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Handgemachte Wesen und ihre Geschichten Kiki, das Elfenkind

Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 13

Alle Teile dieser Geschichte sind in der Kategorie „Kiki das Elfenkind“ nachzulesen.

Der Flug mit der Einhornkutsche ging ganz ruhig und gemütlich von statten.

Während des Fluges fragt Kiki: „Prinzessin Marissa? Warum können die Gründer von Weißmagien nicht selbst regieren?“ Marissa lächelt Kiki an und antwortet: „Weil sie an die Menschenwelt gebunden sind. Sie können immer nur für kurze Zeit im Geiste reisen. Die Menschen nennen dies Fantasie. Und eben, weil sie die meiste Zeit in der Menschenwelt verbringen müssen, braucht es jemanden, der Weißmagien regiert. Verstehst Du das?“ Kiki nickt. Dann sieht sie wieder ganz ruhig aus dem Fenster und streichelt nebenbei das schlafende Rehlein Lina.

Die 7 Türme des Schlosses sind schon sichtbar. Sie sind rund und oben die Dächer sind spitz zulaufend.

Die Einhornkutsche landet. Lina erwacht, gähnt, streckt sich und sagt: „Oh, alles so verändert hier. Wo sind wir, Kiki?“ „In Friedensreich. Wir sind eben im Schlosshof gelandet.“, antwortet Kiki und steigt aus. Dann hilft man auch Lina aus der Kutsche. Mit einem breiten grinsen im Gesicht steht Jason da, um die angekommene Gesellschaft willkommen zu heißen.“

Das Schloss ist gemauert. In den Schlossmauern sind magische, leuchtende Kristalle eingearbeitet, die den Bewohnern des Schlosses zusätzlichen Schutz bieten sollen. Diese Kristalle sorgen für ein Schutzfeld, um das Schloss herum, und im Schloss selbst tauchen sie die Räumlichkeiten stets in warmes Licht.

Um das Schloss herum wachsen Rosenbüsche. Die Dornen der Rosenbüsche bilden auch ein Schutzfeld um das Schloss herum, lassen nur Menschen und Wesen durch, die in guter Absicht handeln. Verantwortlich dafür, dass dies funktioniert, sind die Rosenamazonen. So werden die Rosenfeen genannt, die in Form dieser Rosenbüsche das Schloss vor unerwünschten Eindringlingen schützen. Wenn jetzt jemand in böser Absicht etwas geplant hat, kommt derjenige nicht weit, weiler geradewegs in eine Dornenmauer rennt. Die Rosenamazonen haben nämlich, genau wie alle anderen Feen, die Fähigkeit, in die Herzen anderer Wesen und Menschen zu sehen.

Im Falle von Kiki und Lina öffnet sich die Dornenmauer und sie können hindurch gehen.

Im Schloss selbst ist alles sehr bodenständig eingerichtet. Man merkt, dass hier ein Herrscher regiert, dem Gold und Geld weniger wichtig ist, sondern vielmehr das Wohl der Wesen und Völker in Weißmagien. Diese bodenständige Art gefällt Kiki.

Es ist Abend geworden. Der Speisesaal ist festlich geschmückt, mit Blumen. Lina, das Bambi ist schon so hungrig, dass sie versucht, von den Blumen zu kosten. Jedoch halten Kiki und Prinzessin Marissa sie davon ab, denn nicht alle Blumen sind ungiftig. Für Lina war ein Festtagsmenü, aus Gräsern, Obststückchen und Blättern vorbereitet worden. Kiki bediente sich gemeinsam mit Jason und Marissa am Festtagsbuffet. Das Buffet übrigens rein vegetarisch.

Barden spielten auf ihren Instrumenten und sangen. „Was für ein gelungenes Fest!“, freut sich Kiki. Und auch Bambi Lina hüpft und tanzt ausgelassen zur Musik.

Fortsetzung folgt, Teil 14, der Abschluss, und zwar heute Abend. Wer will kann sich schon für heute Abend, für das Projektfinale einen Sekt kalt stellen. 😉

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 12

Alle Teile dieser Geschichte sind in der Kategorie: „Kiki, das Elfenkind“, nachzulesen.

Die Nacht bricht herein, und Lina fühlt sich schrecklich einsam. Sie liegt unter dem Lindenbaum und knabbert noch an ein paar Grashalmen.

Ein rascheln ist zu hören, dann Schritte. „Lina!“, ruft halblaut eine Stimme. „Mami!“, ruft Lina. Die Mutter legt sich neben sie. „Ich kann Dich ja nicht einfach alleine lassen, einen Tag vor Deiner Abreise. Ganz dicht liegen Mutter und Tochter beisammen und Lina atmet mit tiefen Atemzügen den vertrauten Geruch der Mutter ein. Irgendwann schlummern beide friedlich.

Im Morgengrauen wundert sich Mayara Morgentau, wieso Lina noch da ist und neben ihrer Mutter unter dem Lindenbaum schläft. Im Elfenhaus von Lariel ist noch alles dunkel, da möchte sie noch nicht stören.

In diesem Augenblick erwacht Lilli, die Rehmutter. Der erste Blick aus ihren verschlafenen Augen fällt direkt auf Mayara. Diese sagt leise: „Guten Morgen, Mutter Reh, ich möchte ja nicht zu neugierig sein, aber warum ist Deine Tochter Lina noch da?“ Lilli setzt sich auf und antwortet: „Ach, die Abreise ist gestern etwas daneben gegangen. Aber heute wird sie wiederholt.“

Mayara ist es unangenehm, weiterzufragen, darum lässt sie es gut sein, verabschiedet sich und fliegt weiter.

Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel. „Guten Morgen, Kiki!“, ruft Linruna Feenlicht. Kiki reckt und streckt sich. „Es ist Post von Jason gekommen, Ihr werdet am frühen Nachmittag abgeholt. Ich soll mit Dir zum großen Lindenbaum, ganz in der Nähe von Deinem Zuhause fliegen. Dort ist der Treffpunkt, um 14:00 Uhr.“ Kiki nickt und ruft fröhlich: „Guten Morgen! Können wir schon früher aufbrechen? Dann können Lina und ich noch ein bisschen spielen.“ „In Ordnung, aber ich muss noch kurz in den Wald fliegen und ein paar Dinge erledigen. Ich hoffe, ich kann Dich hier einstweilen alleine lassen? Hier auf dem Tisch ist Dein Frühstück gerichtet. Jetzt bist Du derweil meine Hauselfe.“ Den letzten Satz sagt Linruna mit einem Augenzwinkern und Kiki schmunzelt.

Auch Lina hat schon gefrühstückt und besucht einstweilen den Waldtierkindergarten. Auch sie hat die Mitteilung erhalten, dass um 14 Uhr der Treffpunkt bei der großen Linde ist. Kiki schickt Lina telepathisch noch die Nachricht, dass sie schon früher dort sein soll, so gegen Mittag, damit sie beide noch etwas spielen können.

Lilly rollt das Tuch sorgfältig zusammen, auf dem sie Nachts gelegen war. Es sollte für Lina eine Überraschung sein. Sie trägt es einstweilen zu Lariel, ins Elfenhaus und fragt: „Du, Lariel, gibt es einen Elfenzauber, der dafür sorgt, dass mein Geruch immer auf diesem Tuch bleibt? Ich bin neben Lina die ganze Nacht, unter der Linde darauf gelegen und möchte es ihr vor der Abreise schenken.“

Lariel nimmt das Tuch, riecht daran, streicht darüber und lässt feinen Elfenstaub darüber rieseln. Dabei murmelt sie einen geheimen Spruch. Dann gibt sie der Rehmutter das Tuch zurück. Dankbar verlässt Lilly das Elfenhaus.

zu Mittag treffen Kiki und Linruna bei der großen Linde ein. Lina, Lariel und Lilly sind schon dort. Eine große Picknickdecke ist aufgebreitet und so essen sie noch allesamt gemeinsam. Danach spielen die Kinder noch ein Weilchen.

Pünktlich um 14 Uhr ist wieder dieses typische Rauschen in der Luft zu vernehmen. „Die Einhornkutsche!“, rufen Kiki und Lina im Chor. Plötzlich steht Mutter Lariel auf, fliegt noch einmal ins Elfenhaus. Es scheint, als hätte sie etwas vergessen. Richtig, das Glöckchen, welches als Hilfsmittel für den Glöckchenzauber diente. Ihr erinnert Euch bestimmt daran.

„Schau Kiki, dies ist das Glöckchen, mit welchem ich Dich immer gerufen habe, als der Glöckchenzauber aktiv war. Jetzt schenke ich es Dir, als Talisman. Auch Lina bekam von ihrer Mutter das Zaubertuch, mit ihrem Duft darauf, als Erinnerung. „Trage es mit Dir und schlafe darauf, so lange Du möchtest, und so lange Du es brauchst.“, sagt sie noch und schmiegt sich an ihre Tochter.

Ein Mädchen steigt aus der Einhornkutsche, die soeben auf der Wiese gelandet ist. „Hallo, guten Tag! Ich bin Prinzessin Marissa von Weißmagien. Ihr müsst aber nicht so förmlich sein, sondern dürft Du, und einfach Marissa zu mir sagen.“

Erstaunt heften sich alle Blicke auf die Prinzessin. Sie ist schlank, blond, trägt ein Kleid mit Blüten darauf und ein Leuchten geht von dem Mädchen aus. Aus allen Poren der Haut kommen Lichtstrahlen. Schon alleine dies ist eine beruhigende Kraft für Rehlein Lina. So langsam wird sie wieder nervös, wenn sie an das Fliegen mit der Einhornkutsche denkt. Aber Prinzessin Marissa hat schon vorgesorgt. Sie stellt vor das Rehlein ein Schälchen hin und sagt: „Trink das, Rehlein. Du wirst dann ruhig und friedlich schlafen. Und wenn Du erwachst, sind wir schon am Ziel. Heute kommt ihr ins Schloss in Friedensreich, erhaltet eine exklusive Führung, und am Abend gibt es ein Festessen, Euch zu Ehren. Morgen bringe ich Euch dann in die Menschenwelt.“, erklärte Prinzessin Marissa, mit sanfter Stimme. Das Reh hatte derweil das Schälchen leer getrunken. Die Mutter legt das Tuch um ihre Tochter, und so wurde Lina als erstes in die Kutsche gehoben, und auf ein Kissen gebettet. Kiki umarmt ihre Mutter, gab ihr ein Küsschen und bedankt sich bei Linruna Feenlicht, für die Gastfreundschaft. Dann steigt sie zu Lina in die Kutsche. „Machts gut!“, rufen Lariel, Linruna und Lilly. Auch Marissa verabschiedet sich und nimmt ihren Platz ein, sodass es nun endlich losgehen kann.

Fortsetzung folgt…

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 11

Ja, heute mal gleich zwei Teile. Dafür gabs ja am Sonntag und am Montag nix von der Geschichte zu lesen. 😉

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Beinahe atemlos kommt Bambi Lina beim Haus der Elfenmutter Lariel an, wo sich Lariel noch mit der Rehmutter Lilly unterhält. Beide staunen nicht schlecht, als Lina plötzlich vor ihnen steht.

