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Keinen Schlaf gefunden und Fellpflege

Nachts von gestern auf heute fand ich nicht in den Schlaf. Die Katzen waren auch irgendwie so unruhig. Einmal da wäre ich beinahe weggedämmert, da riss mich ihr Radau wieder aus dem Schlaf, und seitdem war nix mehr mit schlafen.

Vormittags kam ich auch noch ganz gut durch, war sehr aktiv. Und als ich die Lucky streichelte bemerkte ich, dass sie ziemlich haart, viel Unterwolle verliert. Also habe ich zuerst die Fellbürste geholt und sie damit gebürstet, wow, da kam einiges raus!!! Das muss ich/müssen wir nun öfter machen. Als nächstes habe ich diesen Handschuh genommen, … – weiß eigentlich gar nicht, wie man den nennt, … der hat so Noppen an der Handinnenfläche. Damit kann man der Katze dann durchs Fell fahren, die Katze wird so einerseits massiert, und andererseits werden mit dem Fellhandschuh auch überschüssige Haare entfernt. Ja, die verfangen sich regelrecht in dem Handschuh. Diese Fellbürste und den Handschuh haben wir bekommen, gehörte zu Merlins Zubehör, noch vom Vorbesitzer.

Apropos Merlin, den hab ich, als er mal ruhig am Sofa lag auch mit dem Handschuh gestreichelmassiergebürstet. 😉 Hat er auch genossen, wobei er bald in den Spieltrieb überging und sich am Handschuh festkrallte, ihn abschleckte, und weißgott was. Da war aus mit Katzenwellnes, 😉 eher erachtete er meine, sich bewegende Hand mit dem Fellhandschuh als Spielobjekt. Da wusste ich, es war genug fürs erste.

Ja und zum frühen Nachmittag hin, kam bei mir so der tote Punkt, bin sogar etwas eingenickt. Werde heute sicher früher ins Bett gehen.

Und ja, bin gespannt, wie sich das mit der Fellpflege/bürsten so als Ritual im Alltag etabliert. Die Franzi ist noch gar nicht in den Genuss gekommen. Die wuselt ständig rum. 😉

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Bin fassungslos – Trauerpfeil mitten ins Herz😖👼🌈

Ich bin fassungslos! Habe von einer Cousine erfahren, dass ihre Mutter = meine Tante verstorben ist, bereits am 6. Jänner. Ihre Mutter=meine Tante war erst 64 Jahre alt, viel zu jung, um zu sterben.

Kaum hatte ich die Todesnachricht gelesen, durchfuhr es mich wie mit einem Trauerpfeil, mitten ins Herz. Jetzt, als Erwachsene hatte ich zwar nicht mehr so engen Kontakt zu der Tante, aber als Kind. Sie lebte in dem selben Haus, wie meine Oma mütterlicherseits, sozusagen im Erdgeschoß. Und immer, wenn ich Zeit bei meiner Oma verbracht habe, war ich auch oft bei ihr zum plaudern, auch mal zur Jause eingeladen, etc. Ja, mein Onkel, einer der Brüder meiner Mutter ist nun Witwer. 😦 Aber zum Glück gibt es mehrere Kinder und Schwiegerkinder und daraus resultierend auch Enkelkinder. Ja, ich wünsche ihm, dass er in dieser schweren Zeit liebevoll umsorgt wird, vom Rest der Familie.

Es gibt auch eine Traueranzeige im Internet, mit dem Parte und Kondolenzbuch/virtuellen Gedenkkerzen.

In mir ist es still. Mir fehlen (noch) die richtigen Worte, für einen Eintrag im Kondolenzbuch, möchte das aber bald machen, vielleicht morgen, oder am Montag, mal sehen.

Das Herz

kann ein Tempel

der Freude sein,

wo lautes lachen

in den heiligen Räumen wiederhallt.

Das Herz kann jedoch ebenso

ein Tempel der Trauer sein,

wo nur Stille herrscht,

weil kein Wort angebracht ist.

Im Tempel meines Herzens

werde ich alle schönen Erinnerungen

mit Dir aufbewahren,

denn in all unseren Herzen

lebst Du weiter.

