Kategorien
Allgemein

Aus den Erinnerungen, eine sommerliche Kurzgeschichte

Die nachfolgende Geschichte habe ich letztes Jahr geschrieben:

Die Blume, das Mädchen und der Schmetterling – eine sommerliche Kurzgeschichte

Es war ein heißer Sommertag. Auf der Wiese stand eine Blume. Sie ließ den Kopf hängen. Menschen gingen vorbei, durch den Park, redeten miteinander, starrten auf ihre Smartphones, tröhnten sich die Ohren mit lauter Musik zu, usw. Dabei sangen doch die Vögel so schön ihre Sommerlieder. Sommerblumen blühten duftend. „Sind die Menschen blind für die Schönheit der Natur geworden?“, fragte sich die Blume traurig. „Mach Dir über die Menschen nicht zu viele Gedanken. Sie sind nur daran interessiert, die Natur auszubeuten!“, brummte ein Marienkäfer, der an der Blume und der Wiese vorüber flog. Da ließ die Blume nur noch mehr den Kopf hängen. „Wenn ich könnte, würde ich jetzt weinen!“

Am nächsten Morgen landete ein wunderschöner Schmetterling auf der Blume. Er sprach: „Na, so traurig, Blumenfreundin?“, und die Blume nickte. Aber bevor die Blume noch mehr sagen konnte, stöhnte der Baum über ihr: „Uns ist allen heiß. Da muss man doch nicht traurig sein. Und der nächste Regen kommt bestimmt.“ Der Baum lachte freundlich zur Blume und dem Schmetterling herunter. Die Blume konnte nur müde zurück lächeln.

Vorsichtig umschlang der Schmetterling die Blume mit den Fühlern, so als wollte er sie umarmen. „Dein Grund für die Traurigkeit ist aber bestimmt nicht die Sommerhitze oder, Wiesenblümchen?“, fragte der Schmetterling sanft. „Nein, ich bin traurig, weil die meisten Menschen zu wenig die Natur achten. Sieh Dich nur mal um! Viele meiner Blumenschwestern sind zertrampelt. Zwischen uns Blumen liegt der Müll, den sie auf ihren Ausflügen zurück lassen. Sieh nur, sieh! Und da soll man nicht traurig sein? Mir als Blume schenkt man auch keine Beachtung. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis ich auch zertrampelt bin, wie meine Weggefährten.“

Kurz nachdem die Blume dem Schmetterling den Grund ihrer Traurigkeit erzählte, kam ein Mädchen auf die Wiese. Zuerst erblickte sie den Schmetterling, dann die Blume und sagte: „Oh, wie schön wäre diese Blume, wenn ihr Köpfchen aufrecht am Stengelchen sein würde! Nicht wahr, lieber Schmetterling?“ Es schien so, als würde der Schmetterling dem Kinde zunicken. Achtsam sah sich die Kleine weiter um und entdeckte den Müll, von dem die Blume gesprochen hatte. „Ach, mir ist eh langweilig, da kann ich wenigstens der Natur etwas gutes tun, und etwas aufräumen.“, sagte das Mädchen zu sich. Und so ging die Kleine mehrmals hin und her, um den Müll einzusammeln, und diesen in die ohnehin vorhandenen Mülleimer zu entsorgen. Dann ging sie zur Blume hin, strich ihr über die Blütenblätter und sagte: „Nun sei nicht mehr traurig. Ich hab Dich lieb, und alles in der Natur. Bei uns Menschen sagt man, um jemanden aufzumuntern, Kopf hoch! Und das gilt auch für Dich, Wiesenblume, Kopf hoch!“

Schließlich blickte die Kleine zum Himmel und sagte:

„Ach, lieber Gott, lass es bitte heut noch regnen,

sollst Blumen und Pflanzen mit Wasser segnen.

Müll weggeräumt hab ich,

nun bitt ich Dich,

wasch Du alles

mit kostbarem Regen rein,

damit danach die Natur in neuem Glanz erstrahlt,

im hellen Sonnenschein.“

Und wahrhaftig! Zum Abend hin zogen dunkle Wolken auf. „Für heute verabschiede ich mich, Blumenfreundin.“, sagte der Schmetterling und flog davon, um sich vor dem nahenden Regenwetter in Sicherheit zu bringen.

Es war aber nicht nur ein Regenwetter, nein, ein richtiges Sommergewitter fegte laut und reinigend über die Wiese hinweg, welches bis in die Nacht hinein andauerte.

Am nächsten Morgen schien wieder die Sonne. Die Blume reckte und streckte sich. Es fühlte sich alles so rein und frisch an. „Ja, nun will ich aufrecht in der Wiese stehen. „Schmetterling! Wo bist Du?! Sieh mal, wie frisch und rein alles ist!“, rief die Blume. Und wie durch ein Wunder brachte der nährende Regen neue Wiesenblumen hervor, die sich plötzlich aus der Erde trauten. Sie nickten fröhlich mit den Köpfen.

Da kam das Mädchen wieder. Der Schmetterling setzte sich ihr auf die Schulter und flüsterte ihr ins Ohr: „Danke, dass Du meine Blumenfreundin wieder glücklich gemacht hast.“ Sie lächelte. Und in diesem Moment konnte man nicht genau sagen, wer schöner lachte, die Sonne, oder das Kleine Mädchen.