„Was ist geschehen?“, fragt die Rehmutter. „Wo ist Kiki?“, fragt Lariel. Lina erzählt alles, so wie es war. Beim Flug wurde es ihr übel, sie landeten und stiegen aus der Kutsche. Dann überkam Lina das Heimweh und außerdem war sie auch sonst mit der Situation überfordert. Darum lief sie davon, … und nun wüsste sie auch nicht, wie es weitergehen soll.

Lina wollte sich gerade an ihre Mutter kuscheln, als die Mutter sie sanft wegstößt und ernst sagt: „Du hast Deine Freundin Kiki einfach im Stich gelassen? Sag mal, tut man das? Schäm Dich! Nein, ich bin nicht böse, aber sehr enttäuscht, Lina.“

„Ach, und was wird nun aus Kiki? Ist sie mit Jason mitgeflogen?“, will Lariel von Lina wissen. Die senkt nur den Kopf und murmelt ein leises „Weiß nicht.“

Zeitgleich im Hause der guten Fee Linruna Feenlicht: „Wer ist Deine Mutter, Kiki? Wir müssen sie schon informieren, was vorgefallen ist, und das Du für heute erstmal bei mir untergekommen bist.“ Bereitwillig antwortet Kiki: „Meine Mutter heißt Lariel. Sie ist Sekretärin im Haus des Elfenrates.“

„Danke!“, sagt Linruna und schreibt eine Nachricht auf das Blatt eines Weidenbaumes. Kurz darauf kommt ein kleiner Vogel beim Fenster herein, nimmt das Blatt mit der Nachricht in den Schnabel, sieht Linruna fragend an und diese sagt: „Bring bitte diese Nachricht zu Lariel, Sekretärin des Elfenrates.“ „Wer ist das?“, zwitschert der Vogel, und zeigt auf Kiki. Dabei fällt ihm das Blatt wieder aus dem Schnabel. Sowohl Linruna, als auch Kiki müssen darüber lachen und Linruna antwortet: „Sie ist Lariel’s Tochter und bleibt heute bei mir.“ Der Vogel nickt verständnisvoll mit seinem kleinen Köpfchen, nimmt das Blatt vom Boden wieder in den Schnabel und fliegt davon.

Linruna versucht Kiki mit selbst gebackenen Kuchen etwas aufzuheitern. Sie isst wohl davon, verkriecht sich aber dann den restlichen Tag in ihrem Lavendelblütenbettchen. Ja, es ist eben jenes, welches Jason ihr geschenkt hat, in dem kleinen Körbchen. Es hat einen Henkel, so kann man es überall hin mitnehmen.

Lilly, die Rehmutter will sich gerade von Lariel verabschieden, da flattert ein aufgeregter Vogel durchs Fenster des Elfenhauses und lässt ein Blatt aus seinem Schnabel, auf den Tisch fallen. Lariel nimmt das Blatt und liest die Nachricht, welche darauf geschrieben steht:

„Sehr Geehrte Elfenmutter Lariel!

Ihre Tochter Kiki ist für heute bei mir untergekommen. Morgen will man dann erneut versuchen, die Reise fortzusetzen. Falls Sie etwas über den Verbleib von Rehlein Lina wissen, geben Sie mir unbedingt bescheid.

Herzliche Feengrüße

Linruna Feenlicht“

Alle Blicke waren nun auf Lina gerichtet. „Sag Du uns, wie es weitergehen soll.“, sagt Lilly, ihre Mutter.“ Einen kurzen Augenblick denkt Lina nach und antwortet: „Ich werde heute unter dem großen Lindenbaum übernachten, nahe dem Elfenhaus, da wo Kiki und ich vergangene Nacht geschlafen haben. Die Einhornkutsche soll mich dort bitte abholen. Es tut mir alles sehr leid, was geschehen ist.“

Lariel schrieb dies auf und der Vogel nahm die Nachricht wieder an sich und flog davon.

Kiki und Linruna atmen erleichtert durch, als sie erfuhren, dass Lina zu Hause aufgetaucht ist. Kiki freut sich außerdem darüber, dass sich Lina morgen doch abholen lassen, und mit ihr kommen will. Sie gibt Jason telepathisch bescheid. Er ist mittlerweile in der Hauptstadt Friedensreich, und im Schloss angekommen.

„Na, siehst Du, Kiki, wird schon alles gut werden.“, sagt Linruna tröstend.

Fortsetzung folgt…

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 10

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Nicht lange, nachdem die Einhornkutsche abgehoben war, mussten sie auch schon wieder anhalten. Lina, dem Bambi war es während dem Flug übel geworden. Na klar, so ein Reh ist es nicht gewohnt, zu fliegen. „Soll ich nicht doch wieder nach Hause? Ich bin für Abenteuer nicht gemacht. Vielleicht sollte ich weiter in den Walttierkindergarten gehen. Ja, ich will zurück! Außerdem vermiss ich meine Mami!“ Jetzt kam das große Weinen. Kiki und Jason hatten große Mühe, Lina wieder zu beruhigen. Sie verlassen die Einhornkutsche und gehen ein Bisschen draußen auf und ab. „Ich mag nicht mehr weiterfliegen!“, schreit Lina. Nun beginnt auch Kiki zu weinen und sagt schluchzend: „Ach Lina! Jetzt sind wir schon so weit gekommen! Und als Freundinnen schaffen wir alles gemeinsam, auch wenn es noch so ungewohnt ist. Bitte, lass mich jetzt nicht im Stich!“

Doch dann, was war nur in Lina gefahren? Sie läuft plötzlich davon, in Richtung Wald. Fassungslos bleiben Kiki und Jason zurück.