15.01.2022

Ja, dieser Herztempel-Text kam mir grad so spontan in den Sinn. – wäre vielleicht doch schon was, fürs Kondulenzbuch. … Evtl. stell ich den obigen Text morgen rein, heute muss ich es mal sacken lassen, und der stillen Fassungslosigkeit in mir Raum geben. 😦

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Ein Mittwoch mit Höhen und Tiefen

Heute hatte der Philipp einen freien Tag, weil der Heizungableser kam. Wir, insbesondere Philipp, war für 3 Wohnungen verantwortlich, also den Techniker reinlassen, dann wieder ordnungsgemäß absperren usw. Bei unserer Wohnung und in der von der Schwiegermutter hat alles geklappt, jedoch, bei der dritten Wohnung einen Stock über uns, funktionierte der Schlüssel nicht. Der ging nicht mal ins Schlüsselloch. Dabei war sich Philipp sicher, den richtigen Schlüssel gehabt zu haben. Dieser Schlüssel wird extra verwahrt, ist also nicht am Schlüsselbund, und ansonsten haben wir eigentlich keine Extra-Schlüssel in der Schublade liegen. Also hat er den Nachbarn angerufen, der noch in Wien weilt, hat dann das Handy an den Heizungstechniker übergeben und der Nachbar hat für Freitag noch einen Termin bekommen, dann ist er selber da. Die ganze Sache war dem Philipp echt peinlich. Er tat mir richtig leid. 😦

Um die Stimmung wieder etwas aufzulockern, waren wir in der Stadt, zuerst im Nordseerestaurant was essen, und schließlich noch etwas bummeln und ein paar Sachen einkaufen. Das war wieder schön.

Beim Heimkommen ging dem Philipp ein Reißverschluss seiner Bauchtasche kaputt, als er seinen Schlüssel rausholen wollte. Und alles, was in der Tasche, in dem Fach war, landete auf dem Boden, auch das Handy. Zum Glück ist es gut durch die Hülle geschützt. Wäre ja zusätzlich blöd gewesen, wenn das, noch recht neue iPhone einen Schaden genommen hätte. Also alles aufsammeln und dann konnten wir endlich hoch gehen in die Wohnung.

Ja, der heutige Tag war durchwachsen. Aber wenigstens sind wir alle gesund und munter. 🙂

Mit der Geschichte bin ich heute nicht weiter gekommen, da möchte ich aber dennoch versuchen am Ball zu bleiben. Gestern habe ich Kapitel 3 und 4 geschrieben, und ich möchte morgen wieder weiterschreiben.

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Schwieriger Start ins Jahr 2022

Das Jahr hat für meinen Mann Philipp nicht so gut begonnen. Seit Samstag, genau seit dem 1. Januar litt er unter Durchfall, fühlt sich müde und abgeschlagen. Schonkost ist momentan angesagt. Am Sonntag meinte er, es ginge schon wieder, hat wieder normal gegessen, ein Bier getrunken, am Sonntag waren wir sogar noch/wieder ganz normal spazieren, doch dann kam am Montag der Rückfall. 😦 Seither trinkt er nur noch Tee und isst Zwieback. Ja er meint sogar, im Moment hat er gar keine Lust auf Bier.

Gestern hat er, auf Anraten seiner Schwester einen Coronatest gemacht, und dieser ist zum Glück negativ. Na, wenigstens etwas.😌

Nun hoffen wir, dass es schnell wieder bergauf geht und das das Jahr doch noch eine positive Richtung einschlägt. Letztes Jahr hatte er ja im Jänner den Sturz, mit Schulterbruch. Ja klar, dagegen ist so eine Magendarm-Geschichte ja nichts, aber trotzdem, wer will schon so miserabel in ein neues Jahr starten?

Mir kam so der Gedanke, vielleicht lag/liegt es am Sushi, dass wir am Silvesterabend gegessen haben. Mir geht es zwar gut, aber vielleicht war bei ihm was dabei, bei seiner Sushi-Portion, was nicht mehr so in Ordnung war, und, ich sage mal so, eine kleine Lebensmittelvergiftung ausgelöst hat. Nein es liegt mir fern, irgendwelche Diagnosen zu stellen, aber man macht sich halt so seine Gedanken. Seit er auf Schonkost ist, hat er wenigstens keinen Durchfall mehr, fühlt sich aber dennoch noch etwas matt und abgeschlagen.

