteig blockieren. Gerade gestern war das zwei Mal der Fall.
Ich verstehe, dass dich das aus der Konzentration und der Ruhe gebracht hat.
Lass dich nicht entmutigen. Jetzt erst recht du Liebe! Du (ihr) schafft das! Und wie!
Segen und alles Liebe! M.M.

Gefällt 1 Person

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