„Und was nun, Jason?“, fragt Kiki verzweifelt. Jason stöhnt und antwortet: „Ach, ich bin so blöd gewesen! Hätte dem Rehlein von Haus aus, vor dem Flug einen Beruhigungs- bzw. Schlafzauber verabreichen sollen, damit es diese Reise besser übersteht.“ Kiki legt ihre kleinen Arme um ihn und sagt: „Du bist nicht blöd! Wir hätten alle daran denken müssen. Aber jetzt ist es zu spät!“

Die Einhörner werden nervös. Der Weg bis nach Friedensreich ist zwar nicht mehr weit, aber, niemand weiß, wie es jetzt weitergehen soll. Auch Jason ist in einer großen Zwickmühle. Einerseits muss er dringend zurück, der Regierungsgeschäfte wegen, aber andererseits kann er die arme Kiki da jetzt nicht so alleine zurücklassen. „Lina ist weg, einfach weg!“, schluchtzt Kiki und wirft sich vor Wut, Trauer und Verzweiflung auf den Boden.

Gemeinsam versuchen Jason und Kiki, telepathisch Kontakt zu dem Bambi aufzunehmen, aber es blockt ab, keine Verbindung möglich.

Da, ganz in der Nähe entdecken sie ein Feenhaus. Das Fenster ist offen und eine freundliche Fee guckt heraus. „Ich bin Linruna Feenlicht. Kann ich irgendwie helfen?“, fragt sie, und bittet Jason und Kiki herein. Kiki erzählt aufgeregt, was passiert ist. Und Jason fügt hinzu: „Eigentlich wäre für den Abend die Übergabe an Prinzessin Marissa von Weißmagien geplant gewesen, damit Marissa, die kleine Elfe und das Reh in die Menschenwelt bringen kann, aber dieser Plan ist auch unsicher, ob es so stattfinden kann. Ich muss heute aber dringend nach Friedensreich zurück.“

Die Fee überlegt kurz und sagt: „Kiki könnte erstmal bei mir bleiben. Vielleicht beruhigt sich das Rehlein bald wieder und kommt am Abend aus dem Wald hier her an die Lichtung zurück, dann können wir ihm gut zureden, und es einfangen. Und vielleicht könnte man dann morgen noch eine Kutsche aus Friedensreich schicken, um die Beiden doch abzuholen. Diesmal aber mit einem Beruhigungszaubertrank, für das Reh.“

Jason nickt,nimmt Kiki an die Hand und sagt: „Du, es geht nicht anders. Ich werde Prinzessin Marissa bitten, Euch morgen, mit einer Einhornkutsche abzuholen, und als Zwischenstation ins Schloss, nach Friedensreich zu bringen. Wir sehen uns auf alle Fälle noch, bevor Du endgültig in die Menschenwelt umziehst. Sei nicht traurig. Es wird alles gut werden.“

So verabschiedet sich Jason und macht sich, anders als geplant, vorerst alleine auf den Weg, nach Friedensreich. Kiki bleibt einstweilen traurig bei Linruna Feenlicht zurück.

Fortsetzung folgt…

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 9

Alle Teile dieser Geschichte sind in der Kategorie: „Kiki, das Elfenkind“ nachzulesen.

„Ich muss in den Wald, Bambi Lina suchen.“, ruft Kiki der Mutter zu. Sie lächelt. „Lina? Das Bambi heißt wirklich Lina?“, Kiki nickt. „Sei aber bitte bald zurück. Jason soll nicht lange auf Euch warten müssen, falls er heute noch kommen sollte.“ „Ich bin verlässlich wieder da, sobald ich Lina gefunden habe.“

So streift Kiki durch den Wald. „Liiiiinaaaaa!!!“, ruft sie, und es schallt durch den ganzen Wald. Ein Rabe krächzt von einem Baum herunter: „Das Elfen- und Tierkinder immer so laut sein müssen!“

Gelassen schaut Kiki zu ihm empor, lächelt ihn an und sagt: „Nichts für ungut, mürrischer Gesell! Ich habs aber nun mal eilig.“ „Ja, ja! Dann passt Du ja bestens in die Menschenwelt. Die haben’s dort auch immer eilig.“, erwidert der alte Rabe höhnisch. „Habt Ihr alten nichts besseres zu tun, als auf Bäumen zu hocken, und junge Wesen anzumeckern?“ „Ich krächze, aber meckere nicht. Da musst Du schon zu den Ziegen gehen!“

Kiki atmet geräuschvoll aus und fliegt weg. An der Lichtung wo der Tierkindergarten immer abgehalten wird, ruft sie nochmals: „Liiiiiinaaaaaa!!! Zeige Dich, wenn Du mit mir kommen willst! Wir haben nicht mehr viel Zeeeeeiiiiiit!!!!!“

Zwei Rehe erscheinen plötzlich an der Lichtung. Bambi Lina, und ihre Mutter. „Hi, Kiki! Das ist meine Mutter Lilly.“, sagt Lina freudig. „Ich werde Euch beide nun zu Lariels Haus begleiten, Kiki und Lina. Wir Mütter müssen uns ja auch kennenlernen und ein paar Worte wechseln.“

Während die beiden Erwachsenen im Haus drinnen quatschen, spielen Kiki und Lina auf der Wiese.