Da fällt mir gerade ein, … ich hatte ja im Bericht Weihnachten 2021 darüber geschrieben, dem Onkel Ronald+Karin ging es ja auch nicht gut. Und dem Philipp.ging es am 26. Dezember Abends schon mal kurz nicht so gut, er erholte sich dann aber wieder, wobei das nur „die Ruhe vor dem Sturm“ war, denn weniger als eine Woche später traten bei ihm die selben Symptome auf, wie beim Onkel Ronald. – mag sein, dass, unabhängig von Corona noch irgendein anderer blöder Virus in der Luft liegt, wer weiß? … Tja, ich bin im Moment die Einzige, die noch überhaupt nix abgekriegt hat und ich will hoffen, dass dies so bleibt.

Gute Nacht und bleibt alle gesund. 🙂

PS.: Ja zuerst schrieb ich am 1. Januar, dass wir gut im Jahr 2022 angekommen sind/wären, da war mir aber noch nicht klar, dass es ihm so schlecht geht, das kam erst im Laufe des Tages.

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ausführlich gebloggt – Nachtrag Bericht Weihnachten 2021

So, nun finde ich endlich die Muse, um über unser Weihnachten 2021 zu berichten:

Also am 24. Dezember sind wir ja rausgefahren, nach Niederösterreich. Zuerst von Klagenfurt nach Wien, dann weiter von Wien nach Mistelbach und in Mistelbach holte uns dann Onkel Ronald vom Bahnhof ab. Wir fuhren erst einmal zum McDrive, um uns etwas zum Mittagessen zu holen. Gegessen haben wir schön gemütlich auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Danach sind wir weiter nach Zistersdorf gefahren, und waren endlich am Ziel. Wie erwähnt haben Philipp und ich den Abend des 24. Dezember ganz für uns, aßen Brötchen und machten einen Spaziergang zum Atelier meines Onkels, wo die beleuchtete Krippe im Schaufenster stand.

Am 25. Dezember waren wir untertags auch die meiste Zeit alleine. Dies machte mir allerdings nichts aus. Ich war so irrsinnig müde! Erst zu Mittag konnte ich mich richtig aufraffen, um aufzustehen. Aber wie gesagt, wir hatten keinen Stress. Am Abend des 25. Dezember kam mein Cousain, der Sohn vom Onkel Ronald. zu fünft feierten wir Weihnachten (Ronald, Karin, Philipp, ich und mein Cousin Nicolai). Zum Essen gab es Truthahn mit Rotkraut und Knödeln. Es war ausgezeichnet, aber auch sehr üppig. Üppig fiel dieses Jahr auch die Bescherung aus, wir wurden alle reich beschenkt. Nicht nur mit materiellen Dingen, sondern das wichtigste war die gemeinsame Zeit, die wir miteinander verbrachten. Es war sehr harmonisch und stimmungsvoll. Um halb 12, 23:30 war dann vorerst die Weihnachtsfeier beendet.

Am Mittag des 26. Dezember kam Karins Mutter, mit ihrem Mann. Es wurde wieder Truthahn gegessen, dann am Nachmittag war ein weiteres Mal Bescherung. Nach Kaffee/Tee und Keksen zogen Philipp und ich uns etwas zurück, während Onkel Ronald mit Karins Stiefvater Karten spielte. Am Abend fuhren Karins Mutter+Mann wieder nach Hause. Dem Philipp ging es am Sonntagabend nicht so gut. Ihm war etwas schlecht, wahrscheinlich hat er sich etwas überessen. Er ging bald schlafen.

Montag, der letzte Tag unseres Aufenthaltes: Philipp ging es wieder gut, während allerdings Onkel Ronald kränkelte, mit Durchfall, und auch Karin ging es nicht gut. Sie versuchte zwar noch arbeiten zu gehen, musste sich dann aber mit Schüttelfrost hinlegen. In diesem Fall konnten Philipp und ich aber sogar etwas helfen, haben Kamillentee im Supermarkt gekauft. Es war sehr unbefriedigend, dass es meinen/unseren Lieben nicht gut ging.

Am Dienstag frühstückten der Philipp und ich auswärts, in einem Café. Onkel Ronald ging es zumindest etwas besser, und so war er so lieb, uns zum Bahnhof zu bringen. So traten wir nun die Heimreise nach Klagenfurt an. Im Zug von Wien nach Klagenfurt konnten wir wieder auf den Behindertenplätzen in der ersten Klasse sitzen. Leider saß dort aber im selben Wagen hinter uns ein ziemlich mürrischer Mann, der sich darüber aufregte, dass wir uns unterhielten, und auch mal lachten. Okay, wenn wir extra laut gewesen, Musik aufgedreht gehabt hätten, oder ähnliches, dann hätte ich die Aufregung verstanden, aber wir haben uns wie gesagt einfach nur unterhalten. Der Mann telefonierte mal, und nicht gerade leise. Während des Telefonats meinte er so beiläufig zu seinem Gesprächspartner: „Ja bei mir im Waggon sind zwei Behinderte, die sind ziemlich laut.“. Tja und der? War auch nicht viel besser, mit seinem lauten telefonieren. Egal, wir ließen uns von so einem die Laune nicht verderben.

