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Frust ablassen

Ja, ich weiß, es bringt eigentlich nichts, sich über die Wetterverhältnisse zu beschweren, andererseits bin ich enorm frustriert, weil von einem Tag auf den anderen all meine eigenständige Mobilität, durch den Schnee, bzw. Schneematsch dahin ist. Ja, Schneematsch, zum gehen alleine schon sehr ungemütlich und rutschig, mit Stock wäre mir diese Rutschpartie zu gefährlich gewesen. Zu zweit geht es einigermaßen, natürlich auch vorsichtig, aber man kann einander festhalten.

Das ärgert mich ja zusätzlich. Auf die Schneeschicht hat es zwischendurch draufgeregnet und dies hat zur Folge, dass sich keine schöne feste Schneeschicht bilden konnte, sondern eine matschige Suppe draus geworden ist.

Ja wie gesagt, trotzdem man an der Sache ansich nichts ändern kann, zieht es mich mächtig runter, auch wenn ich grundsätzlich bemüht bin, aus allem, aus jedem Wetter das beste zu machen, und ich eigentlich kein Mensch bin, der übers Wetter jammert. Ich hab mir halt dieses Jahr, mit Philipp‘s Hilfe, so viel an Mobilität und Selbstständigkeit erarbeitet, und das bleibt jetzt, wohl den ganzen Winter über, auf der Strecke. 😦 Klar, ich werde sicher nicht den Winter über alles vergessen, aber dennoch wirft es mich zurück, weil ich manche Wege sicherlich wieder auffrischen/neu einüben muss.

Zum Schluss bleibt nur zu hoffen, dass die Schneeräumung möglichst gut funktioniert, und ich zwischendurch, zumindest wenigstens mit Begleitung, hin und wieder ein bisschen mit Stock gehen kann.

Aber gut, jetzt ist mir wenigstens dahingehend etwas leichter, weil ich alles aufgeschrieben habe.

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zwiespältige Wintergefühle oder das Wetter ist kein Wunschkonzert

Nun also doch, … es schneit. Zuerst fragte ich am iPhone den Sprachassistenten Siri, wie das Wetter ist. Antwort: „Es schneit bei 1°C.“ Kurz darauf rief mich Philipp auf dem Heimweg an und teilte mir ebenfalls mit, dass es schneit.

Nun bin ich zwiegespalten. Einerseits, für meine Selbstständigkeit und Mobilität, mich draußen, mit Blindenstock zu bewegen, ist der Schnee alles andere als gut. Hier hoffe ich, dass er nicht liegen bleibt. Andererseits, dieses Wochenende, erster Advent, da hat es schon was feierliches, wenn es Schnee gibt, morgen soll es ja auch wieder schneien. Also, ich kann es durchaus verstehen, wenn sich Menschen, besonders Kinder, über den Schnee freuen. 😉

Ja, das sind sie, meine zwiespältigen Wintergefühle. Aber so ist das eben. Das Wetter ist kein Wunschkonzert und es ist halt so, der Lauf der Jahreszeiten, der Schnee tut der Natur eben doch gut.

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Nervenbündel und Technik-Schutzengel

Am Nachmittag war ich ein Nervenbündel. Normalerweise meldet sich Philipp immer, wenn er von der Arbeit weggeht, oftmals sogar nochmals, wenn er dann im Bus sitzt, aber diesmal nichts, kein Anruf. Und auch wenn ich ihn anrief, ging niemand dran. Da bin ich sofort nervös geworden. Nein, ich bin nicht überfürsorglich. Es ist nur so, dass der Philipp, zum Glück nur ganz, ganz selten mal einen epileptischen Anfall hat. Aber ich glaube, darüber hatte ich schon mal irgendwo hier geschrieben.