Am Abend verabschiedet sich die Rehmutter und geht nach Hause. Lina und Kiki verbringen die Nacht gemeinsam, unter einer großen Linde.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, ist plötzlich ein Rauschen in der Luft. weiße Mähnen flattern in der Luft, und schon bald ist die Einhornkutsche sichtbar. Aufgeregt hopsen Kiki und Lina umher. Jason steigt aus der Kutsche. „Guten Morgen!“, ruft er. „Jason!“, ruft Kiki, läuft zu ihm hin und umarmt ihn. Lariel kommt aus dem Haus. Da plötzlich taucht Rehmutter Lili wieder auf. „Tja, nun ist wohl der Moment des Abschieds gekommen, nicht wahr?“, fragt Lariel. Jason nickt. Lariel und Lilly schenken ihren Mädchen noch viele Liebkosungen zum Abschied, ehe sie in die Kutsche steigen. Nun verabschiedet sich auch Jason von Lariel und der Rehmutter. Schließlich steigt auch er in die Kutsche und dann konnte es los gehen.

„Anschnallen!“, ruft der Kutscher. Alle gehorchen. Lariel und Lilli stehen zusammen und schauen der Einhornkutsche nach, wie sie sich immer höher in die Luft hebt. Irgendwann sieht man nur noch die weißen Mähnen der Einhörner, dann nur noch einen Punkt, und letztendlich ist die Kutsche so weit weg, gar nicht mehr sichtbar.

Lariel und Lilly werden Freundinnen und treffen sich seit Kiki’s und Lina’s Abreise regelmäßig.

Fortsetzung folgt…

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 8

Heute wieder etwas spät, aber immerhin. 😉

Alle Teile dieser Geschichte sind nachzulesen in der Kategorie: Kiki, das Elfenkind.

Beinahe zeitgleich treffen Jason und Kiki bei Lariel’s Elfenhaus ein.

„Da seid Ihr ja, meine Lieben!“, begrüßt Lariel ihre Tochter und den Druiden.

Kiki, Lariel und Jason setzen sich auf der Wiese vor dem Elfenhaus zusammen.

Im Gebüsch sitzt ein stiller Beobachter. Dieser lugt vorsichtig hinter dem Gebüsch hervor, um die Zusammenkunft im Auge zu behalten, und auch mit anzuhören, was besprochen wird.

Lariel hat wieder frische Beeren besorgt, als Beigabe zu dieser sehr wichtigen Unterredung. „Wir machen jetzt auf der Wiese ein Beerenpicknick!“, freut sich Kiki.

Zuerst richtet Lariel das Wort an Jason:

„Also,, Jason, Du hast gesagt, Du wüsstest, wohin Kiki in der Menschenwelt könnte?“ Jason nickt. „Bevor ich Dir mehr darüber verrate, will ich Dich fragen, wie viel weißt Du denn über die Geschichte von Weißmagien? Du und Deine Tochter lebt ja noch nicht so lange hier.“ Lariel will gerade antworten, als Kiki ihr zuvorkommt und erwidert: „Weißmagien ist von Menschen erschaffen worden, hat mir Joe, der Greif, von der Kinderinsel mal erzählt.“ Jason lächelt Kiki an, dann richtet er hartneckig den Blick auf Lariel und fragt: „Und was glaubst, oder weißt Du darüber?“ „Da ich für den Rat der Elfen als Sekretärin tätig bin, weiß ich natürlich, dass unser schönes Land von Menschen erschaffen worden ist.

Jason nickt zufrieden und sagt: „Da seid Ihr ja bestens informiert. Ich finde, es wäre am besten, wenn Du, Kiki, zu den Gründern von Weißmagien kommst, um einen guten Start in der Menschenwelt zu haben.“

Sowohl Kiki, als auch Lariel machen große Augen. Dann beugt sich Kiki zu Jason und flüstert ihm etwas ins Ohr. Dieser blickt die kleine Elfe erstaunt an und sagt laut: „Wieso flüsterst Du? Sag es doch so, dass es auch Deine Mutter hört.“ „Na ja, ähm, insgeheim habe ich mir schon gewünscht, dorthin, zu den Gründern zu kommen.“

Jason ergreift wieder das Wort: „Ihr wisst sicherlich auch, dass ich nicht nur Druide bin, sondern auch der Kaiser von Weißmagien. Ich muss zurück, in die Hauptstadt Friedensreich. Meine Auszeit hier im Wald ist vorerst vorbei. Ich muss mich wieder um die Regierungsgeschäfte kümmern.“

Kiki seufzt. Dann wandern ihre Blicke fragend zwischen Mutter Lariel und Jason hin und her. „Was hast Du auf dem Herzen?“, fragt die Mutter und legt den Arm um ihre Tochter. „Und mein physischer Körper? Wer macht den?“, will Kiki wissen. „Auch dafür ist gesorgt. Den macht die Gründerin höchstpersönlich.“, erwidert Jason. „Und wie komme ich in die Menschenwelt? Kann ich mit Dir nach Friedensreich kommen, und von dort in die Menschenwelt gelangen? Von der Kinderinsel weiß ich, dass Prinzessin Marissa von Weißmagien das Verbindungswesen von Jacqueline, der Gründerin ist.“

„Kiki, Du bist ein kluges Mädchen! Das ist die perfekte Idee, Dich Prinzessin Marissa anzuvertrauen, und das sie Dich hin bringt. Dann kannst Du auch die Gestaltung Deines Körpers genau beobachten.“

„Und, … da wäre noch was…“, stammelt Kiki. „Was denn?“, fragt Jason. „Ich will jemanden mitnehmen, meine Freundin, … das Bambi.“

„Ach Kiki“, sagt die Mutter, die Gründerin kann sich nicht auch noch darum kümmern!“ Unsicher, und mit Tränen in den Augen sieht Kiki zu Jason hinüber. Dieser denkt einen Augenblick nach. Dann erscheint ein Blitz in seinen Augen, als wäre ihm etwas eingefallen. „Ach, das Bambi, dies ist das geringste Problem. Voraussetzung ist, dass Deine Freundin nichts dagegen hat, in der Menschenwelt die Form eines Stofftieres anzunehmen. Was ich weiß, hat sie sogar in ihrer Stofftiersammlung ein Bambi.“

Kiki atmet erleichtert durch und fällt Jason um den Hals.