24.07.2019

Kategorien
Allgemein Intuition und Spiritualität

Aus den Erinnerungen, eine ältere Geschichte von mir + Foto – Die Botschaft der Sonnenblume an die Menschen

Diese Geschichte samt Foto ist mir heute sozusagen, im übertragenen Sinne in die Hände gefallen, ich habe sie vor längerer Zeit geschrieben und mein Onkel Ronald hat das Foto bei gesteuert.

Die Botschaft der Sonnenblume an die Menschen

Eine prächtige Sonnenblume schaukelte im sanften Wind hin und her und erfreute sich an den warmen Sonnenstrahlen. Die Sonnenblume schien über etwas nachzudenken.

„Worüber denkst Du nach, liebe Sonnenblume?“ fragte eine Stimme freundlich. „Ich denke über die Menschen nach.“ Antwortete die Sonnenblume. Bevor die Stimme etwas erwidern konnte, fragte die Sonnenblume: „Wer bist Du denn?“ „Ich bin Sonnya, Deine Schutzfee. Von Anfang an bin ich schon bei Dir.“ „Oh wie schön!“ hauchte die Sonnenblume. Dann ergriff Blumenfee Sonnya wieder das Wort und fragte: „Aus welchem Grund denkst Du über die Menschen nach?“ „Ach weißt Du, viele von ihnen sind so negativ, egoistisch und undankbar. Ich habe mir gedacht, sie sollten sich ein Beispiel an mir nehmen. Ich bin so überaus dankbar, dass ich von Mutter Erde und dem Himmelsvater genährt und versorgt werde. Von Mutter Erde werde ich durch Wasser genährt, und Vater Himmel schickt mir täglich die schönsten Sonnenstrahlen. Die Menschen sollten sich dem Licht zuwenden, so wie ich es tue. Der erste Schritt wäre, dass sie sich auf die Positiven Dinge im Leben zentrieren. Der Folgende Satz könnte zum Beispiel hilfreich sein: Ich zentriere mich auf das Positive und wende mich, wie eine prachtvolle Blume dem Licht zu! Der Satz kann laut, leise oder gedanklich gesprochen werden. Zusätzlich kann man sich eine Sonnenblume vor dem inneren Auge vorstellen.“ Die Fee lächelte die Sonnenblume an und erwiderte: „Das finde ich aber süß von Dir, dass Du Dir Gedanken um die Menschen machst! Du hast natürlich recht, wobei es schon Menschen gibt, die den positiven Weg des Lichts bereits gehen. Wir Feen und auch die Engel können dies beobachten. Für jene Menschen, die noch einen Kampf zwischen Licht und Schatten austragen müssen, ist Deine Botschaft eine Kraftquelle, den Mut aufzubringen, gegen die Schattenwelt, anzukämpfen und für das Licht zu sein.“ Die Sonnenblume freute sich sehr darüber, dass Sonnya so voller Begeisterung war. Sonnya wollte die Botschaft der Sonnenblume so schnell wie möglich an alle anderen Engel und Lichtwesen weitergeben, damit sie an die Menschen verbreitet werden konnte.

Es gab eine Engelkonferenz. Viele Engel, die eng mit Menschen in Verbindung stehen, nahmen an der Konferenz teil. Sie alle hörten sich an, was Blumenfee Sonnya und ihr Schützling zu sagen hatten und erklärten sich bereit, die Botschaft auf der Erde zu verbreiten. Sonnya umarmte die Sonnenblume voller Freude. Zum Schluss richtete ein sehr mächtiger Engel das Wort an die Sonnenblume: „Gestattest Du, dass wir Deine Botschaft allgemein als Geschenk der Lichtwesen an die Menschen bezeichnen? Denn wir sind alle bestrebt, die Menschen auf den Weg des Lichtes zu leiten und zu führen.“ „Ihr habt meine volle Zustimmung!“ rief die Sonnenblume erfreut. Nach der Engelkonferenz wurde ein Fest der Freude gefeiert, und die Sonnenblume war die Heldin des Tages.

Kategorien
Allgemein

Diese Geschichte entstand vor einem Jahr – nette Erinnerung in schwierigen Zeiten

Genau vor einem Jahr, habe ich die Geschichte über zwei Hasen geschrieben. „Mümmelchen und Naseweiß – eine lustigverrückte Hasengeschichte“

Und weil mir gerade danach ist, füge ich sie noch einmal in diesen Beitrag mit ein, damit man sie gleich lesen kann, ohne oben auf den Link klicken zu müssen:

Mümmelchen und Naseweiß – eine Lustigverrückte Hasengeschichte

Stellt Euch vor, heute habe ich zwei Hasen belauscht. Sie heißen Mümmelchen und Naseweiß.

MeintMümmelchen zu Naseweiß: „Seien wir froh, dass Ostern nicht jetzt im Sommer ist.“ „Warum meinst Du?“, fragt Naseweiß. „Na, überleg doch mal, unsere süßen Geschwister aus Lokoschade, … oder wie das Ding heißt. Von denen wäre bei der Hitze nicht mehr viel übrig.“, entgegnet Mümmelchen.