Dann kam er endlich, und mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Es ist alles in Ordnung, nur sein Handy reagierte nicht mehr, und er schaffte es nicht, selbst den Reset am iPhone durchzuführen. Dazu muss man nämlich die Home-Taste und den Ein-Ausschaltknopf gleichzeitig drücken und für ein paar Sekunden gedrückt halten, was allerdings aufgrund seiner halbseitigen Lähmung, wegen der er die rechte Hand so gut wie gar nicht benutzen kann, schwierig ist. Da ich 1. selber ein iPhone habe und 2. gut beide Hände gebrauchen kann, half ich ihm dabei, den Reset am iPhone durchzuführen, und jetzt gehts wieder. Philipp meinte erleichtert: „Du bist mein Technik-Schutzengel!“ 😉

Ja, wie ich bereits unter über mich geschrieben habe, wir ergänzen uns großartig, gleichen die Defizite unserer Behinderungen wieder aus, so gut es eben geht, und wir sind ein gutes Team. ❤ Und nun versteh ich auch, warum er unterwegs nicht ans Handy ging, weil es eben nicht mehr reagiert, sich aufgehängt hat.

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Heutiger Spaziergang alleine – ein Resümee

Ich muss/möchte selbstsicherer werden beim Gehen. Und ich muss/möchte wirklich das alleine rausgehen üben. Denn obwohl ich mir beim Weg eigentlich sicher war, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, fühle ich mich immer sicher, jedoch alleine, gehe ich automatisch langsamer, um wirklich sicher zu sein, dass ich keine(n) Fehler mache, nicht irgendwo hinkomme, wo ich nicht hin will.

Durch den Umstand, dass ich alleine natürlich langsamer unterwegs bin, aus oben erwähnten Gründen, wirke ich auf mein Umfeld, also auf andere Passanten verloren und orientierungslos. Ich bin mehrmals angesprochen worden, ob ich Hilfe brauche, was ja nett ist. Auf dem Rückweg gab es eine nette Situation, wo die Technik als Kommunikationshilfe diente. Da war ein junger Mann, der nicht oder nur sehr wenig deutsch konnte. Der sprach mich an, auf englisch, worin ich grottenschlecht bin. Ich dachte zuerst, was will denn der jetzt von mir, weil er mir ein Stück gefolgt ist. Dachte mir schon, will der Geld? – oder sonst irgendwas? – Aber nein, … er nahm sein Handy, sprach etwas hinein, in einer, für mich fremden Sprache, und ließ dies auf deutsch übersetzen, und mir von der Stimme vom Übersetzer vorlesen: „Ich denke, Du bist verloren und brauchst Hilfe.“ – da ging mir sprichwörtlich ein Licht auf, der wollte nichts von mir, im Gegenteil, auch nur seine Hilfe anbieten, und weil es zwischen uns schwierig war, mit der Kommunikation, nutzte er einen Übersetzer am Smartphone, um mir etwas mitzuteilen. – ich lehnte, mit einem „thank you very much.“, dankend ab.

Aber das wichtigste, ich habe alleine wieder nach Hause gefunden und war doch über eine Stunde unterwegs. Da schon hatte ich mein Schritteziel von 5000 Schritten erreicht, sogar überschritten, mit 5375. Ich hatte auch auf der Apple Watch den Trainingsmodus „gehen outdoor“ mit laufen, um dann zu Hause einen Überblick zu haben, wie lange ich unterwegs war. Es waren 1 Stunde und 8 Minuten.

Dann waren wir noch gemeinsam im Supermarkt am späten Nachmittag. Dadurch bin ich auf 9728 Schritte heute gekommen, womit ich mehr als zufrieden bin.

Resümee: Einerseits war es schön, alleine unterwegs zu sein, andererseits war aber, auf Grund der, doch noch vorhandenen Unsicherheit ein bisschen Unwohlsein dabei, weil es mir unangenehm war, dass ich auf andere Menschen so hilflos und verloren gewirkt habe.

Ein Teil von mir ist resigniert, meint, ich sollte doch nicht alleine rausgehen, worauf ein anderer Teil aber protestiert und meint, für was haben wir dann Wege mit dem Stock einstudiert? Eben, damit ich alleine etwas mobiler bin.