Ein rascheln ist im Gebüsch zu hören, und dann klingt es, wie ein erfreutes Hüpfen. Ja, der heimliche Beobachter war das kleine Reh.

„So, nun haben wir glaube ich alles geklärt. Mach Dich bereit, wir brechen bald auf. Eine fliegende Einhornkutsche wird uns abholen.“

Nun erkennt auch die Mutter, dass es langsam aber sicher Zeit wird, von ihrer Tochter Abschied zu nehmen.

Fortsetzung folgt…

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 7

Da mich die Elfenohren beim Annähen heute Früh schon so zur Weißglut gebracht haben, weil sie sich beim annähen immer angelegt haben, habe ich beschlossen, beim Basteln eine Pause einzulegen, und die Zeit zum Weiterschreiben der Geschichte zu nutzen, bis sich meine Nerven wieder beruhigt haben. 😉

Also, hier jetzt schon Teil 7…

Was bisher geschah:

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6

Auf ihrem Rundflug durch den Wald, trifft Kiki eine andere, junge Elfe und beobachtet diese dabei, wie sie das morgendliche Wecken der Vögel und Insekten vornimmt.

„Hallo! Wer bist denn Du?“, fragt Kiki neugierig. Die andere Elfe lächelt Kiki an und erwidert: „Mein Name ist Mayara Morgentau. Der Rat der Elfen hat mich, als Deine Nachfolgerin bestimmt, weil Du ja bald nicht mehr da bist.“

„Mayara Morgentau! Herzlich willkommen! Und Dein Name ist so wunderschön, zum Dahinschmelzen, wie ein Tautropfen!“, meint Kiki und atmet die Morgenluft tief in sich ein.“ Mayara Morgentau, sichtlich gerührt, reicht Kiki die Hand und sagt: „Du darfst mich gerne begleiten.“

An der Waldlichtung sitzt das kleine Reh, mit welchem Kiki Freundschaft geschlossen hat. Dicke Tränen kullern aus den kleinen Rehaugen. „Wart mal, Mayara, ich muss mal zu dem kleinen Reh hin, ein Freund von mir. Es scheint traurig zu sein.“, sagt Kiki. Mayara nickt.

„Aber was ist denn mit Dir los? Warum weinst Du denn?“, fragt sie das junge Reh. „Ach Kiki, im Wald spricht es sich schnell herum, dass Du bald nicht mehr hier leben wirst. Ich würde so gerne mit Dir gehen.“

Sanft streichelt Kiki das Bambi und antwortet beruhigend: „Weißt Du was? Heute am Nachmittag ist eh wieder eine Unterredung mit meiner Mutter, an der auch Druide Jason teilnehmen wird. Ich werde mit meiner Mutter und Jason darüber reden, ob es eine Möglichkeit gibt, dass Du mich begleiten kannst.“

Nun fühlt sich das Bambi wieder getröstet und auch Mayara Morgentau ist hinzugetreten und streichelt das Rehlein zur Begrüßung und zum Trost. Das Reh schluchtzt noch etwas. Dann sagt es: „Kiki, ich denke, Mayara Morgentau ist eine würdige Nachfolgerin für Dich.“ Kiki erwidert lächelnd: „Na ja, vielleicht hatte da auch meine Mutter die Finger im Spiel, denn sie arbeitet ja im Ratshaus, für den Rat der Elfen als Tekresärin, … oder so ähnlich.“

An der Waldlichtung ist auch immer der Wildtierkindergarten, in welchem Kiki auch tagtäglich mitgearbeitet hat. Mayara fliegt weiter, während Kiki dort bleibt. Auch dort gibt es an diesem Morgen für Kiki eine Verabschiedung. Manche Tierkinder sind traurig, wie das Rehlein, manche freuen sich darüber, dass Kiki einen anderen Weg gefunden hat, ja, auch hier gibt es unterschiedliche Reaktionen. Die Tierkinder haben einen Tanz einstudiert, den sie zum Gesang und Klang der Vögel und Insekten aufführen.

Ja, es war ein rührender Abschied. Es wurde ein großes Abschiedsfest gefeiert.

Kurz nachdem das Fest zu Ende war, erklingt ein Glöckchen. Das ist Mutter Lariel, mit dem Glöckchenzauber.

Weiter zu Teil 8 …

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 6

Was bisher geschah:

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5

Im Morgengrauen klopft es plötzlich bei Jason an die Türe. Da er ohnehin schon wach war, öffnet er und wer steht vor der Tür? Elfenmutter Lariel.

„Du meine Güte, Lariel, wo warst Du? Ich habe Dir gestern Abend Dein schlafendes Töchterlein ins Haus gebracht, und Dich dabei nicht angetroffen.“

„Ich war bei meiner Freundin, der Waldfee Aurea Silvae (Licht des Waldes). Wir haben die ganze Nacht verquatscht.“

„Was hast Du auf dem Herzen, weil Du so früh, im Morgengrauen zu mir kommst?“, fragt Jason einfühlsam und führt Lariel hinein. Dann schließt er die Tür.

Sie seufzt tief. „Einerseits wollte ich Dich um noch ein Fläschchen Glöckchenzaubertrank bitten, und andererseits…“ „Der Glöckchenzaubertrank ist schon in Deinem Haus. Als ich Kiki nach Hause gebracht habe, dachte ich daran, dass ein weiteres Fläschchen notwendig sein könnte und nahm es mit.“, unterbrach Jason die aufgeregte Lariel.