Zu Hause empfingen uns freudig die Katzen und die waren natürlich, während unserer Abwesenheit gut versorgt. Trotzdem schmeckte das Abendessen ihnen diesmal besonders gut, weil die Eltern wieder da waren, bzw. sind. 😉

Und hier noch eine Galerie, mit weihnachtlichen Bildimpressionen von unserem Weihnachtsbaum beim Onkel Ronald.

So, dies war nun der längst überfällige Bericht von Weihnachten 2021. Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und ein gutes 2022. Wir lesen uns. 🙂

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Positive Momente 02.12.2021

Heute hat sich eine nette Situation ergeben:

Zuerst einmal hat am frühen Nachmittag ein Paketbote bei uns geläutet, jedoch, das Paket war für die Schwiegermutter, ein sehr großes. Zuerst wollte der Paketbote, dass ich runterkomme und das Paket raufhole, bin dann auch runter, aber als er mich gesehen hat, hat er es doch raufgetragen, weil es doch sehr groß und schwer ist.

Oben hab ich den Boten dann gefragt, für wem es ist und er sagte den Namen der Schwiegermutter, woraufhin ich auf die Tür links von uns deutete und sagte, das ist diese Tür. Er läutete, nichts rührte sich. Also ließen wir erstmal einfach das Paket vor der Tür stehen und er verabschiedete sich.

Nachdem der Philipp heimkam, schob er das Paket in ihre Wohnung, weil er ebenso davon aus ging, sie sei nicht zu Hause, die Tür zwischen Vorraum und Wohnzimmer war auch zu.

Abends dann, wir waren gerade dabei, das Abendessen vorzubereiten, läutete sie bei uns und fragte, wie denn das Paket in ihre Wohnung gekommen sei. Sie hat den ganzen Tag gewartet, aber jetzt, als sie im Vorraum war, das Paket gesehen. Ich erklärte, wie es sich am Nachmittag zugetragen hatte. Sie meinte, ihre Klingel ist so leise, und darum kann es passieren, dass sie diese überhört.

Jedenfalls hat sie sich gefreut und gefragt, wie sie sich erkenntlich zeigen soll, aber wir meinten, es sei schon in Ordnung. Und dennoch haben wir was bekommen, der Philipp zwei Flaschen Bier und ich eine Tafel Schokolade, von der Schokoladen Manufaktur Zotter. Über die Geschenke der Anerkennung haben wir uns sehr gefreut. 🙂

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Heutiger Spaziergang alleine – ein Resümee

Ich muss/möchte selbstsicherer werden beim Gehen. Und ich muss/möchte wirklich das alleine rausgehen üben. Denn obwohl ich mir beim Weg eigentlich sicher war, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, fühle ich mich immer sicher, jedoch alleine, gehe ich automatisch langsamer, um wirklich sicher zu sein, dass ich keine(n) Fehler mache, nicht irgendwo hinkomme, wo ich nicht hin will.

Durch den Umstand, dass ich alleine natürlich langsamer unterwegs bin, aus oben erwähnten Gründen, wirke ich auf mein Umfeld, also auf andere Passanten verloren und orientierungslos. Ich bin mehrmals angesprochen worden, ob ich Hilfe brauche, was ja nett ist. Auf dem Rückweg gab es eine nette Situation, wo die Technik als Kommunikationshilfe diente. Da war ein junger Mann, der nicht oder nur sehr wenig deutsch konnte. Der sprach mich an, auf englisch, worin ich grottenschlecht bin. Ich dachte zuerst, was will denn der jetzt von mir, weil er mir ein Stück gefolgt ist. Dachte mir schon, will der Geld? – oder sonst irgendwas? – Aber nein, … er nahm sein Handy, sprach etwas hinein, in einer, für mich fremden Sprache, und ließ dies auf deutsch übersetzen, und mir von der Stimme vom Übersetzer vorlesen: „Ich denke, Du bist verloren und brauchst Hilfe.“ – da ging mir sprichwörtlich ein Licht auf, der wollte nichts von mir, im Gegenteil, auch nur seine Hilfe anbieten, und weil es zwischen uns schwierig war, mit der Kommunikation, nutzte er einen Übersetzer am Smartphone, um mir etwas mitzuteilen. – ich lehnte, mit einem „thank you very much.“, dankend ab.