Was der morgige Tag bringt, werde ich sehen, kann noch nicht sagen, ob ich morgen rausgehe, alleine, oder nicht. Der resignierte Teil meint nein, der motivierte Teil meint ja, ich sollte jeden Tag, wo es trocken ist und nicht regnet oder schneit, zum gehen ausnützen, um zu üben, damit ich auch alleine sicherer werde. Ja, sobald irgendwann im Winter Schnee liegt, wird es mit dem Stocktraining sowieso schwierig, vor allem, sollte mal viel Schnee liegen.

Das ist eben das nächste Problem. Wie schaffe ich es, den Winter über, gut in Bewegung und in Übung zu bleiben, damit ich nicht im Frühling wieder alles auffrischen muss? – deshalb, ich hoffe auf einen, möglichst schneearmen Winter.

Aber was bringt das in die Zukunft schweifen. Trotzdem war es wieder gut, diese Gedanken aufzuschreiben. Jetzt gönne ich mir einen Tee, „innere Balance“, einen Kräutertee. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend und für morgen schon mal einen guten Start in den neuen Tag. 🙂

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ausführlicher Eintrag zur Mittagszeit 23.11.2021

Verkatert fühlte ich mich heute. Gut geschlafen diesmal zwar, aber mit irrsinnigen Kopfschmerzen aufgewacht, vor allem am Hinterkopf, so als hätte ich entweder letzte Nacht viel gesoffen, oder als hätte mir jemand mit einem Hammer auf den Hinterkopf gehauen. Höchst unangenehm. Okay zuerst dachte ich, Flüssigkeitsmangel, habe also viel getrunken, Wasser und Tee, aber trotzdem keine Besserung. Also doch eine Tablette genommen und jetzt geht es langsam bergauf. Der Nebel im Kopf lichtet sich, er fühlt sich freier an, also der Kopf, nicht der Nebel. 😉

Apropos Nebel, draußen ist es schon seit Tagen düster und nebelig. Aber vielleicht sollte ich Nachmittags doch mal kurz rausgehen, auf einen kleinen Spaziergang. Das ist ja auch im Lockdown erlaubt, zur körperlichen Betätigung und psychischen Erholung. Die frische Luft würde mir gewiss gut tun. Gestern, als ich so übermüdet war, wollte ich nicht alleine mit dem Stock gehen, nicht einmal zum Einkaufen am späten Nachmittag mit dem Philipp. Mitgegangen bin ich trotzdem, ohne Stock, wir sind Arm in Arm, bzw. Hand in Hand gegangen. Ich wollte nicht riskieren, das irgend etwas passiert.

Aber heute fühle ich mich grundsätzlich gut ausgeruht. Ich bin froh, dass ich mir, mit Philipp seiner Hilfe mehr Mobilität erarbeitet habe, um auch mal kleine Wege alleine zu gehen.

Also, ich werde berichten, ob ich unterwegs war. 😉 Fürs Erste steht einmal mein Plan, gegen 14 Uhr die Wohnung und meine Komfortzone zu verlassen, und einen kleinen Spaziergang zu machen, natürlich nur auf Wegen, die ich schon kenne, damit ich auch wieder alleine nach Hause finde. 😉 Angst habe ich jetzt keine. Angst wäre nur begründet, wenn ich irgendeinen Weg gehen würde, den ich/wir noch nicht so oft geübt habe(n), aber dies habe ich, wie gesagt nicht vor. Angst vielleicht nur dahingehend, dass mich unterwegs jemand blöd anquatscht, so nach dem Motto, was ich denn als blinder Mensch alleine da draußen mache. – für diesen Fall hätte ich allerdings eine selbstbewusste Antwort parat: „Ich nutze mein Anrecht auf körperliche Betätigung an der frischen Luft, was mir und meiner Psyche gut tut.“ – ja, man macht sich so viele unnötige Gedanken. Andererseits gibt es leider Leute, mit unnötigen Vorurteilen. Der absolute Gipfel war ja diese Begegnung. Allerdings, wie ich schon in dem verlinkten Beitrag geschrieben habe, die meisten Begegnungen mit fremden Menschen sind durchweg positiv.