Naseweiß rümpft sein Näschen und meint: „Poah mein Freund, ist Dir so fad, dass Du Dir über Schokohasen Gedanken machen musst? Und außerdem, Schokoweihnachtsmännern ging’s jetzt auch nicht besser.“

Mümmelchen lacht und meint: „Du musst ja noch verrückter sein als ich, wenn Du Dir im Sommer über Schokoweihnachtsmänner Gedanken machst.“

Naseweiß schüttelt den Kopf und sagt: „Du siehst das zu eng, denn ein Bisschen gedankliche Abkühlung kann nicht schaden, und außerdem, in einem guten halben Jahr ist es eh schon wieder soweit. Die Zeit vergeht wie im Flug.“

Mümmelchen seufzt: „Erinnerst Du Dich nicht mehr daran, was die weise Großmutter Eule mal gesagt hat? Man soll im Hier und Jetzt leben, nur das ist wichtig. Ähm, … zurück zu den Schokohasen: Von was ernähren die sich eigentlich?“

Naseweiß lacht verschmitzt und antwortet: „Die Lokoschadehasen sind schneller weg, als man das Wort Karotte aussprechen kann, vermute ich mal. Wenn sie sich ernähren, dann vielleicht höchstens von Marzipankarotten.“

26.06.2019

Anhören kann man die Geschichte auch…

Kategorien
Allgemein

Die Geschichte von Prinzessin Maurelle Märchenglanz, dem schwarzen Baron und dem Drachenprinz

Auch veröffentlicht auf: Meine bunte Textewelt. Fotos hat der Philipp gemacht, während ich an der Geschichte schrieb, bzw. ich sie gestern überarbeitet habe. 😉 Nun aber viel Freude mit der Lektüre.

Die Geschichte von Prinzessin Maurelle Märchenglanz, dem schwarzen Baron und dem Drachenprinz

Es war einmal eine böse Hexe. Sie wurde von allen „Lana, die Schreckliche“ genannt. Diese Hexe hielt die schöne Prinzessin Maurelle Märchenglanz, Tochter des Königs Marchius von Märchenhausen, mitsamt ihren Freunden, einem Einhorn, eine Elfe, eine Fee und einen Zwerg gefangen. Ein Kobold wollte seine Freunde und die Prinzessin befreien, aber dabei ward er selbst gefangen.

Der König des Märchenlandes ließ folgendes verkünden: „Jener edle Jüngling, welcher es schafft, meine liebliche Tochter, Prinzessin Maurelle Märchenglanz zu befreien, der soll sie zur Frau bekommen. Von meiner Seite stelle ich als Hilfe unseren royalen Zauberer Jasonius, den Weisen, zur Verfügung. Er soll Euch jedoch lediglich als Wegweiser dienen. Den Hauptpart der Befreiung muss der mutige Jüngling schon selbst übernehmen.“

Keiner ahnte, wer der neue Held des Märchenlandes sein würde. Aber genauso wenig wusste man von den finsteren Plänen des schwarzen Barons. Sein Name war „Trolläus, der Wilde, von Trollinghausen“. Er war, wie man schon dem Namen entnehmen kann, ein Troll. Die böse Hexe Lana war Teil der dunklen Machenschaften. Ihr war von dem Troll befohlen worden, Prinzessin Maurelle und ihr „Anhängsel“, wie er es nannte, zu überlisten und einstweilen gefangen zu nehmen. Der Troll galt als schwarzer Baron von Trollinghausen, der Hochburg für die dunkelsten Gestalten. Keiner seiner finsteren Gefolgsleute wagte es, ihm zu widersprechen. Sein Plan war es, Prinzessin Maurelle mit einem Zaubertrick gefügig zu machen, und sie auf die dunkle Seite der Magie zu ziehen. Maurelle sollte in einen Troll verwandelt, und die schwarze Baronin von Trollinghausen werden.

Damit die schöne Prinzessin Maurelle Märchenglanz und ihr Gefolge nicht so schnell gefunden werden konnte, brachte man sie auf eine Insel, nahe der Grenze zu Trollinghausen, auf der es ganz dunkel zu sein schien. Aber immer wieder waren die armen gefangenen dort von Dunkelalben und Kobolden geneckt und von Irrlichtern geblendet worden, sodass sie sich, bei somanchem Fluchtversuch verirrten.

Zurück ins Märchenland, in die Hauptstadt Märchenheim. Dort gab es einen Drachen, der auf einer verlassenen Burgruine lebte. Sein Name war Frank von Feuerstein. Selbst er bekam von einer Brieftaube die Botschaft des Königs, auch wenn jeder über jenen Drachen etwas anderes sagte. Die einen im Märchenland meinten, der Drache sei furchtbar böse, die Anderen wiederum munkelten, er sei von einer bösen Hexe verflucht, und von einem Prinzen in einen Drachen verwünscht worden. Wie dem auch sei, der König wollte jedem gleichermaßen die Chance geben, unabhängig davon, was sein Volk über einzelne, mögliche Anwärter lästerte und tratschte.

Der Drache Frank Feuerstein ließ erst einmal ein Bisschen Zeit vergehen. Nach einiger Zeit kam wieder königliche Post. Da stand geschrieben:

„Sehr verehrte Jünglinge und Edelmänner! Bisher ist es noch keinem geglückt, meine Tochter Maurelle Märchenglanz und ihr Gefolge zu finden. Ich, König Marchius von Märchenhausen, wende mich mit einem verzweifelten Apell an all jene, die sich noch nicht getraut haben. Bitte, meldet Euch! Einer von Euch wird gewiss der Gewinner sein, und meine Tochter, Prinzessin Maurelle Märchenglanz finden und befreien.“. Dann folgte noch die Unterschrift des Königs.

