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Heutiger Spaziergang alleine – ein Resümee

Ich muss/möchte selbstsicherer werden beim Gehen. Und ich muss/möchte wirklich das alleine rausgehen üben. Denn obwohl ich mir beim Weg eigentlich sicher war, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, fühle ich mich immer sicher, jedoch alleine, gehe ich automatisch langsamer, um wirklich sicher zu sein, dass ich keine(n) Fehler mache, nicht irgendwo hinkomme, wo ich nicht hin will.

Durch den Umstand, dass ich alleine natürlich langsamer unterwegs bin, aus oben erwähnten Gründen, wirke ich auf mein Umfeld, also auf andere Passanten verloren und orientierungslos. Ich bin mehrmals angesprochen worden, ob ich Hilfe brauche, was ja nett ist. Auf dem Rückweg gab es eine nette Situation, wo die Technik als Kommunikationshilfe diente. Da war ein junger Mann, der nicht oder nur sehr wenig deutsch konnte. Der sprach mich an, auf englisch, worin ich grottenschlecht bin. Ich dachte zuerst, was will denn der jetzt von mir, weil er mir ein Stück gefolgt ist. Dachte mir schon, will der Geld? – oder sonst irgendwas? – Aber nein, … er nahm sein Handy, sprach etwas hinein, in einer, für mich fremden Sprache, und ließ dies auf deutsch übersetzen, und mir von der Stimme vom Übersetzer vorlesen: „Ich denke, Du bist verloren und brauchst Hilfe.“ – da ging mir sprichwörtlich ein Licht auf, der wollte nichts von mir, im Gegenteil, auch nur seine Hilfe anbieten, und weil es zwischen uns schwierig war, mit der Kommunikation, nutzte er einen Übersetzer am Smartphone, um mir etwas mitzuteilen. – ich lehnte, mit einem „thank you very much.“, dankend ab.

Aber das wichtigste, ich habe alleine wieder nach Hause gefunden und war doch über eine Stunde unterwegs. Da schon hatte ich mein Schritteziel von 5000 Schritten erreicht, sogar überschritten, mit 5375. Ich hatte auch auf der Apple Watch den Trainingsmodus „gehen outdoor“ mit laufen, um dann zu Hause einen Überblick zu haben, wie lange ich unterwegs war. Es waren 1 Stunde und 8 Minuten.

Dann waren wir noch gemeinsam im Supermarkt am späten Nachmittag. Dadurch bin ich auf 9728 Schritte heute gekommen, womit ich mehr als zufrieden bin.

Resümee: Einerseits war es schön, alleine unterwegs zu sein, andererseits war aber, auf Grund der, doch noch vorhandenen Unsicherheit ein bisschen Unwohlsein dabei, weil es mir unangenehm war, dass ich auf andere Menschen so hilflos und verloren gewirkt habe.

Ein Teil von mir ist resigniert, meint, ich sollte doch nicht alleine rausgehen, worauf ein anderer Teil aber protestiert und meint, für was haben wir dann Wege mit dem Stock einstudiert? Eben, damit ich alleine etwas mobiler bin.

Was der morgige Tag bringt, werde ich sehen, kann noch nicht sagen, ob ich morgen rausgehe, alleine, oder nicht. Der resignierte Teil meint nein, der motivierte Teil meint ja, ich sollte jeden Tag, wo es trocken ist und nicht regnet oder schneit, zum gehen ausnützen, um zu üben, damit ich auch alleine sicherer werde. Ja, sobald irgendwann im Winter Schnee liegt, wird es mit dem Stocktraining sowieso schwierig, vor allem, sollte mal viel Schnee liegen.

Das ist eben das nächste Problem. Wie schaffe ich es, den Winter über, gut in Bewegung und in Übung zu bleiben, damit ich nicht im Frühling wieder alles auffrischen muss? – deshalb, ich hoffe auf einen, möglichst schneearmen Winter.

Aber was bringt das in die Zukunft schweifen. Trotzdem war es wieder gut, diese Gedanken aufzuschreiben. Jetzt gönne ich mir einen Tee, „innere Balance“, einen Kräutertee. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend und für morgen schon mal einen guten Start in den neuen Tag. 🙂

Von Jacqueline

Ich bin Jahrgang 1982, in Wien geboren und aufgewachsen. Seit Mai 2003 lebe ich in Klagenfurt am Wörthersee.
Ich bin verheiratet und wir haben 3 Katzen, die Lucky, die Franzi und den Merlin.
Mein größtes Hobby ist das Schreiben, Geschichten, Gedichte, Tagebuch. Was meine Gedichte/Geschichten betrifft, ist es mein Bestreben, diese Welt mit meinen Texten ein Stückchen heller zu machen.