Ja, es war gut, dass ich die Kopfschmerztablette genommen habe, denn sonst würde ich mich wohl jetzt auch noch wie benebelt und unwohl fühlen, wäre ebenfalls keine gute Voraussetzung, für einen Spaziergang ganz alleine, mit dem Blindenstock. Wegen dem Lockdown werden aber wahrscheinlich eh kaum Menschen unterwegs sein, so kann ich mich voll und ganz auf mich, meine Umgebung und den Weg konzentrieren. Aber gerade deswegen, weil wohl weniger los ist, ist es so wichtig, nur einen Weg zu gehen, wo ich dann sicher wieder alleine zurück, nach Hause finde, um auf niemanden angewiesen sein zu müssen, der mir hilft, wieder auf den richtigen Weg zu kommen, falls ich mich verfranze. Aber ich muss/will es wagen, einfach nur mal ohne bestimmten Grund rauszugehen, nicht, weil ich irgend etwas erledigen muss, oder einen Termin habe, sondern einfach nur der Bewegung wegen, und um die Lust auf frische Luft zu befriedigen. Wenn es heute klappt, kann ich mir zukünftig vorstellen, jeden Tag alleine etwas zu gehen, auf gewohnten Wegen, einfach nur, um mich zu bewegen. Es ist also heute auch eine Art Test, nicht, weil ich jemandem etwas beweisen muss, sondern für mich selbst, um mir 100% sicher zu sein. Klar, für frische Luft gäbe es zwar auch den Balkon, aber was soll man bei der Kälte da draußen machen? Herumsitzen und sich den Allerwertesten abfrieren? *grins* Nein, darauf habe ich keine Lust. Die Katzen lasse ich schon raus, wenn sie es wollen, vor allem die Franzi und der Merlin mögen selbst bei der Kälte gern raus, klopfen dann mit der Tatze gegen die Glasscheibe von der Tür und miauen. Die Balkontür ist meistens auf Kipp, damit man das Miauen gut hört. Da kam es vorhin eh zu einer lustigen Situation: Die Franzi miaut draußen und klopft an die Scheibe, und ich red so von drinnen mit ihr: „Ja, Franzi, willst wieder rein?“, und der Merlin herinnen „miau“, worauf ich lachend antwortete: „Aber Merlin, Du heißt doch nicht Franzi.“ Dann ließ ich sie rein, und der Merlin lief raus. Dann verstand ich ihn erst. Er wollte mir itteilen, dass er jetzt raus wollte, sobald ich die Balkontür für die Franzi geöffnet hatte. Trotzdem, es war eine Augenblickskomik. Ich red mit der Franzi, und der Merlin antwortet.

So, genug geschrieben für den Moment. Es tut einfach gut, seine Gedanken niederzuschreiben. Und wie gesagt, ihr hört/lest heute bestimmt noch von mir. 🙂

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versifft

Was haben ein Rucksack und diese Welt gemeinsam?

Beide sind versifft.

Der Rucksack ist versifft, mit alkoholfreiem Bier, dass auf dem Weg vom Einkaufen nach Hause in das große Fach vom Rucksack ausgelaufen war, weil die Dose ein Loch hatte, oder sonst wie undicht, was wir allerdings erst zu Hause bemerkt hatten.

Die Welt ist versifft, mit Corona und negativen Nachrichten in den Medien.

Mein Sein ist versifft, mit schlechter Laune.

„versifft“, das Wort des Tages! 😦

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Unrund

Ich fühle mich noch etwas unrund. Klar, einerseits bin ich froh, dass der Tumor, welcher sich stets wie ein Fremdkörper angefühlt hat, entfernt ist. Andererseits tut jetzt dort, wo das war, alles weh und die OP-Wunde muss erst heilen. Meine Oberlippe ist auch geschwollen. Ich fühle mich unrund. Ernähre mich momentan von pürierter Nahrung und Suppen. Schmerztabletten habe ich da, und auch Salbeitee. Ab heute soll ich nämlich mit Salbeitee spülen. Habe schon einen vorbereitet, muss nur noch auskühlen.