Jetzt war der Drache Feuer und Flamme. Er wollte es wagen und die Prinzessin befreien, wo auch immer sie sein möge. So schrieb er auf die andere Seite des Blattes: „Ich will es wagen. Bitte schickt mir Euren Zauberer, damit er mir den Weg weisen kann. Vielen Dank!“. Und da kam auch schon eine Brieftaube herbei, um die Rücksendung an den König abzuholen. Prompt wurde Frank Feuerstein zu einem Gespräch ins Königshaus eingeladen. An der Unterredung nahmen sowohl KönigMarchius, als auch der Zauberer Jasonius, der Weise teil. Der König fragte: „Warum willst gerade Du, meine Tochter befreien, und danach zur Frau haben?“. Der Drache erzählte seine Geschichte. Vor einiger Zeit war er von einer bösen Hexe in einen Drachen verwünscht worden. Nur eine Prinzessin könne ihn erlösen.“. „Dann stimmt es doch, Herr König! Das ist der verwünschte Drache.“, flüsterte der Zauberer. Dann wandte er sich dem Drachen zu: „Und, wie denkst Du, kann ich Dich am besten unterstützen?“ „Welche Anhaltspunkte gibt es? Wo könnte die Prinzessin sein?“ Der Drache bekam vom Zauberer und dem König eine Landkarte vorgelegt, auf der eine Insel eingezeichnet war. Diese Insel sah auf der Karte aus, wie ein dunkler, schwarzer Fleck. Der König sprach: „Wir vermuten, dass der schwarze Baron meine Tochter entführt hat. Mein edler Freund, der Zauberer vermutet zudem, dass man sie auf dark Island gefangen hält, direkt an der Grenze zum Lande allen Übels, an der Grenze zu Trollinghausen.“ Der Drache nickte verständnisvoll. „Bitte, Zauberer, besorgt mir einen Zauberumhang, mit dem ich mich unsichtbar der Insel nähern kann. Ich wiederum werde die sieben magischen Weberinnen beauftragen, meinen Plan zu unterstützen. „Welchen Plan habt Ihr, edler Drache?“, wollte der König wissen. „Ich möchte es noch nicht verraten. Jedoch ist gewiss, Majestät, es soll nur zum Besten für Eure Tochter und ihr Gefolge sein!“

Vom Zauberer bekam er den Umhang und so flog der Drache los in den Zauberwald, wo die sieben magischen Weberinnen wohnten. Diese Feen hatten die Aufgabe, Netze zu weben, die man für alle möglichen Zwecke gebrauchen konnte. Rund um den königlichen Palast war zum Beispiel ein festes Schutz- und Sicherheitsnetz gespannt. Die Prinzessin konnte nur deshalb entführt werden, weil sie sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb der schützenden Palastmauern aufhielt. Gehilfinnen der 7 Weberinnen waren viele, viele Spinnen. Frank Feuerstein brachte also seine Bitte vor: „Ich möchte die Prinzessin unseres Landes befreien. Bitte begleitet mich und helft mir, meinen Plan in die Tat umzusetzen. „Der Umhang ist groß genug, da passe ich und noch einige Spinnen darunter. Wichtig ist, dass man uns nicht sieht, wenn wir auf Dark Island ankommen.“ So gaben die sieben Weberinnen einige Spinnen als Gefolge für Frank Feuerstein mit. Die Weberinnen hatten bereits vom König und seinem Zauberer erfahren, dass ein Drache sie aufsuchen, und um Hilfe bitten würde, damit er die Königstochter befreien könne.

Der schwarze Baron war noch am selben Abend auf dark Island angekommen. „Na, Hexe, hast Du mein Schätzchen und sein Anhängsel gefangen? So können wir morgen gleich in der Früh mit der Verwandlung beginnen, und dann ist die schöne Königstochter Maurelle mein! Mein! Mein!“, dies wiederholte er mehrmals inbrünstig und lachte schadenfreudig. Dann ließ sich Trolläus, der Wilde, Baron von Trollinghausen, von der Hexe zu den Gefangenen, und vor allem, zum Objekt seiner Begierde führen. Als der Baron die Prinzessin berühren wollte, fuchtelte sie wie wild und erhob ihre Stimme: „Ich will Euch nicht, schwarzer Baron! Und lasst uns gefälligst frei!“ „Och, nicht doch! So böses Geschrei passt doch gar nicht zu solch lieblichem Antlitz, Prinzessin!“, schmeichelte der Baron. Maurelle schüttelte jedoch nur mit dem Kopf und grummelte: „Na ja, Ihr werdet schon sehen. Bald ist mein Erlöser nahe. Das spüre ich!“ Er aber lachte nur und sprach: „Ich, Schätzelchen, ich bin Dein Erlöser! Euer Erlöser! Siehst Du nicht, wie versteinert Dein Gefolge da steht und liegt?“ Und richtig. Das Einhorn, die Elfe, die Fee, der Zwerg und der Kobold waren alle, von Lana, der Schrecklichen, versteinert, in Steinskulpturen verwandelt worden, damit sie reglos blieben, und der Prinzessin nicht helfen konnten.

