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Habe hingeschrieben…

Folgendes habe ich an „For Forest“ geschrieben:

„Sehr Geehrte Damen und Herren,

Ich möchte mich erkundigen, ob die Kunstinstallation „For Forest“ auch für Blinde Menschen zugänglich ist?

Natur ist schließlich so viel mehr, als nur das Sehen mit den Augen. Also sollte man eigentlich dieses Kunstprojekt mit allen Sinnen erfahrbar machen, damit auch ein Blinder diese Kunstinstallation, im Wahrsten Sinne des Wortes, begreifen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Jacqueline Knapp-Heberling“

Ich war, eben weil ich die Mailadresse gebraucht habe, vorhin auf der Webseite und habe dort auch die FAQ durchgelesen. Da steht sogar ausdrücklich drin, es ist nicht vorgesehen, dass die Menschen den Rasen betreten, man kann von den Tribünen aus die Kunstinstallation aus allen möglichen Blickwinkeln betrachten. Damit sind visuell beeinträchtigte Menschen bei diesem Kunstprojekt klar im Nachteil. Aber mal sehen, ich bin auf die Antwort gespannt. Vielleicht kann man wenigstens Ausnahmen machen. Das wäre wünschenswert.

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„For Forest“ im Wörthersee-Stadion, Foto-Eindrücke für Sehende und ein ernüchterndes Fazit für Blinde

Tja Leute, wir waren heute bei der Eröffnung von „For Forest“, wie bereits gestern angekündigt. Und ich muss sagen/schreiben, dass die Veranstalter leider offensichtlich nicht an die Menschen gedacht haben, die nichts, oder nur noch sehr wenig sehen können. Heißt also, ein Blinder hat gar nicht die Möglichkeit, diese Baumvielfalt am Stadionrasen haptisch, im wahrsten Sinne des Wortes, zu begreifen.

Wir waren sogar beim Infopoint, haben nachgefragt, ob die Kunstinstallation „For forest“ auch für Seheingeschränkte und Blinde Menschen zugänglich ist, und die nette Dame sagte uns, „Nein, grundsätzlich nicht, deswegen müssten wir direkt auf der Webseite den Veranstalter kontaktieren und nachfragen.“. Ja, und das werde ich heute noch machen. Ich werde die Herrschaften höflichst darauf aufmerksam machen, dass die Natur etwas für alle Sinne ist. Gerade deswegen müssten sie handeln, die Kunstinstallation auch für Blinde, im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen.

Hier jedenfalls hat der Philipp bei der Eröffnung zwei Fotos gemacht, auf denen der Stadionrasen mit den Bäumen zu sehen ist, mit einem, ich nenne es mal Ordnungshüter, der anscheinend sogar dafür eingesetzt wird, damit von den Besuchern keiner den Rasen betreten kann, der Zugang ist also generell versperrt und als Naturliebhaberin macht mich das sehr traurig und wütend, dass man nicht daran gedacht hat, dass die Natur für alle Sinne etwas bereit hält.

Fazit: Ernüchterung und Enttäuschung macht sich breit. Ich hatte von „For Forest“ komplett falsche Vorstellungen, nämlich, dass man richtig auf den Rasen frei von Baum zu Baum gehen kann, die Bäume befühlen, und in die Energie und Atmosphäre richtig eintauchen kann. Aber, nix da! 😦 Da gehe ich doch lieber in einen Park oder Wald, anstatt ins Stadion.

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Notebook

Habe seit gestern ein Notebook. Also kein Neues, gebraucht, auf willhaben.at gekauft, um 80€. Windows 10 ist schon fixfertig darauf installiert, für Office, Mail, Internet und so die üblichen Sachen ist das Notebook auf jeden Fall gut genug. Nach dem mir Philipp geholfen hat, die Verbindung mit unserem WLan-Internet herzustellen, haben wir den kostenlosen Screenreader NVDA installiert. Die meisten Blindenhilfsmittel sind ja schweineteuer, und so bin ich sehr dankbar, dass es einen Screenreader im Internet gibt, der Blinden Computernutzern gratis zur Verfügung steht. Und ja, diese Software taugt auch wirklich was. Nach der Installation konnte ich den PC eigenhändig und selbstständig bedienen. Klar dauert es noch etwas, bis ich alles erkundet, und herausgefunden habe, aber z.B. Mail habe ich schon selbstständig eingerichtet.