Andererseits auch Ängste dahingehend, dass 1. nach dem Abheilen der Wunden Stellen im Mund wieder was nachwächst. Ja es ist noch so unwirklich, dass das Ding weg ist. Daher wohl auch die Angst, dass wieder was nachkommt… – und dann würde ich gerne die Zeit soweit vorwerts drehen, bis zum 16. November, wo ich wieder rein muss zur Nachuntersuchung und Besprechung. Ich hätte gerne jetzt schon die Gewissheit, dass es ein gutartiges Gewächs war.

Ein Teil von mir meint, ich solle doch nicht so wehleidig sein, mich zusammenreißen. Schließlich bin ich kein kleines Kind mehr. … Aber ich kann es nicht steuern, dass mir immer wieder einfach so die Tränen kommen und ich heulen muss. Das grässlichste übrigens an der ganzen OP gestern war übrigens die Nadel von den Betäubungsspritzen, auf jeder Seite (links eine, und rechts eine). Dabei sind mir dann auch die Tränen in die Augen geschossen, konnte ich auch nicht steuern. Dafür habe ich dann danach die OP nicht gespürt. Das war meine größte Angst gestern, dass, sowie damals bei der Wurzelbehandlung die Betäubung nicht gut wirkt, und ich bei der OP auch noch Schmerzen habe, aber gestern war nichts dergleichen, sie mussten nicht mehr Betäubungsmittel nachspritzen. Na ja, im Krankenhaus haben sie wohl stärkere Mittel, als in herkömmlichen Zahnarztpraxen.

Aber ansonsten, ich kann mich nicht beklagen, es waren alle im KH sehr nett und bemüht, sie geben alle ihr bestes. Ich bin dankbar, für unser gutes Gesundheitssystem.

Ich war gestern bereits vor 22 Uhr im Bett. Trotzdem hat es eine Weile gedauert, bis ich eingeschlafen bin. Um kurz vor 1 war ich mal wach, etwas trinken und am Klo, dann habe ich durchgeschlafen, bis zum Morgen. Ohne Schmerztablette wäre das nicht gegangen!!!

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Früh wach trotz wenig Schlaf

Ich bin heute schon seit etwa viertelsieben wach, in freudiger Aufregung, wegen heute Mittag, wegen dem Beratungsgespräch im Blindenverband. So ein Blindenstock ist ja doch ein wichtiger Begleiter im Alltag, für mich und andere blinde Menschen zumindest. 😉

Dabei habe ich in der Nacht von gestern auf heute eher unruhig geschlafen. Warum? Ich sage nur Gedankenkarusell. Und warum das Gedankenkarussell? Naja, … Mich hat die Verschmutzung des Gehweges gestern gedanklich noch beschäftigt. Dies führte dazu, dass ich auf Facebook einen Text geschrieben habe, in welchem ich einen durchaus kritischen Gedanken äußerte, was diese ganze „Fridays for future“-Bewegung angeht. Ich habe auch lang überlegt, ob ich das posten sollte, oder eher nicht, habe es dann aber doch getan. Nachträglich dachte ich mir aber so, war das eine gute Idee? – immerhin muss man auf Socialmedia schon sehr aufpassen, weil andere Meinungen immer wieder angefeindet werden. Und ich habe ja doch Menschen auf meiner Freundesliste, welche die Klimastreiks und Demos aktiv unterstützen. – andererseits habe ich es, denke ich, doch gut geschrieben, sodass sich niemand persönlich angegriffen fühlen muss… Dennoch in der letzten Nacht immer wieder ein schlechtes Gewissen, so nach dem Motto: „War es richtig, meine Gedanken auf FB zu teilen?“. Ein Teil von mir will flüchten, meint, ich solle das Posting von gestern wieder löschen, doch der größere Teil meint doch: „Nein, lass das Posting bestehen.“, weil es ja nicht beleidigend oder herablassend geschrieben ist. Zum Schluss des Postings habe ich eh geschrieben, so auf die Art: „Ich möchte mit nichts angeben und mir auch nicht gut vorkommen, aber das sind halt meine Gedanken dazu.“, weil ich oft das Gefühl habe, gerade auf sozialen Netzwerken muss man sich für die Meinung, die man hat und seine Gedanken, rechtfertigen, aus Angst vor negativen Reaktionen/Anfeindungen. Man weiß ja nie. …

