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Blöder Wochenstart

Es ist der zweite Tag des neuen Jahres, und schon mal ein blöder Start. Den Philipp hatte es heute kurz vor 7 in der Früh mit einem epileptischen Anfall, Krampfanfall erwischt. 😦 Bin froh, dass er diese Woche noch Urlaub hat. Bin etwas gefrustet. Warum kann man nicht einfach mal die Zeit genießen und warum muss gleich wieder irgendwas sein! Bin schon wieder froh, wenn der heutige Tag vorbei ist und hoffe natürlich, es kommen keine weiteren Anfälle nach. Ein Glück war aber, dass er zum Zeitpunkt des Anfalles im Bett war, gelegen ist.

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Verzweiflung und Hilflosigkeit trotzdem stark sein müssen und Ruhe bewahren

Verzweiflung und Hilflosigkeit empfinde ich gerade, und doch, ich musste eben stark sein und Ruhe bewahren, denn Philipp hatte jetzt am späten Abend leider wieder einmal einen Krampfanfall, und das so aus heiterem Himmel. 😦 Zum Glück saß er da gerade auf seinem Schreibtischstuhl. Haben uns zuerst noch ganz normal unterhalten, dann meinte er auf einmal, er hätte einen Krampf im rechten Bein, und kurz darauf ging das Krampfen los. Die rechte Seite ist ja bei ihm spastisch gelähmt, also verkrampft sich bei so einem Anfall dann auch die ganze rechte Seite. Und der Krampf im rechten Bein war wohl das Vorzeichen auf den eigentlichen Anfall.

Es kam mir wieder wie eine Ewigkeit vor, aber Philipp war diesmal trotz des Krampfanfalls ansprechbar. Ich konnte nicht mehr tun, als bei ihm stehen und versuchen beruhigend auf ihn einzuwirken, was dann wohl auch geklappt hat, denn nachdem ich sagte: „Ganz ruhig, ich bin ja da!“, wurde das krampfen langsam weniger.

Jetzt liegt er am Sofa und erholt sich. Nun als ich wieder drinnen bei meinem Schreibtisch war bzw. bin, kamen mir die Tränen, eben wie bereits geschrieben, durch Verzweiflung und Hilflosigkeit. Ich lasse die Tränen zu, zeige sie ihm aber nicht. Ich will nicht, dass er sich wegen mir unnötige Vorwürfe macht. Schließlich kann er ja nichts dafür, dass er diese scheiß Anfälle hat. Dazu noch die Erinnerungen an März diesen Jahres, wo er die letzten Anfälle, gleich zwei an einem Tag hatte. Seit diesem Horror-Sonntag damals kamen keine Anfälle mehr, erst jetzt wieder. Es arbeitet in mir. Aber das Schreiben hilft mir etwas dabei, in diesem Gefühlschaos zurecht zu kommen.

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Nur nicht zu viel nachdenken

Nur nicht zu viel nachdenken darüber, dass da wieder was kommen könnte. Es ist ein schmaler Grad. Der Mittelweg ist wichtig. Einerseits achtsam sein, andererseits sich aber nicht zu viel reinsteigern/Gedanken machen.

Der Arzt gestern im KH hat etwas sehr beruhigendes gesagt: „Wenn seit Sonntag dann nichts mehr war, ist es ein gutes Zeichen.“ – meint er damit, dass davon auszugehen ist, dass die Anfälle weiterhin sehr selten bleiben? Es wäre wünschenswert, damit wir unser Leben weiterhin möglichst entspannt verbringen können.

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23.03.2022 langer Arzt/Krankenhaustag diverse Untersuchungen

Es hat sich herausgestellt, dass unsere eigentliche Hausärztin nicht mehr im Urlaub, sondern selbst an Covid erkrankt ist, also sind wir zur Vertretung gefahren. Die hat dem Philipp eine Zuweisung gegeben, fürs Krankenhaus Abteilung Neurologie. Das war eine Odisee. Man wollte uns dort mit einem Termin auf den Sommer, … ja, Ihr lest richtig, auf den Sommer vertrösten!!! Freundlich aber bestimmt teilten wir mit, dass es jetzt abgeklärt gehört, weil die Anfälle ja akut am Sonntag waren.

