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Heute wieder Freude an der Mobilität gehabt

Haben uns heute in seiner Mittagspause wiedermal in der Stadt, bei der Bushaltestelle getroffen. Kurz ein paar Besorgungen erledigen und ihm was bringen. In der Früh ist es für ihn etwas hektisch, sodass er manchmal Sachen vergisst.

Wie der Titel dieses Eintrages schon aussagt, hatte ich heute wieder Freude an der Mobilität. Es hat alles gut geklappt, mit dem Bus usw. Am Ende kann ich sagen/schreiben, auch wenn ich manchmal etwas unsicher/unbeholfen bin/wirke, ans Ziel komme ich immer.

Ja, es hat sich heute gut und positiv angefühlt. Bin beim warten auf den Bus in Richtung heimwärts noch mit einer netten Dame so ein bisschen ins Gespräch gekommen, netter Smalltalk. 🙂 Ein schönes Gefühl, sich mal Mittags kurz zu treffen und zu wissen, dass ich wieder selbstständig nach Hause fahren kann, ohne auf jemanden/ein Taxi angewiesen zu sein.

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Positive-Momente-Nachtrag 24.05.2022

Nette Begegnungen auf dem Weg zur Busstation. Damit verbunden viel Lob und Bewunderung, für mein selbstständiges gehen mit dem Stock. Die Frau, der wir gestern begegneten, ist eine Bekannte vom Philipp, die Mutter einer ehemaligen Schulkollegin von ihm.

Juhu! Mein Handy ist endlich repariert worden, haben einen Shop gefunden, in der Stadt. Das Display hatte sich angefangen zu lösen, weil der Akku schon defekt/aufgebläht war. Das Display selbst, da hatte ich nochmal Glück, dass es nicht kaputt gegangen ist. Nach dem Austausch des Akkus konnte das Display wieder unbeschadet eingeklebt werden. Und es war gar nicht mal so teuer. 39€, und 6 Monate Garantie obendrauf. Einwandfrei.

Am frühen Abend, nachdem ich etwas Müll weggebracht hatte, setzte ich mich noch in den Garten. Die Abende sind jetzt immer so schön lau.

Fazit: Gestern war ein guter Tag. 🙂

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Heutiger Spaziergang alleine – ein Resümee

Ich muss/möchte selbstsicherer werden beim Gehen. Und ich muss/möchte wirklich das alleine rausgehen üben. Denn obwohl ich mir beim Weg eigentlich sicher war, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, fühle ich mich immer sicher, jedoch alleine, gehe ich automatisch langsamer, um wirklich sicher zu sein, dass ich keine(n) Fehler mache, nicht irgendwo hinkomme, wo ich nicht hin will.

Durch den Umstand, dass ich alleine natürlich langsamer unterwegs bin, aus oben erwähnten Gründen, wirke ich auf mein Umfeld, also auf andere Passanten verloren und orientierungslos. Ich bin mehrmals angesprochen worden, ob ich Hilfe brauche, was ja nett ist. Auf dem Rückweg gab es eine nette Situation, wo die Technik als Kommunikationshilfe diente. Da war ein junger Mann, der nicht oder nur sehr wenig deutsch konnte. Der sprach mich an, auf englisch, worin ich grottenschlecht bin. Ich dachte zuerst, was will denn der jetzt von mir, weil er mir ein Stück gefolgt ist. Dachte mir schon, will der Geld? – oder sonst irgendwas? – Aber nein, … er nahm sein Handy, sprach etwas hinein, in einer, für mich fremden Sprache, und ließ dies auf deutsch übersetzen, und mir von der Stimme vom Übersetzer vorlesen: „Ich denke, Du bist verloren und brauchst Hilfe.“ – da ging mir sprichwörtlich ein Licht auf, der wollte nichts von mir, im Gegenteil, auch nur seine Hilfe anbieten, und weil es zwischen uns schwierig war, mit der Kommunikation, nutzte er einen Übersetzer am Smartphone, um mir etwas mitzuteilen. – ich lehnte, mit einem „thank you very much.“, dankend ab.