Kaum hatten sich der schwarze Baron und die Hexe zur Ruhe begeben, traf der Drache mit seinen Helferinnen auf Dark Island ein, unsichtbar versteht sich. Den ganzen Tag waren sie unterwegs gewesen. Kaum waren sie gelandet, sagte Frank Feuerstein: „Psssst, leise, bleibt noch unter dem Umhang, bis ich Euch meinen genauen Plan geschildert habe. Wie ich weiß, seit Ihr flinke Weberinnen. Seid so gut und webt um den Troll und die Hexe herum dichte Netze. Wenn sie morgen Früh erwachen, und sich daraus befreien wollen, soll es ihnen nicht gelingen, im Gegenteil, sie sollen sich immer mehr in den Netzen verfangen.“ Die Spinnen gehorchten. Der Drache jedoch dachte bei sich: „Morgen, schönste Prinzessin, werden wir alle erlöst, Du, ich, und Dein Gefolge.“ Danach hüllte er sich in seinen Zauberumhang, um unsichtbar zu bleiben, und schlief ein.

Im Morgengrauen kamen die Spinnen zum Drachen und weckten ihn. „Drache! Drache! Wir haben es geschafft! Die Bösen sind gefangen!“ Grunzend und schnarchend richtete sich Frank Feuerstein auf und brummelte: „Was? Schon fertig?“ Die Spinnen nickten eifrig. „Dann ruht Ihr Euch nun auch aus. Am Morgen kommt für mich der große Befreiungsschlag.“ Vorsorglich bewegte sich der Drache zum Baron, um dessen magisches Schwert zu klauen, damit dieser nicht in Versuchung kommen könne, sein Gefängnis aufzuschneiden.

Am nächsten Morgen erwachte zuerst die Hexe. Sie zappelte herum. „Heh! Was soll das! Hilfe! Baron von Trollinghausen! Herbei und hilf mir!“ Der Baron neben ihr erwachte und zappelte ebenfalls. „Mist! Wir sitzen in der Falle! Wer ist da?! Melde Dich, du Feigling! Der Drache kam brüllend und schnaubend auf die, in Spinnennetzen gefangenen Gestalten zu, ließ Funken und Flammen aus seiner Nase und seinem Mund sprühen, bis die Netze, und schließlich auch der dunkle Baron und die Hexe in Flammen standen. Sie starben eines qualvollen Todes und wurden von dem Drachen, als gegrillte Hexe und gegrillter Troll gefressen. Somit hatte sich Frank Feuerstein auch die magischen Fähigkeiten der Kreaturen einverleibt, wobei Frank sich schwor, seine erworbenen Fähigkeiten nur für gute Zwecke zu gebrauchen.

Er hatte die Bösen besiegt.

Satt und zufrieden, wie er nun war, ging der Drache zur Prinzessin, die in diesem Augenblick gerade die Augen aufschlug. Aber im ersten Moment erschrak sie, als sie den Drachen vor sich sah und rief: „Oh nein! Ein böser Botschafter vom dunklen Baron!“ „Fürchte Dich nicht, schönste Prinzessin. Ich bin gekommen, um Dich aus den Fängen der Hexe und des bösen Barons zu befreien. Außerdem sind die Beiden eines qualvollen Todes gestorben!“ Aber die Prinzessin weinte bitterlich, weil ihre Freunde, ihr Gefolge noch immer versteinert war. Der Drache berührte mit dem Zauberstab der Hexe die Skulpturen und siehe da, sie erwachten wieder zum Leben. Prinzessin Maurelle richtete sich auf, umarmte Frank Feuerstein und küsste ihn. Aber, was war das? Maurelle staunte. Vor ihr stand kein Drache mehr, sondern ein stattlicher Prinz.

Der Zauberer aber, hatte aus der Ferne, über seine Zauberkugel die Taten des Drachen verfolgt, und so auch seine Erlösung, durch den Kuss der Prinzessin mitbekommen und meldete dies schleunigst dem König. Eine prächtige Kutsche, vor die man Pegasusse gespannt hatte, damit sie fliegen konnte, brachte den Prinzen, die schöne Prinzessin Maurelle, mitsamt Gefolge und die fleißigen Spinnen ins königliche Schloss. Es wurde eine prachtvolle Hochzeit gefeiert, mit vielen Ehrengästen.

Prinz Frank bekam das Privileg, beim Zauberer Jasonius, dem Weisen, Zauberlehrling zu werden. Außerdem heiratete er die schöne Prinzessin Maurelle Märchenglanz und bestieg nach dem Tode des Königs Marchius den Thron. Er wurde stets „Frank, der Friedliche, von Märchenhausen“ genannt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, im prächtigsten Palast des Märchenlandes.

11./12.05.2020

Eine Gesprochene Version der Geschichte kommt morgen. Heute war das Umfeld immer zu laut, um in Ruhe aufzunehmen.

Kategorien
Allgemein

Spass-Eintrag kleine Geschichte – der Wettergott und seine Hexen oder der schelmische Wetterkobold

Ich nehme das derzeitige Wetter mit Humor und so entstand folgende, kleine Geschichte:

Der Wettergott, seine Wetterhexen und der schelmische Wetterkobold, der immer nur dann redet, wenn er nicht gefragt wird

Der Wettergott und seine Wetterhexen versammeln sich in einem der gemütlich gepolsterten Wolkenräume. Mitten unter ihnen ist auch der Wetterkobold. Dieser redet immer nur dann, wenn er eigentlich nicht reden soll. Er hat ein Haustier, einen Frosch, der immerzu auf seinem Kopf sitzt.