Aber das wichtigste, ich habe alleine wieder nach Hause gefunden und war doch über eine Stunde unterwegs. Da schon hatte ich mein Schritteziel von 5000 Schritten erreicht, sogar überschritten, mit 5375. Ich hatte auch auf der Apple Watch den Trainingsmodus „gehen outdoor“ mit laufen, um dann zu Hause einen Überblick zu haben, wie lange ich unterwegs war. Es waren 1 Stunde und 8 Minuten.

Dann waren wir noch gemeinsam im Supermarkt am späten Nachmittag. Dadurch bin ich auf 9728 Schritte heute gekommen, womit ich mehr als zufrieden bin.

Resümee: Einerseits war es schön, alleine unterwegs zu sein, andererseits war aber, auf Grund der, doch noch vorhandenen Unsicherheit ein bisschen Unwohlsein dabei, weil es mir unangenehm war, dass ich auf andere Menschen so hilflos und verloren gewirkt habe.

Ein Teil von mir ist resigniert, meint, ich sollte doch nicht alleine rausgehen, worauf ein anderer Teil aber protestiert und meint, für was haben wir dann Wege mit dem Stock einstudiert? Eben, damit ich alleine etwas mobiler bin.

Was der morgige Tag bringt, werde ich sehen, kann noch nicht sagen, ob ich morgen rausgehe, alleine, oder nicht. Der resignierte Teil meint nein, der motivierte Teil meint ja, ich sollte jeden Tag, wo es trocken ist und nicht regnet oder schneit, zum gehen ausnützen, um zu üben, damit ich auch alleine sicherer werde. Ja, sobald irgendwann im Winter Schnee liegt, wird es mit dem Stocktraining sowieso schwierig, vor allem, sollte mal viel Schnee liegen.

Das ist eben das nächste Problem. Wie schaffe ich es, den Winter über, gut in Bewegung und in Übung zu bleiben, damit ich nicht im Frühling wieder alles auffrischen muss? – deshalb, ich hoffe auf einen, möglichst schneearmen Winter.

Aber was bringt das in die Zukunft schweifen. Trotzdem war es wieder gut, diese Gedanken aufzuschreiben. Jetzt gönne ich mir einen Tee, „innere Balance“, einen Kräutertee. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend und für morgen schon mal einen guten Start in den neuen Tag. 🙂

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ausführlicher Eintrag zur Mittagszeit 23.11.2021

Verkatert fühlte ich mich heute. Gut geschlafen diesmal zwar, aber mit irrsinnigen Kopfschmerzen aufgewacht, vor allem am Hinterkopf, so als hätte ich entweder letzte Nacht viel gesoffen, oder als hätte mir jemand mit einem Hammer auf den Hinterkopf gehauen. Höchst unangenehm. Okay zuerst dachte ich, Flüssigkeitsmangel, habe also viel getrunken, Wasser und Tee, aber trotzdem keine Besserung. Also doch eine Tablette genommen und jetzt geht es langsam bergauf. Der Nebel im Kopf lichtet sich, er fühlt sich freier an, also der Kopf, nicht der Nebel. 😉

Apropos Nebel, draußen ist es schon seit Tagen düster und nebelig. Aber vielleicht sollte ich Nachmittags doch mal kurz rausgehen, auf einen kleinen Spaziergang. Das ist ja auch im Lockdown erlaubt, zur körperlichen Betätigung und psychischen Erholung. Die frische Luft würde mir gewiss gut tun. Gestern, als ich so übermüdet war, wollte ich nicht alleine mit dem Stock gehen, nicht einmal zum Einkaufen am späten Nachmittag mit dem Philipp. Mitgegangen bin ich trotzdem, ohne Stock, wir sind Arm in Arm, bzw. Hand in Hand gegangen. Ich wollte nicht riskieren, das irgend etwas passiert.

Aber heute fühle ich mich grundsätzlich gut ausgeruht. Ich bin froh, dass ich mir, mit Philipp seiner Hilfe mehr Mobilität erarbeitet habe, um auch mal kleine Wege alleine zu gehen.