Fazit, mit dem Laptop um 80€ + der kostenlosen Sprachausgabe NVDA bin ich echt gut und günstig weg gekommen. Der Verkäufer meinte eh gestern, als wir uns an einem Supermarktparkplatz getroffen haben, er hätte das Notebook auch um das Doppelte oder Dreifache verkaufen können.

Zum Schluss beschäftigt mich noch eine Frage: Was ist jetzt eigentlich der Unterschied, zwischen Laptop und Notebook? Für mich gibt es keinen, oder ich weiß ihn nur nicht. 😉

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Feer the game of running blind

Beschreibung:

Sprinte deinen Weg durch die Zombies. Ducke dich vor den Raben oder sie picken dir die Augen aus. Springe über die Hände der Zombies, die in ihren Gräbern aufgewacht sind und nach deinen Füßen greifen.

Aber vergiß nicht, die Feen zu retten, oder wir alle werden blind.

DIE HERAUSFORDERUNG

Im dichten Nebel kannst du deine Feinde nur schwer erkennen. Noch schlimmer, verpasst du die Feen, musst du im Dunkeln weiter. Aber höre genau hin und du wirst deinen Weg durch die Zombies finden.

Nur die Spieler, mit den besten Ohren, können in dieser dunklen und nebelverhangenen Welt überleben und das Licht der Feen retten.

Screenshot FEER the Game
 

BARRIEREFREI FÜR BLINDE UND SEHBEEINTRÄCHTIGTE

Quelle: feer.at

Es ist unbedingt empfehlenswert, für dieses Spiel Kopfhörer zu benutzen, damit man auch wirklich gut hören kann, aus welcher Richtung die Geräusche kommen.

Das Spiel ist zwar kostenpflichtig, aber dafür haben alle was davon, weil es barrierefrei spielbar ist.

Ich bin momentan bei Level 8 angelangt.

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Theater ohne Licht

Morgen findet bei uns in Klagenfurt ein Audiamo live Hörspiel statt, unter dem Motto „Theater ohne Licht“.

Beschreibung:
Der Blindenverband Kärnten lädt zur Premiere von „Theater ohne Licht“ – Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Ein AUDIAMOLive Hörspiel nach der Romanvorlage von Jules Verne. Das Publikum und die Schauspieler sind in völliger Dunkelheit im Volxhaus Klagenfurt. Musik, Geräusche und andere Effekte bescheren Kopfkino vom Feinsten. Ein unvergesslicher Abend für einen guten Zweck! Alle Einnahmen kommen Blinden in Kärnten zugute!

Zum Inhalt:
Der schrullige Professor Lidenbrock findet in einem Buch eine verschlüsselte Nachricht, die den Weg zum Mittelpunkt der Erde beschreibt. Zusammen mit seinen Reisegefährten macht sich der Professor auf, um im Erdinneren sagenhafte Welten zu entdecken.
Quelle

Philipp und ich, wir werden morgen Abend auch dabei sein.
Ach ja, wer Audiamo nicht kennt: Audiamo ist ein Shop für Hörbücher und Hörspiele. Website

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Eine Begegnung, 10€ und Mitleid unerwünscht