Fragt der Wettergott seine Gehilfinnen: „Na, meine Damen, was meint Ihr, welches Wetter sollten wir denn auf die Erde zaubern?“

Bevor allerdings eine der Hexen antworten kann, sagt der Wetterkobold: „Naja, lieber Wettergott, da Unten gibts ja eh im Moment Ausgangsbeschränkungen, also geben wir doch den Menschen einen weiteren Grund, um zu Hause zu bleiben, Wind, Regen, Kälte und etwas Schnee.“

Die einen Hexen regen sich darüber auf, dass der Wetterkobold immer nur dann redet, wenn er nicht gefragt wurde, und die anderen applaudieren und sagen: „Wetterkobold, Du bist genial, eine großartige Idee.“

So beschließen der Wettergott und seine Gehilfinnen Winterwetter am Anfang dieses Frühlings, und den Wetterkobold ernennt der Wettergott zu seinem Sekretär.

30.03.2020

Kategorien
Allgemein

Neue Geschichte mit altem Foto – Prinzessin Zartröschen und der Dornenzauber

Heute vor zwei Jahren, ich wurde durch Facebook daran erinnert, hatten wir einen Blummentopf mit kleinen Rosen. Dies ist ein Foto davon:

Damals, 2018 schon hatte ich die Idee, dass in einer der kleinen Röschen eine kleine Elfenprinzessin, namens „Zartröschen“ wohnen könnte. Aber erst jetzt, hier und heute, zwei Jahre später, ist die nachfolgende Geschichte entstanden:

Prinzessin Zartröschen und der Dornenzauber

Einst lebte im Schloss der tausend Rosen eine kleine Elfenprinzessin, namens Zartröschen.

Eines Tages ging Prinzessin Zartröschen zu ihrer Mutter und sagte: „Mutter, ich möchte die Welt der Menschen sehen. Mir ist es hier langweilig, immer nur das Schloss um mich zu haben. Ich möchte, dass auch in der Menschenwelt Rosen wachsen, nicht nur hier, im geheimnisvollen Land der Feen.“

„Ich werde Großvater Wind fragen, ob er Dich in die Welt der Menschen mitnehmen kann.“, erwiderte die Mutter mit einem Seufzer. „Juhuuuuu! Mein Elfenstaub wird soooooo viele Rosen wachsen lassen, wie es zuvor noch niemand, kein Mensch gesehen hat.“, freute sich Prinzessin Zartröschen und hüpfte herum, sodass Elfenstaub aufgewirbelt wurde, welcher weitere Rosen hervor brachte.

Dann war es endlich soweit. Großvater Wind nahm Prinzessin Zartröschen mit sich fort, trieb sie sanft vorwärts, durch das Portal, welches die Menschenwelt, mit dem unsichtbaren Reich der Feen verbindet.

„Wo möchtest Du denn hin, in der Menschenwelt, geliebtes Elfenkind?“, fragte er. „Ach, lieber Großvater Wind, trage mich rund um den ganzen Erdball, sodass ich Elfenstaub regnen lassen kann, damit überall auf der Welt Rosen wachsen können.“ Der Wind tat, wie ihm geheißen, denn wer kann schon den Wünschen einer solch lieblichen Prinzessin widerstehen?

Irgendwann jedoch, waren beide müde geworden. Der Wind flaute ab, nachdem er Prinzessin Zartröschen behutsam auf einer Wiese absetzte.

Das Elfenkind sah sich um. Da waren viele andere Blumen, und ihre beschützenden Elfen. Prinzessin Zartröschen strich einem Löwenzahn zart über die Blüten. Plötzlich zeigte sich eine kleine Elfe. Die Blicke der beiden Elfenkinder trafen sich und Zartröschen fragte: „Hallo, wer bist Du denn? Und wie heißt das Blümchen, welches Du bewachst?“. Die andere Elfe erwiderte: „Herzlich willkommen, Fremde. Ich bin Leona Löwenzahn. Ich bin Hüterin der Wiesenblumen. Mir untergeordnet ist Daisy, die Hüterin der Gänseblümchen.“. Zartröschen hörte aufmerksam zu, bis Leona Löwenzahn schließlich sagte: „Und nun bist Du dran, erzähl mir von Dir.“, und das tat Zartröschen dann auch.

Am nächsten Morgen hatte sich die Umgebung verändert. Überall waren plötzlich blühende Rosensträucher. Nicht nur die Wiesenblumen und deren Elfen staunten, sondern auch die Menschen. Doch viele waren unachtsam, rissen die Rosen einfach aus, um sie mit nach Hause zu nehmen, sie ihren Familienmitgliedern zu zeigen, und schließlich als tote Blumen in eine Vase aufs Fensterbrett zu stellen. Prinzessin Zartröschen war totunglücklich, weil die Menschen so lieblos all die Rosen pflückten, und sogar ganz kleine Rosensträuche einfach niedertrampelten.

Leona Löwenzahn versuchte Prinzessin Zartröschen zu trösten und sagte: „Ach weißt Du, meine Liebe, viele Menschen haben es leider verlernt, achtsam durch die Natur zu gehen. Zertrampelte Blümchen sind hier leider immer wieder Alltag. Aber das gute ist, es kommen ja immer wieder neue Blümchen nach. Es wäre zu schade, jedem einzelnen Blümchen nachzuweinen.“

Dies tröstete die Prinzessin aber kaum. sie stand auf, reckte ihr Köpfchen zum Himmel und rief: „Nein! Meine Rosen sollen leben dürfen, ohne ständig niedergetrampelt oder übermäßig gepflückt zu werden. So will ich folgenden Zauber aussprechen:

Rosen, Rosen,

Ihr sollt leben,

dafür will ich

meine Tränen geben.