Schließlich schickte man uns zur zentralen Notaufnahme des Krankenhauses. Es gibt nämlich wegen Covid geänderte Zutrittsregeln. Alles, was akut ist, wird derzeit nur noch über die zentrale Notaufnahme abgewickelt, nicht über die einzelnen Abteilungen. Das hat dann auch geklappt. Die Wartezeit nahmen wir in Kauf, denn Hauptsache ist, es finden Untersuchungen schnellstmöglich statt, und nicht erst im Sommer.

Blut wurde ihm abgenommen, ein EEG und ein CT gemacht. Der Arzt und die Schwester waren sehr nett. Und ich/wir haben wieder was neues dazugelernt. Da Philipp während eines Anfalls hauptsächlich auf der rechten Körperseite krampft, ist die linke Gehirnhälfte hauptbetroffen, wo auch das Sprachzentrum liegt. Das erklärt unter anderem, wieso er während eines Anfalles nicht sprechen kann. Die Aufnahmen vom CT sind im übrigen zum Glück unauffällig. Die Werte von der Blutabnahme kommen erst in den nächsten Tagen. Nächste Woche soll Philipp sich im Krankenhaus melden.

Gegen 14 Uhr waren wir wieder zu Hause. Das war ein langer Arzt/Krankenhaustag.

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Das Kartenhaus

Seit seinen Anfällen am Sonntag ist, für den Moment, alles anders als vorher, auch, wenn ich gestern schrieb, dass langsam wieder so etwas wie Normalität einkehrt. Dennoch fühlt es sich so an, für mich zumindest, als wäre ein Kartenhaus eingestürzt. Jeder Tag bringt eine gewisse ungewissheit mit sich. Am Schlimmsten ist für mich die Zeit am Abend, wenn ich im Bett liege. Es wird mir dann ganz schwer ums Herz, mit der Frage: „Was wird morgen sein? Werden wir/wird er einen weiteren anfallfreien Tag haben? Bleiben die Anfälle so selten wie früher, oder suchen sie ihn nun öfter heim?“

Heute hatten wir eine kleine Odisee, aber dazu später, in einem Extra-Eintrag mehr. Jedenfalls waren wir zu allererst bei der Vertretung unserer Hausärztin. Haben die Situation geschildert. Ich habe noch hinzugefügt, dass es für mich ein Schock war, dass er gleich zwei Anfälle an einem Tag hatte. Die Arzthelferin meinte, sie kann das gut nachvollziehen, denn sie hat das auch erlebt, bei einem, ihr nahestehenden Menschen. Es hat etwas traumatisches. Ja, da hat sie mir aus der Seele gesprochen, denn als traumatisch empfinde ich die Erlebnisse vom Sonntag auch, auch wenn ich es bis zu diesem Zeitpunkt nicht so wirklich wahrhaben wollte. Dachte, es ist halt einfach nur der Schock. Aber es sitzt so tief, die Erinnerungen usw. Es fühlt sich gerade so an, als hätte ich etwas verloren. Diese gewisse Leichtigkeit ist nicht mehr da, schwierig zu beschreiben. Es ist eine ständige Angst, eine innere Unruhe da. Dazu diese Schwere, als hätte man fast ständig eine Steinblatte auf der Brust liegen. Dann könnte ich immer wieder heulen. Meistens lasse ich die Tränen aber nicht zu. Da ist in mir so eine Stimme, die sagt, jetzt heul nicht rum, ich muss ja stark sein, usw.

Aber auch ihn haben die Ereignisse vom Sonntag seelisch mitgenommen, meinte am Vormittag, er hat solche Angst vor diesen Anfällen. Er kriegt ja wie gesagt die Krämpfe bewusst mit, kann aber nicht sprechen währenddessen.