„Andererseits wollte ich Dich fragen, ob Du mit meiner Tochter über ihre Pläne, in die Menschenwelt zu gehen/fliegen, gesprochen hast, oder war dies ein anderer Druide?“

Jason nickte. „Das war ich. Ich kann verstehen, dass diese Entscheidung, dieser Weg Deiner Tochter für Dich noch schwer zu verstehen ist, aber Du wirst gewiss Deinen Frieden damit finden. Außerdem ist Kiki ja nicht aus der Welt und kann Dich/uns immer wieder besuchen. Nur weil sie dann einen physischen Körper hat, heißt das nicht, dass sie in dieser „Hülle“ auf immer und ewig eingesperrt ist. Sie kann aus dem Körper hinaus, und wieder hinein schlüpfen.“, erklärt Jason.

„Eben, das stand für mich so im Widerspruch. Einerseits ist sie so ein Wirbelwind, und andererseits wünscht sie sich, die Erfahrung zu machen, wie es in einem physischen Körper ist.“, entgegnet Lariel.

„Anfangs, als ich ihr gesagt habe, dass sie in der Menschenwelt eine andere Form annehmen müsste, war Kiki ebenfalls skeptisch, hat wie Du gedacht, sie wäre da dann eingesperrt. Jedoch, nachdem ich ihr alles, so wie Dir jetzt, erklärt habe, sah Kiki ein, dass so eine Hülle ihr auch Schutz und Ruhe bieten würde. Gestern Abend hat sie mir konkret gesagt, wie sie sich ihren Körper in der Menschenwelt vorstellt. Kurz darauf ist sie vor Erschöpfung mitten im Wald eingeschlafen.“

„Oh je, und mein Haus war die ganze Nacht unbewacht?“, fragt Lariel erschrocken.

„Nein, nein, meine Liebe. Einer meiner Waldfreunde, ein großer Hirsch sorgt für Sicherheit.“, sagt Jason tröstend. „Aber hoffentlich erkennt der Hirsch mich als eigentliche Hausbesitzerin und greift mich nicht an.“ „Das wird nicht passieren. Außerdem werde ich ihm telepathisch mitteilen, dass Du auf dem Weg bist. Nur keine Sorge. Und heute komme ich zu Dir, und wir werden gemeinsam die Unterredung mit Kiki zu Ende bringen und letzte Details klären, denn ich habe schon eine Idee, wo Kiki in der Menschenwelt unterkommen könnte.“

Dankbar umarmt Lariel den Druiden Jason und verabschiedet sich. Zum Abschied sagt Jason noch: „Du wirst sehen, es wird alles gut.“

Zuhause angekommen, liegt Kiki noch immer schlafend in ihrem Lavendelblütenbettchen. Geschwind mischt Mutter Lariel wieder die 3 Zutaten in den Zaubertrank, das Stück Fingernagel, das Haar und den Blutstropfen. Dann stellt sie das Fläschchen wieder auf den Tisch und legt einen Zettel dazu, auf welchem steht: „Trink das, bevor Du wegfliegst. Hab Dich lieb, Deine Mami.“ Danach macht sich Lariel wieder auf, um in die Arbeit zu fliegen. Kiki ist wieder allein.

Kurz nach Abflug der Mutter erwacht Kiki und wundert sich, weil sie nicht mehr im Wald ist, sondern zu Hause. Bald entdeckt sie das Fläschchen mit dem Zaubertrank, schüttelt es etwas und trinkt. Danach fliegt auch Kiki hinaus, in den neuen Tag.

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 5

Was bisher geschah:

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4

An diesem Abend hatte Kiki eigentlich vor, nicht im Elfenhaus, bei ihrer Mutter zu schlafen. Doch es kam anders. „Endlich ist es raus.“, denkt sich die kleine Elfe und schleicht durch den Wald, auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz.

„Hallo Kiki!“, ruft plötzlich eine Stimme. Dann steht Druide Jason vor ihr. „Na, wie gehts, meine Kleine? Brav bei Deiner Mutter gewesen? Habt Ihr Euch endlich ausgesprochen?“, will er wissen. Kiki lässt sich seufzend auf dem Waldboden nieder. „Ja, ich habe es ihr gesagt. Sie hat mich übrigens mit einem Glöckchen angelockt. Und das seltsame daran war, ich war schon ganz schön weit weg, von daheim, und habe das Glöckchen trotzdem gehört.“

Jason lacht verschmitzt. Dann meint er: „Du sollst wissen, ich habe etwas nachgeholfen, mit dem Glöckchenzauber. Deine Mutter hat es ja immer schwer, Dich einzufangen.“

Bevor Kiki etwas antworten kann, fragt Jason: „Und, wie hat Deine Mutter reagiert?“ „Na ja, geht so, sie muss es erst sacken lassen sozusagen. Es war etwas viel für sie, dass ich ausgerechnet in die Menschenwelt möchte. Aber weißt Du, Jason, hier bin ich so ruhelos. Jeden Tag der gleiche Trott. Morgens Vögel und Insekten wecken, untertags mit kleinen Waldtieren spielen, … das füllt mich nicht mehr aus. Ich brauche Abwechslung. Und zusätzlich sollte mir mein physischer Körper in der Menschenwelt Ruhe, Schutz und Ausgeglichenheit bieten, wenn ich darin verweile. Dafür will ich gerne meine Fröhlichkeit und Gelassenheit mit den Menschen, und der Natur, um mich herum teilen. Ich möchte gerne wissen, wie es so ist, einen physischen Körper zu haben, am liebsten einen, liebevoll von Hand gefertigten Puppenkörper, nicht zu groß, mit duftenden Lavendelblüten darin. Uaaaahhh, bin ich auf einmal müde! Ein Bett aus beruhigend duftenden Lavendelblüten wäre jetzt wirklich fein!“

Kiki spricht diese Sätze in einem Fort. Schließlich, nach Beendigung des letzten Satzes, lässt sie sich nach hinten, auf den Rücken fallen und schläft sofort ein.