Rosen, Rosen,

zart und fein,

jede Träne

soll ein Stachel

auf Eurem Stengel sein!“

Und so kam es, dass Prinzessin Zartröschen erneut von Großvater Wind um die ganze Erde getragen wurde. Aber diesmal ließ sie nicht nur Elfenstaub fallen, sondern überall dort, wo Rosen wuchsen, ihre Tränen. Kaum berührten die Tränen die Rosensträucher und Büsche, verwandelten sie sich in spitze, stachelige Dornen. Seither tragen alle Rosen in der Menschenwelt Dornen, um an einen achtsamen und respektvollen Umgang mit der Natur zu erinnern.

Nachdem Prinzessin Zartröschen ihre Mission in der Menschenwelt erfüllt hatte, kehrte sie in das Reich der Feen, ins Schloss der tausend Rosen zurück und wart nie wieder in der Welt der Menschen gesehen.

Geschichte vom 06.03.2020 © by Jacqueline Knapp-Heberling

Tja, wer weiß, wo hier der Sinn liegt, dass diese Geschichte erst jetzt entstehen durfte. 😉

Kategorien
Intuition und Spiritualität

Dialog zwischen Mensch und Baum – Naturverschmelzung

Sie steht wie so oft bei ihrem Lieblingsbaum, liebevoll „Baumfreund“ genannt.

Während sich ihre Füße ganz und gar mit dem Erdboden verwurzeln scheinen, überkommt sie die Sehnsucht nach vollständiger Verschmelzung mit der Natur. Sie sagt also zum Baum:

„Ich habe die Sehnsucht, vollständig mit der Natur zu verschmelzen, eins mit ihr zu werden.“

Der Baum antwortet:

„Ich verstehe Deine Sehnsucht, aber sei Dir gewiss, Du bist bereits mit der Natur verschmolzen.“

Unsicher und verwundert schaut sie den Baum an und sagt:

„Wie meinst Du das? Ja, ich habe mir vorgestellt, wie Wurzeln aus meinen Füßen in die Erde wachsen, um mich zu erden, und mit Mutter Erde verbunden zu sein. Aber so richtig eins und verschmolzen mit der Natur fühle ich mich trotzdem noch lange nicht.“

Eine kleine Pause des Schweigens, zwischen Mensch und Baum. Lediglich der Wind rauscht, und ein paar Vögel zwitschern. Die Sonne lächelt milde herab.

Der Baum ergreift wieder das Wort: „Weißt Du, Du bist tiefer mit der Natur verschmolzen, als es Dir im Alltag bewusst ist, weil Du ein Teil der Schöpfung, als Lebewesen, ein Teil der Natur bist. Dieses tiefe Gefühl von Verbundenheit, Einssein mit der Natur kann man aber am ehesten in tiefer Meditation wahrnehmen, wenn man ganz entspannt ist. Ich biete Dir an, es demnächst einmal mit mir gemeinsam auszuprobieren, wenn Du das möchtest.“

Ein lautes, freudiges „Jaaaa!“, erschallt tief aus ihrem Herzen, aus ihrer Seele. Dabei umarmt sie den Baum in Freude und Dankbarkeit.

Zum Schluss sagt der Baum noch:

„Und bedenke, wie gut Du jetzt schon mit der Natur verbunden bist. Einerseits merkt man dies dadurch, dass es Dir schon sehr leicht gelingt, Wurzeln zu visualisieren, um Dich zu erden. Und andererseits, wenn da keine Verbindung wäre, könnten wir jetzt nicht so einfach und locker, von Herz zu Herz kommunizieren. Du bist also schon sehr weit gekommen, Menschenfreundin. Würdige Deine Fortschritte im Leben und unterschätze Dich nicht. Du bist großartig, so wie Du eben bist.“

Tränen vor Freude und des tiefen Berührtseins steigen ihr in die Augen, und sie umarmt den Baum abermals.

Wenn Du der Weisheit eines Baumes begegnest, öffne Dich dafür. Bäume können wahre Lebenslehrer sein.

Kategorien
Allgemein

Die Geschichte vom Gesundheitsteufelchen

Dies ist eine wahre Geschichte, die sich am 05.12.2007 zugetragen hat.

Ich war zu diesem Zeitpunkt krank und Philipp brachte mir als Krampusstagsgeschenk ein Teufelchen aus Plüsch mit. Und er sagte: „Es soll Dir helfen, dass du schnell wieder gesund wirst.“ Das fand ich so süß! Und seitdem ist es das Gesundheitsteufelchen.

Was lernt man nun aus dieser wahren Geschichte? Na ganz einfach! Das es nicht nur böse Teufelchen gibt.