Also, ich werde berichten, ob ich unterwegs war. 😉 Fürs Erste steht einmal mein Plan, gegen 14 Uhr die Wohnung und meine Komfortzone zu verlassen, und einen kleinen Spaziergang zu machen, natürlich nur auf Wegen, die ich schon kenne, damit ich auch wieder alleine nach Hause finde. 😉 Angst habe ich jetzt keine. Angst wäre nur begründet, wenn ich irgendeinen Weg gehen würde, den ich/wir noch nicht so oft geübt habe(n), aber dies habe ich, wie gesagt nicht vor. Angst vielleicht nur dahingehend, dass mich unterwegs jemand blöd anquatscht, so nach dem Motto, was ich denn als blinder Mensch alleine da draußen mache. – für diesen Fall hätte ich allerdings eine selbstbewusste Antwort parat: „Ich nutze mein Anrecht auf körperliche Betätigung an der frischen Luft, was mir und meiner Psyche gut tut.“ – ja, man macht sich so viele unnötige Gedanken. Andererseits gibt es leider Leute, mit unnötigen Vorurteilen. Der absolute Gipfel war ja diese Begegnung. Allerdings, wie ich schon in dem verlinkten Beitrag geschrieben habe, die meisten Begegnungen mit fremden Menschen sind durchweg positiv.

Ja, es war gut, dass ich die Kopfschmerztablette genommen habe, denn sonst würde ich mich wohl jetzt auch noch wie benebelt und unwohl fühlen, wäre ebenfalls keine gute Voraussetzung, für einen Spaziergang ganz alleine, mit dem Blindenstock. Wegen dem Lockdown werden aber wahrscheinlich eh kaum Menschen unterwegs sein, so kann ich mich voll und ganz auf mich, meine Umgebung und den Weg konzentrieren. Aber gerade deswegen, weil wohl weniger los ist, ist es so wichtig, nur einen Weg zu gehen, wo ich dann sicher wieder alleine zurück, nach Hause finde, um auf niemanden angewiesen sein zu müssen, der mir hilft, wieder auf den richtigen Weg zu kommen, falls ich mich verfranze. Aber ich muss/will es wagen, einfach nur mal ohne bestimmten Grund rauszugehen, nicht, weil ich irgend etwas erledigen muss, oder einen Termin habe, sondern einfach nur der Bewegung wegen, und um die Lust auf frische Luft zu befriedigen. Wenn es heute klappt, kann ich mir zukünftig vorstellen, jeden Tag alleine etwas zu gehen, auf gewohnten Wegen, einfach nur, um mich zu bewegen. Es ist also heute auch eine Art Test, nicht, weil ich jemandem etwas beweisen muss, sondern für mich selbst, um mir 100% sicher zu sein. Klar, für frische Luft gäbe es zwar auch den Balkon, aber was soll man bei der Kälte da draußen machen? Herumsitzen und sich den Allerwertesten abfrieren? *grins* Nein, darauf habe ich keine Lust. Die Katzen lasse ich schon raus, wenn sie es wollen, vor allem die Franzi und der Merlin mögen selbst bei der Kälte gern raus, klopfen dann mit der Tatze gegen die Glasscheibe von der Tür und miauen. Die Balkontür ist meistens auf Kipp, damit man das Miauen gut hört. Da kam es vorhin eh zu einer lustigen Situation: Die Franzi miaut draußen und klopft an die Scheibe, und ich red so von drinnen mit ihr: „Ja, Franzi, willst wieder rein?“, und der Merlin herinnen „miau“, worauf ich lachend antwortete: „Aber Merlin, Du heißt doch nicht Franzi.“ Dann ließ ich sie rein, und der Merlin lief raus. Dann verstand ich ihn erst. Er wollte mir itteilen, dass er jetzt raus wollte, sobald ich die Balkontür für die Franzi geöffnet hatte. Trotzdem, es war eine Augenblickskomik. Ich red mit der Franzi, und der Merlin antwortet.

So, genug geschrieben für den Moment. Es tut einfach gut, seine Gedanken niederzuschreiben. Und wie gesagt, ihr hört/lest heute bestimmt noch von mir. 🙂

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Fürs Traumtagebuch: Das zahme Reh und ein Telefonat

Kurz nachdem ich den vorherigen Beitrag mit der guten Nachricht veröffentlicht hatte, war mir danach, mich hinzulegen, hatte das so richtig gebraucht.