Aber das wichtigste, ich habe alleine wieder nach Hause gefunden und war doch über eine Stunde unterwegs. Da schon hatte ich mein Schritteziel von 5000 Schritten erreicht, sogar überschritten, mit 5375. Ich hatte auch auf der Apple Watch den Trainingsmodus „gehen outdoor“ mit laufen, um dann zu Hause einen Überblick zu haben, wie lange ich unterwegs war. Es waren 1 Stunde und 8 Minuten.

Dann waren wir noch gemeinsam im Supermarkt am späten Nachmittag. Dadurch bin ich auf 9728 Schritte heute gekommen, womit ich mehr als zufrieden bin.

Resümee: Einerseits war es schön, alleine unterwegs zu sein, andererseits war aber, auf Grund der, doch noch vorhandenen Unsicherheit ein bisschen Unwohlsein dabei, weil es mir unangenehm war, dass ich auf andere Menschen so hilflos und verloren gewirkt habe.

Ein Teil von mir ist resigniert, meint, ich sollte doch nicht alleine rausgehen, worauf ein anderer Teil aber protestiert und meint, für was haben wir dann Wege mit dem Stock einstudiert? Eben, damit ich alleine etwas mobiler bin.

Was der morgige Tag bringt, werde ich sehen, kann noch nicht sagen, ob ich morgen rausgehe, alleine, oder nicht. Der resignierte Teil meint nein, der motivierte Teil meint ja, ich sollte jeden Tag, wo es trocken ist und nicht regnet oder schneit, zum gehen ausnützen, um zu üben, damit ich auch alleine sicherer werde. Ja, sobald irgendwann im Winter Schnee liegt, wird es mit dem Stocktraining sowieso schwierig, vor allem, sollte mal viel Schnee liegen.

Das ist eben das nächste Problem. Wie schaffe ich es, den Winter über, gut in Bewegung und in Übung zu bleiben, damit ich nicht im Frühling wieder alles auffrischen muss? – deshalb, ich hoffe auf einen, möglichst schneearmen Winter.

Aber was bringt das in die Zukunft schweifen. Trotzdem war es wieder gut, diese Gedanken aufzuschreiben. Jetzt gönne ich mir einen Tee, „innere Balance“, einen Kräutertee. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend und für morgen schon mal einen guten Start in den neuen Tag. 🙂

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Die Frau auf der Mitleidsschiene

Ein besserer Beitragstitel fällt mir zu dieser gestrigen Begegnung an einer Bushaltestelle nicht ein.

Eine ältere Frau sprach mich/uns an. Stock hatte ich gestern keinen dabei, aber ich war mit einer Armbinde an der Jacke als blind gekennzeichnet. Sie meinte, mein Gott, ich wäre ja so arm, weil ich nicht sehen kann. Ich meinte, dass ich damit gut zurecht komme, weil, ich kenne es ja auch nicht anders, weil es von Geburt an schon so ist. Die Dame steigerte sich aber nur noch weiter in ihr Mitleidsgetue hinein und meinte: „Ach was, ein Leben, ohne etwas sehen zu können, ist doch nicht lebenswert!“. Worauf ich erwiderte, dass es so viel schönes auf der Welt gibt, dass man auch mit den anderen Sinnen wahrnehmen kann. Schließlich sagte sie, ich könne ja alleine nirgens hin, korrigierte dann aber und fügte hinzu: „Ach ja, die Blinden gehen ja mit diesem Stock.“, was ich bestätigte. Ich wollte gerade stolz hinzufügen, dass wir in letzter Zeit hier in der Nähe mehrere Wege eingeübt hatten, da meinte sie in besorgtem Ton zu uns: „Aber besser, Sie gehen immer gemeinsam, weil sonst passiert Ihnen alleine noch was.“. Ich meinte darauf nur noch, man darf nicht so negativ denken. Auf ein weiteres Gespräch ließ ich mich mit der Frau nicht mehr ein. Wir ignorierten ihr Gefasel nur noch und wir waren froh, als endlich der Buss kam.

Ich unterhalte mich gerne mit Menschen und versuche zu erklären usw. aber wenn sie, wie diese Frau uneinsichtig sind und keinen Raum lassen, dass es doch anders sein könnte, als wie sie behaupten, und mir dann auch noch „vorschreiben“, ob ich nun alleine gehen darf oder nicht, dann ignoriere ich die Person und lasse sie in ihrem Glauben. Und zum Glück, die meisten Begegnungen mit fremden Menschen sind durchweg positiv.