Diesen Eintrag hier habe ich in der Früh angefangen, und jetzt am Nachmittag weitergeschrieben, bringe ihn aber jetzt zum Ende, schreibe dann wie gesagt später nochmal, sonst ist das ganze zu lang und zu viel auf einmal.

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Anfall der zweite😖

Vorhin der zweite Krampfanfall innerhalb weniger Stunden! Scheiße!!! Das war mir dann doch zu viel. Habe dann doch die Rettung gerufen, auch wenn der Anfall Nr. 2 schnell vorbei war. Die waren dann da, haben seine Werte genommen, war dann aber doch alles nicht so schlimm und sie mussten ihn nicht mit ins Krankenhaus nehmen. Einer der Rettungsleute fragte, ob mein Mann in letzter Zeit viel Stress gehabt hat, er bejahte, Stress im Büroalltag. Also kann gut sein, dass die Anfälle durch erhöhtes Stresslevel gekommen sind.

Trotzdem heavy! Zuerst so lang nix und dann gleich eine geballte Ladung, zwei Anfälle an einem Tag!!! Im Nachhinein war es doch vielleicht nicht nötig, die Rettung zu rufen, aber ich habe mir gedacht, zur Sicherheit. Besser überfürsorglich, als gar nicht. Fix ist, morgen gehts erstmal zur Hausärztin mit ihm. Auch die Rettungsleute haben gemeint, dass ich richtig gehandelt habe. Sie schreiben das als Erste-Hilfe-Leistung, also müssen wir diesen Rettungseinsatz auch nicht bezahlen, geht über die Krankenkasse.

Besorgnis, Traurigkeit, Angst, … ein negatives Gefühlschaos, was sich in mir breit macht.😢

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Der Sonntag ist gelaufen – Krampfanfall

Es passierte ganz plötzlich, zum Glück im Schutze des eigenen Zuhauses, dass der Philipp nach längerer Zeit wieder einmal einen Krampfanfall bekam. Zum Glück war er zu diesem Zeitpunkt auf dem Sofa.

Ich war zu dieser Zeit in der Küche, als ich hörte, wie er schneller atmete. Sofort ins Wohnzimmer gelaufen. Ihm beruhigend die Hände aufgelegt. Die rhythmischen Muskelkontraktionen gespürt, natürlich sofort gewusst, was los war. Beruhigend auf ihn eingeredet, gestreichelt. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, ging‘s dann zum Glück wieder. Fragte ihn, ob ich nicht doch die Rettung rufen sollte, er verneinte.

Es gibt ja so viele verschiedene Formen von epileptischen Anfällen. Bei ihm ist es eben so, dass er krampft aber alles bewusst mitkriegt, dennoch während des Anfalles nicht sprechen kann. Er nimmt auch ein Medikament gegen Epilepsie. Seine, durch die halbseitige, spastische Lähmung sowieso beeinträchtigte Hand, ist noch total verkrampft. Aber Kopfschmerzen hat er keine, also sonst keine Nachwirkungen von diesem Anfall. Er hatte auch keine Vorzeichen, dass da was kommt.

Ja, erschreckend, dass so ein Anfall ganz plötzlich daherkommt, ohne Vorwarnung. Da ist einerseits bei uns beiden die Angst, dass nun öfter Anfälle kommen, aber andererseits hoffen wir, dass es weiterhin bei sehr, sehr seltenen Anfällen bleibt. Alles in allem eine sehr angespannte Situation. 😦

Der Sonntag ist gelaufen. Erstmal das heute erlebte sacken lassen. Bin noch immer in so einer art Schockstarre, auch wenn es ihm jetzt wieder besser geht, aber es war eben so unvorbereitet. Glück auch, dass er schon am weichen Sofa war, und nicht irgendwo gestanden/gegangen ist, weil ansonsten wäre es zum Sturz gekommen, und das hätte böse Folgen haben können. Also in diesem Sinne Glück im Unglück sozusagen.