Als wir am frühen Abend, nach dem Einkauf in der Stadt essen waren, uns gerade an den Tisch gesetzt hatten, kam eine ältere Dame auf uns zu. Sie fragte, ob ich blind bin, wir bejahten. Sie dann: „Oh, das tut mir aber leid!“ Ich meinte freundlich: „Sie müssen kein Mitleid haben, denn ich kann trotz Blindheit ein gutes Leben führen.“ Philipp ergänzte: „Und wir ergänzen uns wunderbar. Das was ich nicht kann, da unterstützt sie mich, und umgekehrt.“ Schließlich gab sie dem Philipp 2 5€-Scheine und meinte: „Kaufts Euch etwas zum Essen davon.“ Gerührt bedankten wir uns, sie verabschiedete sich, wir wünschten ihr alles Gute und dann ging sie.
Das war eine Nette Begegnung, auch wenn die Mitleidsbekundungen absolut nicht notwendig waren. Aber manche Menschen wissen wohl nicht, dass man heutzutage als Behinderter Mensch gut, und vor allem selbstbestimmt leben kann. Ach ja und mit dem Geldsegen haben wir schon gar nicht gerechnet. Es war ein schöner Zuschuss zum Abendessen. 🙂 Aber das Geld ist natürlich eine Nebensache. Im Vordergrund steht das Gespräch und die Begegnung.
Ich habe darüber auch auf Facebook geschrieben, das Erlebnis für Freunde gepostet, nichtsahnend, was ich damit auslösen würde. Eine Facebook-„Freundin“ hat kommentiert, wir, Philipp und ich, wären ja keine Bettler und die „Spende“ hätten wir ja gar nicht nötig. Und dann noch: „Die Peinliche Alte“, was ich sehr unangemessen fand. Ja, Mitleid ist im Falle einer Behinderung unerwünscht, einfach nicht notwendig. Aber so unhöflich sein, und das Geld, die 10€ nicht annehmen, wollten wir auch nicht. Die Dame wusste es halt nicht besser und wir haben gespürt, es kam von Herzen. Auf Facebook kommentierte ich meinen Beitrag dann noch wiefolgt: „Ich wollte einfach nur über diese Begebenheit schreiben und finde es peinlich, dass dies gleich mit Bettelei in Verbindung gebracht wird. Nur weil eine ältere Dame aus Unwissenheit gehandelt hat, und wir einfach nur aus Höflichkeit und Dankbarkeit die 10€ angenommen haben. Ja, es ist peinlich, dass überall alles gleich so negativ gesehen wird. Das ist wirklich peinlich!!!“
Leute, bitte zuerst DENKEN, dann reden/posten!!! Und wo wir schon bei dem Wörtchen peinlich sind: Es ist peinlich, dass manche Menschen großkotzig reden/posten, ohne vorher nach zu denken, das HIRN einschalten!!! Nein, das hat mich wirklich wütend gemacht! Da will man einfach nur ein Erlebnis mitteilen, und dann wird daraus gleich wieder etwas Negatives heraus interpretiert.
Aber gut, jetzt, nachdem ich wieder etwas runtergekommen bin, war ja auf 180, denke ich mir, man sollte sich von solchen großkotzigen Menschen, die ihr Hirn nicht einschalten, die Laune nicht verderben lassen. Ja, wenn das so einfach wär! 😉 Solche Menschen sind einfach nur peinlich! Ups, … schon wieder dieses Wort. 😉 Naja egal, ich nehm mir kein Blatt vor den Mund, sage/schreibe das, was ich mir denke. Wem‘s nicht passt, Pech gehabt!
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Neue Demo-Aufnahme, Poet 2 kompakt liest etwas aus der Zeitung vor…

Heute ließ ich mir von meinem Poet 2 kompakt etwas aus der heutigen Kronenzeitung vorlesen. Ich habe eine Demo-Aufnahme, unter dem Motto „Vorlesen eines Zeitungsartikels“ gemacht.
Philipp berichtete mir, dass in der Zeitung über eine Tischlerin aus Oberösterreich geschrieben steht, die Möbel für Blinde begreifbar macht. Das wollte ich auch vorgelesen haben. Hinweis: Da Philipp mir die ganze Zeitungsseite eingelegt hat, ist vorher auch noch was zum Thema Achtsamkeit, was auch nicht schadet. 🙂 Ich bin positiv überrascht, dass in einer Zeitung auch mal positive Nachrichten stehen. 😉

https://player.vimeo.com/video/300023427 Poet 2 kompakt liest aus der Zeitung vor – Achtsamkeit und eine Tischlerin, die Möbel für Blinde begreifbar macht … from Jacqueline Knapp-Heberling on Vimeo.

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Nachtrag Demo-Aufnahme Vorlesegerät Poet 2 kompakt

Wie man hören kann, hatte ich meinen Spass bei der Aufnahme, denn der Poet 2 Kompakt bekam zum Einstand und zur Demo etwas Poetisches, ein Gedicht von mir zum Ein- und vorlesen.

https://player.vimeo.com/video/298413239 Demonstration Vorlesegerät für Blinde, Poet 2 kompakt from Jacqueline Knapp-Heberling on Vimeo.