„Tja, ich kann die Kleine jetzt aber nicht so allein, mitten auf dem kalten Waldboden liegen lassen“, sagt sich Jason halblaut und hebt die schlafende Kiki vorsichtig hoch, um sie auf seiner Hand in sein Haus zu tragen. Eine Feenfreundin, Namens Lavendula Ruhesanft hatte ihm neulich Lavendelblüten vorbei gebracht, mit den Worten: „Du wirst sie schon noch brauchen.“, und nun war es soweit. Er füllt Lavendelblüten in ein kleines Säckchen und legt es in ein Körbchen. Dann legt er die kleine Kiki hinein, sodass ihr Kopf genau auf dem Lavendelsäckchen zu liegen kommt. Schließlich geht Jason aus dem Haus, um Lariel ihre schlafende Tochter zu bringen. Vorsichtshalber nimmt er auch noch ein Fläschchen Glöckchenzaubertrank mit, sollte der alte morgen nicht mehr wirken.

Doch, als Jason mit der schlafenden Kiki beim Elfenhaus der Mutter ankommt, ist diese nicht zu Hause anzutreffen. „Wo ist sie nur?“, fragt sich der Druide und kratzt sich nachdenklich am Kopf, was er nun tun sollte. „Ach, ich lasse Kiki hier. Sie kommt morgen Früh sicher alleine zurecht.“, denkt sich Jason und verlässt leise das Elfenhaus. Ganz wohl ist ihm dabei nicht. Er lässt einen großen Hirsch rufen. Dieser sollte das Elfenhaus bewachen, böse Eindringlinge notfalls mit seinem Röhren verschrecken und dem Druiden bescheid geben, sobald Mutter Lariel wieder zu Hause angekommen ist. Immer wieder die quälende Frage: „Wo ist sie nur? Wo ist sie nur?!“ Der Druide findet diese Nacht keinen ruhigen Schlaf.

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Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 4

Spät aber doch, hier und heute Teil 4, von Kiki’s Geschichte…

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„Also, Kiki, nun hast Du die Möglichkeit, mir frei heraus zu sagen, was Du wirklich möchtest. Ich entschuldige mich bei Dir, dass ich so oft überreagiert habe. Zwischendurch war ich zu fürsorglich und habe vergessen, dass ein Elfenkind schon von Geburt an, mit allen wichtigen Instinkten und Fähigkeiten ausgestattet ist.“

Kiki lächelt ihre Mutter an und kaut vorerst nur ruhig an der Hand voll Beeren, die sie sich eben in den Mund gesteckt hatte. Mutter Lariel lässt ihr die Zeit, die sie braucht. „Wir haben alle Zeit der Welt.“, denkt sie sich und kostet ebenfalls von den Beeren.

„Also, Mami, ich möchte…“, Kiki räuspert sich. „Ich möchte…“ „Nun sag schon!“, seufzt Lariel. „Ich möchte, … in die Menschenwelt.“, platzt es nun aus Kiki heraus.

Mit vielem hat die Elfenmutter gerechnet, aber damit nun wirklich nicht. Stille herrscht im Elfenhaus, um das eben gehörte sacken zu lassen.

„Was ist denn, Mami? Du wolltest wissen, was ich möchte, und ich habe es Dir gesagt.“, meint Kiki und sieht ihre Mutter mit einem unschuldigen Blick an. „Aber was willst Du denn in der Menschenwelt? Die Menschen, die meisten zumindest, halten uns Elfen, Feen und Naturgeister ja leider nur noch für Märchengestalten. Die sehen Dich ja nicht einmal, wenn Du vor ihrer Nase herumflatterst.“, meint Lariel und schlägt, nach Beendigung des letzten Satzes die Hände über dem Kopf zusammen.

Wieder ein Moment des Schweigens. Schließlich antwortet Kiki: „Es soll aber vereinzelt Menschen geben, die noch an uns glauben. Das hat mir ein Druide erzählt, den ich neulich im Wald getroffen habe. Der alte Mann meinte zu mir“: „Ach, Du liebes Elfenkind! So ein fröhliches Wesen wie Du bräuchte es in der Menschenwelt. Als Elfe der Gelassenheit könntest Du gute Dienste tun.“ „Der Druide hat gesagt, er würde mich unterstützen, damit ich zu einem Menschen komme, der an uns Elfen glaubt, hat aber auch gemeint, ich müsste einen Körper annehmen, in eine, … Wie meinte er? – In eine physische Hülle schlüpfen,, eben weil nicht alle Menschen uns Elfen sehen bzw. wahrnehmen können.“

Der Elfenmutter Lariel kam ein leiser Verdacht, um welchen Druiden es sich handeln könnte. Aber ihre Tochter Kiki meinte: „Können wir bitte morgen weiterreden? Ich kann schon nicht mehr sitzen.“ Und auch Lariel musste einsehen, dass es für heute genug war. So öffnete sie Türe und Fenster, und entließ ihre Tochter Kiki, für den Moment. Dabei hoffte sie, dass der Glöckchenzauber auch noch morgen wirken würde, denn Jason meinte, er würde nur wirken, bis sich Mutter und Tochter ausgesprochen hatten. Noch waren sie, aus Lariel‘s Sicht, aber noch nicht ganz mit der Unterredung fertig.

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