Kategorien
Die Muschelinsel (Geschichte)

Die Muschelinsel Teil 5, Miranda erzählt und übersiedelt

Ein weiteres Mal auf der Muschelinsel angekommen, befinde ich mich wieder auf dem Holzsteg. Am Ufer wartet mein Floß bereits auf mich, und ich kann sofort wieder an das andere Ufer, zu Marge’s Hütte fahren. Was würde Miranda wohl zu erzählen haben?

Ich klopfe und Marge öffnet mir. Nach meinem Eintreten kommt mir Miranda, mit offenen Armen, strahlend entgegen. Wir umarmen uns ganz dolle. „Ich habe gehört, Du hast meine Muschel gefunden!“, ruft Miranda vor Freude. „Na ja, stimmt nicht ganz, ein Meermädchen, namens Mariel hat sie mir gebracht.“, korrigiere ich das Mädchen. „Jetzt setzt Euch erstmal an den Tisch, damit wir in Ruhe reden können.“, sagt Marge. „Mensch, Mama, ich möchte aber meine Muschel wieder haben!“, quengelt Miranda. „Ich kann Deine Mutter verstehen, denn schließlich wollen wir alle wissen, was passiert ist, bevor Du quatschnass und heulend bei Deiner Mutter angekommen bist.“, stimme ich Marge zu. „Wie peinlich! Mama hat Dir erzählt, dass ich geweint habe!“, quengelt Miranda weiter. Ich schüttle den Kopf und erwidere: „Da ist überhaupt nichts peinlich daran.“ Seufzend setzt sich nun auch Miranda.

„Also, mein Schatz, nun erzähl.“, kommt von Marge die Aufforderung an Miranda.

„Ich habe meinem Vater und seiner Frau eröffnet, dass ich zu Dir, also zu meiner Mutter ziehen möchte, und das ich nicht mehr bereit dafür bin, die Sklavin meines Vaters, seiner Frau und meiner Stiefschwester zu sein. Sie müssten zukünftig selbst für sich sorgen. Und außerdem sollte es ja eigentlich so sein, dass Vater als Familienoberhaupt, gemeinsam mit Stiefmutter für uns Kinder sorgt. Daraufhin ist Vater richtig wütend geworden, hat mir einen Schlag auf die Hand gegeben, in der ich die Muschel hielt. Reflexartig ließ ich die Muschel fallen. Aber bevor ich sie mir greifen wollte, war Tamina da, hob die Muschel auf und gab sie meinem Vater. Der schrie“: „Wie kannst Du es wagen, so frech zu sein, Miranda? Jetzt werde ich diese Gottverdammte Muschel ins Meer werfen. Und Du bleibst hier, bis Du 18 bist! Aber ich habe eine Idee, für einen Deal. Solltest Du es jemals schaffen, diese Muschel im Meer wieder zu finden, gebe ich Dich frei, und Du kannst gehen, wohin Du willst!“.

Miranda hielt inne. Die Tränen kamen ihr. Unter Tränen führt sie ihre Erzählung fort:

„Ich lief hinaus, wollte meinen Vater aufhalten. Meine Stiefschwester Tamina wollte ebenfalls mit hinaus laufen, aber Stiefmutter hielt sie zurück. Tatsächlich warf Vater die Muschel ins Meer und lachte dabei höhnisch. Ich stieß ihn zur Seite, in Richtung Hauseingang und sprang in meiner Verzweiflung ins Meer. Doch ich konnte sie nicht mehr fassen. Dann war mir alles egal. Zurück nach Hause zu meinem Vater wollte ich nicht mehr, also schwamm ich den ganzen Weg ans andere Ufer zu meiner Mutter. Und was für ein Segen, dass die Meerwesen geholfen haben und die Muschel ans Ufer gebracht, und Dir die Aufgabe übertragen haben, mir die Muschel wieder zu geben. Aber wo ist sie nun?“

„Du hättest krank werden können, Kind!“, meint Marge und holt die Muschel aus der Schublade. Sie gibt mir die Muschel und ich reiche sie feierlich an Miranda weiter. „Danke! Danke! Danke!“, ruft Miranda, steht auf, umarmt und küsst mich auf die Wangen.

„Du möchtest also zu mir ziehen?“, fragt nun Marge. Miranda nickt. „Dann wollen wir das Siedeln schnell hinter uns bringen. Er muss Wort halten, denn immerhin hast Du Deine Muschel wieder.“

Wir gehen also ans Ufer. Marge fährt mit ihrem eigenen Boot und Miranda setzt sich mit mir auf das Floß.