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Ausführlich gebloggt, Lebenszeichen am Mo, 29.10.2018 Teil 1

Zuerst muss ich unbedingt die erfreuliche Nachricht nachträglich posten, ich habe endlich letzte Woche am Mittwoch das Vorlesegerät bekommen! *freu* Es war kein einfaches Unterfangen, verschicken ging nicht, 1. weil es eher unförmig ist, nicht in einen Postkarton passt, und 2. wäre es wegen der heiklen Technik auf dem Postweg riskant gewesen, wäre ein Postmitarbeiter damit unsanft umgegangen, hätte ich das Gerät wohl deffekt erhalten. Also rätselten wir zuerst, wie wir das gute Stück zu mir/uns nach Klagenfurt bekommen könnten.
Ich startete auf Facebook einen Aufruf, mit der Frage, ob jemand mal nach Wien/Niederösterreich fährt, und mir etwas (das Vorlesegerät) mitnehmen kann. Es meldete sich eine ehemalige Arbeitskollegin von mir. Sie musste dienstlich nach Wien. Onkel Ronald gab das Gerät an der vereinbarten Adresse ab, so konnte sie es mit nach Kärnten nehmen. Bis Freitag vorletzter Woche war sie in Wien, und dann musste ich mich noch etwas gedulden, denn bekommen habe ich es wie gesagt  am Mittwoch letzter Woche.
Es gibt auch eine Demo-Aufnahme, wo wir zu Testzwecken ein ausgedrucktes Gedicht von mir eingelegt haben, zum Einlesen und Vorlesen. Auf Facebook habe ich es für Freunde gepostet, aber wie ich es hier ins Blog bringen soll, weiß ich noch nicht. Ich bin zwar mit iOs 12 weitgehend zufrieden, jedoch kann ich seit iOs 12 aus der Foto-Mediathek von iPad und iPhone keine Videos mehr auf Youtube hochladen, was ich sehr schade finde, auch was vertonte Texte von mir und Klangbilder betrifft. Ein blödes Manko!
Was das Teilen von meinen vertonten Texten, Klangbildern, etc. betrifft, bin ich also noch auf der Suche nach einer Lösung. Soundcloud ist auch doof, hat zwar eine App, aber man kann damit nicht mehr aufnehmen. Bestehende Tondokumente hochladen geht so viel ich weiß überhaupt nur mehr über die Weboberfläche, und das ist mir mit dem iPhone oder iPad doch etwas zu umständlich. Zum Aufnehmen nutze ich die App Recorder HQ pro, und bin damit eigentlich auch sehr zufrieden. Audios lassen sich als Video in der Fotomediathek speichern, wenn gewünscht auch mit einem ausgewählten Titelbild, und von dort, von der Fotomediathek aus konnte ich es dann auf Youtube hochladen, was jetzt aber seit iOs 12 nicht mehr möglich ist. Das Video mit der Demo hat als Titelbild ein Foto von dem Gerät. Ach ja, die Fotos die Philipp vom Gerät gemacht hat, könnte ich schon mal in den Blog posten. Aber mit dem Demo-Video muss ich mir noch etwas einfallen lassen, mal sehen.
Halt! … mir fällt gerade ein, es gibt eine Live-Demonstration des Gerätes, zwar nicht von mir, aber von meinem Onkel. Am Abend vor der Übergabe hat er noch auf Facebook eine Live-Übertragung gemacht, diese ist öffentlich, also jeder kann es ansehen. Facebook-Live Demonstration Vorlesegerät Poet 2 kompakt.
So, dass war jetzt sehr ausführlich, ich komme nun erstmal zum Ende dieses Eintrages zum Thema Vorlesegerät. Jedenfalls ist es eine wahre Bereicherung, unabhängig von einer Sehenden Person Zugang zu gedruckten Texten zu haben, eine ganz neue Welt für mich.

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Neuigkeiten (Vorlesegerät)

Also, … ich mach‘s noch ein Bisschen spannend. … Mein Onkel war dort, … durfte das Gerät auch testen, … hat eine Zeitschrift hineingelegt und … ja, jetzt kommts, … es FUNKTIONIERT!!!, und das auch noch einwandfrei! Absolut vertrauenswürdig, also mit €150 wirklich ein echtes Schnäppchen.
Onkel Ronald hat das Gerät gleich gekauft, mitgenommen, und schickt es mir mit der Post zu. Super!!! Ich freu mich soooo sehr!!! Könnte grad voller Freude die ganze Welt umarmen!!! ❤ Diesen Eintrag lege ich auf jeden Fall auch in der Kategorie Glückstagebuch ab. 🙂