Diesen Krampus, dieses Teufelchen habe ich übrigens immer noch. Es gehört zu meinen Besonderheiten, in meiner Plüschtiersammlung. 😉

Gesundheitsteufelchen03Gesundheitsteufelchen02Gesundheitsteufelchen01Gesundheitsteufelchen von hinten 03Gesundheitsteufelchen von hinten 02Gesundheitsteufelchen von hinten01

Kategorien
Intuition und Spiritualität

Im Garten der Kreativität, der Baum der Poesie

Kurz bevor ich in dieses Leben inkarnierte, führte mich ein Engel in den Garten der Kreativität. Dort erschien eine Fee. Sie war die Wächterin dieses Gartens. Die Fee führte mich zu einem Baum. „Was denkst Du, liebe Seele, was dies für ein Baum ist?“, fragte sie mich prüfend. „Ich habe keine Ahnung, liebe Fee.“, gab ich wahrheitsgemäß zur Antwort. „Es ist der Baum der Poesie. Die Worte sind seine Früchte. Manche sind wohl bekömmlich, manche sauer, oder sogar bitter und einfach unbekömmlich. Wenn Du in Dein neues Erdenleben gehst, wirst Du besonders vom Baum der Poesie und seinen Früchten gesegnet sein. Du wirst einen ganzen Korb seiner Früchte mit in Dein Erdenleben nehmen.“ Dann kurzes Innehalten, um die Worte der Wächterin wirken zu lassen. Schließlich sprach die Fee weiter: „Jeder Mensch bekommt Früchte vom Baum der Poesie als Mitgift ins Leben, sind diese doch für den Sprachgebrauch sehr wichtig. Aber jene Menschen, die sich dazu entscheiden, Worte auf literarische und poetische Weise zu nutzen, sind auf besondere Weise vom Baum der Poesie und seinen Früchten gesegnet.“

Kaum hatte die Fee zu Ende gesprochen, kam ein Windstoß. Der Baum der Poesie verlor eine Menge Blüten und hüllte mich ganz und gar in das Blütenmeer ein. Jener Engel, der mich in den Garten der Kreativität geführt, und die Fee, die mich in Empfang genommen hatte, beobachteten das Spektakel mit Freude, nahmen sich an den Händen und tanzten in der Luft, dabei riefen sie: „Blütenregen, reichlicher Segen, sei mit Dir, jetzt und hier!“ Dann stellte die Fee einen großen Korb unter den Baum der Poesie, schüttelte ihn leicht, und der Baum merkte, dass es an der Zeit war, seine Früchte abzuwerfen. Keine Frucht fiel daneben. Alle Früchte landeten sicher in jenem großen Korb, der darunter bereit stand. Wieder jubelten der Engel und die Fee. Und kaum hatte sich der Baum seiner Früchte entledigt, wuchsen schon wieder neue Früchte. Die Fee lächelte und meinte: „Die neuen Früchte sind bereit, für die nächste Seele, die da kommen möge. Du aber, liebe Menschenseele, die Du jetzt hier bist, gehe weise um, mit diesen Früchten.“ Bevor ich etwas erwidern konnte, legte mir der Engel eine Hand auf die Schulter und sagte: „Das wird sie gewiss tun, liebe Fee, unsere zukünftige Herzpoetin.“

Nun mögt Ihr, die Ihr dies gelesen, oder gehört habt, vielleicht fragen: „Woher hat sie dieses Wissen, was vor ihrer Inkarnation geschah?“ Nun, diese Frage ist zwar durchaus berechtigt, aber ich kann sie Euch rational nicht beantworten. Wohl hat es mir meine Seele selbst erzählt, als ich in einem Zustand zwischen Wachen und Schlafen war.

08.08.2019

Version zum Anhören auf Youtube:

Kann minimal von der schriftlichen Version abweichen.

Kategorien
Allgemein

Mümmelchen und Naseweiß – eine Lustigverrückte Hasengeschichte

Stellt Euch vor, heute habe ich zwei Hasen belauscht. Sie heißen Mümmelchen und Naseweiß.

MeintMümmelchen zu Naseweiß: „Seien wir froh, dass Ostern nicht jetzt im Sommer ist.“ „Warum meinst Du?“, fragt Naseweiß. „Na, überleg doch mal, unsere süßen Geschwister aus Lokoschade, … oder wie das Ding heißt. Von denen wäre bei der Hitze nicht mehr viel übrig.“, entgegnet Mümmelchen.

Naseweiß rümpft sein Näschen und meint: „Poah mein Freund, ist Dir so fad, dass Du Dir über Schokohasen Gedanken machen musst? Und außerdem, Schokoweihnachtsmännern ging’s jetzt auch nicht besser.“

Mümmelchen lacht und meint: „Du musst ja noch verrückter sein als ich, wenn Du Dir im Sommer über Schokoweihnachtsmänner Gedanken machst.“

Naseweiß schüttelt den Kopf und sagt: „Du siehst das zu eng, denn ein Bisschen gedankliche Abkühlung kann nicht schaden, und außerdem, in einem guten halben Jahr ist es eh schon wieder soweit. Die Zeit vergeht wie im Flug.“

Mümmelchen seufzt: „Erinnerst Du Dich nicht mehr daran, was die weise Großmutter Eule mal gesagt hat? Man soll im Hier und Jetzt leben, nur das ist wichtig. Ähm, … zurück zu den Schokohasen: Von was ernähren die sich eigentlich?“

Naseweiß lacht verschmitzt und antwortet: „Die Lokoschadehasen sind schneller weg, als man das Wort Karotte aussprechen kann, vermute ich mal. Wenn sie sich ernähren, dann vielleicht höchstens von Marzipankarotten.“

26.06.2019 Geschichte copyright by me. 😉