Eben diese Ängste, das schlechte Gewissen, die Frage, ob es richtig war, auf FB meine Gedanken/Meinung kund zu tun, ließen mich nur unruhig schlafen. Ich bin ja eigentlich jemand, der sich kaum zu irgendetwas kritisch äußert. Das heißt nicht, dass ich mit allem, was so passiert, einverstanden bin, aber es ist doch abschreckend, wie mit anderen Meinungen oft umgegangen wird. Jedoch diesmal konnte ich mich nicht zurückhalten. Mich wurmt das nämlich, einerseits die ganzen Klimademos, und andererseits können manche Menschen die einfachsten Dinge nicht, wie ihren Müll in den Mülleimer zu werfen. Klar ich verstehe das Motiv dieser Demos, man will erreichen, dass die Politik in Sachen Natur und Umweltschutz handelt, aber seien wir uns mal ehrlich, jeder muss zuerst vor seiner/ihrer eigenen Türe kehren und überlegen, was können wir, das Volk, was kann jeder einzelne von uns zu einer sauberen Umwelt beitragen? Ich finde, mit durch die Gegend marschieren und demonstrieren ist nichts produktives getan. Vielmehr sollte es stattdessen bewusste Gruppenbildungen geben, die aktiv zum Schutz und der Reinigung unserer Umwelt beitragen, also das man den jungen Menschen bewusst aufzeigt, was sie selbst tun können, wie eben z.B die Natur und Wege von Müll befreien, ihnen beizubringen, dass man Müll nicht achtlos wegwerfen soll, usw.

Ja, ich bin eben ein Sensibelchen. Mich lässt das nicht kalt, wenn Natur und/oder Tiere ungerecht behandelt werden. Viele Menschen vergessen leider, dass wir als Menschen ebenfalls ein Teil der Natur sind.

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Verspäteter Nachtrag – Video vom Sonntag

Jetzt ist mir aufgefallen, dass ich komplett vergessen hatte, das Video vom Sonntag auf Youtube hochzuladen. Heute habe ich das nachgeholt. Am Sonntag war es so, dass das Internet so lahm war. Auf Facebook konnten wir es gerade noch hochladen, aber dann hatte ich keinen Bock mehr. Schließlich habe ich darauf vergessen und bin heute erst wieder draufgekommen,, dass es noch nicht auf Youtube ist, bzw. war.

Äh ja, worum gehts denn jetzt überhaupt? Ganz einfach: Philipp hat mich am Sonntag gefilmt, wie ich mit dem Blindenstock den naturbelassenen Weg entlang gegangen bin.

Ihr dürft das Video gerne teilen/weiterverbreiten. 😉

So, somit ist dies auch verewigt. 😉

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Gedicht-Gedanken Jahreszeiten

Wie Blätter im Wind

Wie Blätter im Wind,

sind die Worte,

die durch meine Gedanken huschen.

Kaum will ich sie aufschreiben,

entgleiten sie mir,

erscheinen mir doch nicht richtig,

nicht relevant.

Am Ende bleibt das Blatt,

bzw. das Worddokument leer,

leer, wie ein Baum,

der nach einem Herbststurm

seine Blätter verloren hat.

Kreuz und quer,

die Gedanken-

und Wortfetzen verstreut,

wie das Herbstlaub von den Bäumen,

auf Wiesen und Wegen.