5 Antworten auf „Heutiger Spaziergang alleine – ein Resümee“

Liebe Jaqueline,
ich bin fest davon überzeugt, dass du nicht aufhren sollst,
alleine zu üben. Das ist wichtig und wertvoll.
Stell dir einmal vor Philipp, kann, warum auch immer nicht hinaus.
Und e braucht irgendetwas, das besorgt werden müsste.
So bist du frei und kannst hinaus gehen und das ist gut so.
Auch wenn dir einfällt, unerwartet etwas zu wollen.
Oder nur aus Spaß in die Natur zu gehen kannst du dich auf den Weg machen.
Ich bin überzeugt, dass du das gut schaffen wirst.
Ich bin auch sehr fest davon überzeugt,
dass deine lieber Ehemann dabei sehr stolz ist auf dich!

Das sind dazu meiner Gedanken!
Gute Nacht mit Segen euch allen auch den Mutzis.
M.M.

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Danke, liebe MM für Deine motivierenden Gedanken.
Ich finde es so schön, mein lieber Philipp ❤ lobt mich, wo es nur geht, sagt mir oft, wie stolz er auf mich ist.

Und ja, aus diesem Grund, mit dem Hintergedanken, dass, falls mit ihm mal was ist, und er nicht raus kann, haben wir angefangen, Wege einzuüben.
Gute Nacht und einen schönen Mittwoch, mit lieben Grüßen zurück 🙂
Jacqueline

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Das war doch schon mal ein guter Anfang, liebe Jacqueline, da wäre es sehr schade, wenn du deine Bemühungen jetzt aufgeben würdest! Du weißt doch, Übung macht den Meister, natürlich geht das alles langsamer, wenn du allein unterwegs bist, und ich kann mir auch gut vorstellen, daß es dir unangenehm ist, hilflos zu wirken dadurch, aber ich finde es doch irgendwie sehr schön, daß es doch noch so viele Menschen gibt, die noch auf die anderen in ihrer Umgebung achten und fragen, ob man eventuell helfen könnte, die Geschichte mit dem jungen Mann und seinem Handy als Übersetzer hat mich richtig gerührt! Sind so seltene Tugenden geworden, andere Menschen wahrzunehmen. Und siehst du, du hast alleine wieder nach Hause gefunden, ich finde, das ist ein Erfolg. Wenn du nun weiter machst, wirst du ganz bestimmt immer sicherer werden, so wirst du dann auch auf deine Umgebung wirken und es muß dir nicht mehr unangenehm sein, weil du dann eben nicht mehr so hilflos und verloren wirkst, was du ja eigentlich auch gar nicht warst, sondern eben nur sorgfältig, um nichts verkehrt zu machen.
Ja, da wäre dir ein schneearmer Winter nun echt zu wünschen, damit du auch dann weiter rausgehen kannst, weißt du was, schick den ganzen Schnee zu mir, lach, ich mag ihn sehr und wir hatten hier schon so lange keinen mehr in solcher Menge, wie sicher im Winter bei euch! 😊❤
Gedanken aufschreiben tut wirklich gut und ich hoffe, der Tee hat dich wieder in die nötige Balance gebracht, wünsche dir eine gute Nacht und einen schönen neuen Tag wieder, liebe Grüße
Monika.

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Liebe Monika,
Danke für Deine motivierenden und aufmunternden Worte.
Stimmt es ist schön, dass es noch aufmerksame Menschen gibt. Und die Begegnung mit dem jungen Mann, dessen Handy uns die Kommunikation erleichtert hat, wird mir immer in Erinnerung bleiben. 🙂
Gut, vielleicht hilft es, wenn man Petrus und dem himmlischen Wetterdienst einen Brief schreibt. *lach*
Ja, der Tee hat mir wirklich geholfen, etwas zur Ruhe zu kommen.
Gute Nacht und auch Dir einen schönen Tag.
liebe grüße Jacqueline

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