Ich träumte, dass Philipp und ich gemeinsam einen Gehsteig entlang gingen. Plötzlich rief Philipp: „Da, ein Reh! Es kommt direkt auf uns zu!“. Ich war jedoch vorsichtig. Ja sogar im Traum war mir bewusst, dass man Wildtiere nicht streicheln soll. Also meinte ich zu ihm: „Ist ja schön, aber wir sollten es in Ruhe lassen.“ Das Reh war jedoch so zahm, und ließ sich streicheln. Es hatte ein ganz kurzes, struppiges Fell. Es ging dann, wie ein treues Hündchen noch eine Weile mit uns den Gehsteig entlang.

Weiter weiß ich dann nicht mehr, weil mich mein Handy aus dem Schlaf riss. Es war allerdings ein erfreulicher Anruf, Onkel Ronald erkundigte sich, wie denn der Termin heute verlaufen ist, und ich konnte ihm die gute Nachricht überbringen. Er ist ja auch so ein Lieber! ❤ So etwas wie mein Ersatzvater. Darüber hatte ich auch schon mal wo im Blog geschrieben, dass ich für Ronald Vatergefühle habe. Und sogar Ronald hat mal gemeint, in gewisser Weise stimmt es ja auch, er fühlt sich für mich verantwortlich, da er mein Taufpate ist. Dafür gibts nochmal ein ❤ 🙂 Das Telefonat war so richtig schön. Nein, ich bin absolut nicht böse, dass er meinen Nachmittagsschlaf gestört hat, im Gegenteil. Vor allem, ich kann jetzt in der Nacht Schlaf nachholen und morgen habe ich auch nichts geplant.

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Unrund

Ich fühle mich noch etwas unrund. Klar, einerseits bin ich froh, dass der Tumor, welcher sich stets wie ein Fremdkörper angefühlt hat, entfernt ist. Andererseits tut jetzt dort, wo das war, alles weh und die OP-Wunde muss erst heilen. Meine Oberlippe ist auch geschwollen. Ich fühle mich unrund. Ernähre mich momentan von pürierter Nahrung und Suppen. Schmerztabletten habe ich da, und auch Salbeitee. Ab heute soll ich nämlich mit Salbeitee spülen. Habe schon einen vorbereitet, muss nur noch auskühlen.

Andererseits auch Ängste dahingehend, dass 1. nach dem Abheilen der Wunden Stellen im Mund wieder was nachwächst. Ja es ist noch so unwirklich, dass das Ding weg ist. Daher wohl auch die Angst, dass wieder was nachkommt… – und dann würde ich gerne die Zeit soweit vorwerts drehen, bis zum 16. November, wo ich wieder rein muss zur Nachuntersuchung und Besprechung. Ich hätte gerne jetzt schon die Gewissheit, dass es ein gutartiges Gewächs war.

Ein Teil von mir meint, ich solle doch nicht so wehleidig sein, mich zusammenreißen. Schließlich bin ich kein kleines Kind mehr. … Aber ich kann es nicht steuern, dass mir immer wieder einfach so die Tränen kommen und ich heulen muss. Das grässlichste übrigens an der ganzen OP gestern war übrigens die Nadel von den Betäubungsspritzen, auf jeder Seite (links eine, und rechts eine). Dabei sind mir dann auch die Tränen in die Augen geschossen, konnte ich auch nicht steuern. Dafür habe ich dann danach die OP nicht gespürt. Das war meine größte Angst gestern, dass, sowie damals bei der Wurzelbehandlung die Betäubung nicht gut wirkt, und ich bei der OP auch noch Schmerzen habe, aber gestern war nichts dergleichen, sie mussten nicht mehr Betäubungsmittel nachspritzen. Na ja, im Krankenhaus haben sie wohl stärkere Mittel, als in herkömmlichen Zahnarztpraxen.

Aber ansonsten, ich kann mich nicht beklagen, es waren alle im KH sehr nett und bemüht, sie geben alle ihr bestes. Ich bin dankbar, für unser gutes Gesundheitssystem.

Ich war gestern bereits vor 22 Uhr im Bett. Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis ich eingeschlafen bin. Um kurz vor 1 war ich mal wach, etwas trinken und am Klo, dann habe ich durchgeschlafen, bis zum Morgen. Ohne Schmerztablette wäre das nicht gegangen!!!