Auf dem Steg angekommen, gehen wir sogleich zum Haus. Marge betätigt die Glocke. Die Stiefmutter öffnet. Sie ist kreidebleich, als sie uns alle davor stehen sieht. Marge hat vorsorglich einen Koffer mit genommen, um Miranda’s Habseligkeiten darin zu verstauen. Miranda selbst hat zudem einen Rucksack mit.

„Mike, Deine Ex ist da, mit Deiner Tochter und der Fremden im Schlepptau.“, verkündet die Stiefmutter entgeistert ihrem Mann.

„Was wollt Ihr hier? Und Miranda, bist Du noch ganz bei Sinnen, einfach wegzulaufen, bzw. ins Meer zu springen? Und so etwas Unvernünftiges wie Du, soll ich freigeben und eigene Entscheidungen treffen lassen? Deine Muschel ist ja sowieso schon irgendwo im Nirgendwo des tiefen Meeres!“

Bevor Miranda etwas antworten kann, drängt sich Marge nach vor zu ihm und brüllt ihn an:

„Mike, nun frage ich Dich, bist Du noch ganz bei Sinnen, das Kind so zu erpressen und in Gefahr zu bringen? Schäm Dich, unsere Tochter so schlecht zu behandeln!“ Miranda geht nun zu ihrem Vater und hält ihm die Muschel hin. „Hier ist sie, Vater, ich habe meine Muschel wieder. Und nun, halte Dich an den Deal und lass mich zu Mutter ziehen!“

Mike lacht nur und meint: „Und Du hast mir das wirklich geglaubt? Wie naiv bist Du eigentlich? Das habe ich ja nur so dahin gesagt, mit dem Deal. Du bleibst hier, Miranda! Und Du, Marge, verlässt mit der Fremden augenblicklich unser Haus!“

„Es reicht! Ich ziehe aus, ob Du willst oder nicht, Vater!“, schreit Miranda unter Tränen. Doch der Vater weigert sich weiterhin, den Weg zu Miranda’s Zimmer frei zu geben. Die Stiefmutter schaltet sich ein und sagt: „Mensch, Mike, lass sie doch durch. Soll sie doch gehen, dann haben wir unser eigenes Leben, und sie hat ihres, bei ihrer Mutter. Ist mir eh lieber. Soll die leibliche Mutter sich mal um das Gör kümmern!“ Bei diesen Worten ist deutlich zu merken, dass die Stiefmutter Miranda nicht leiden kann.

„Nun gut. Aber die Fremde geht nicht mit, mit Euch. „Oh doch, Vater. Sie ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass ich meine Muschel wieder habe.“, entgegnet Miranda trotzig. „Stopp! Der Deal gilt nicht, wenn jemand anderer die Muschel für Dich gefunden hat!“, ruft der Vater. „Ach, halt doch den Mund!“, ruft Marge.

Die Stiefmutter zieht Mike an ihre Seite und Miranda zieht mich an der Hand schnell an ihnen vorbei.

Miranda führt Marge und mich in ein kleines, dunkles Zimmer, in welchem ein Bett, ein Kleiderschrank und ein kleiner Schreibtisch steht. Die meisten Klamotten, die Miranda besitzt, sind alt und kaputt. Nur wenige Sachen sind noch schön und brauchbar. Stiefschwester Tamina hat immer alles bekommen, aber für Miranda hatte man nie was übrig. „Du brauchst das nicht. Sei zufrieden, mit dem was Du hast. Du bis eh nur beim, und am Meer.“, hatte ihr Vater einmal gesagt. „Außerdem bin ich jetzt Papis neue Prinzessin.“, meinte daraufhin Tamina spöttisch, und ließ sich von ihm Huckepack nehmen.

Sie packten die wenigen Dinge in den Koffer. Ihre wenigen CDs, ein paar Plüschtiere und einen Diskman mit Kopfhörern packte Miranda in ihren Rucksack, und das kleine Radio.

Kaum waren wir wieder aus dem Zimmer draußen, kommt die Stiefmutter hinzu und übergibt Marge einige Geldscheine, mit den Worten: „Danke, dass Du Dich nun um Dein Kind kümmerst. Kauf ihr damit was schönes.“. „Ein Kind kann man nicht mit Geld frei kaufen. Und ich weiß doch, wie sehr Du meine, unsere Tochter nicht leiden kannst. Dennoch sage ich danke und wir können das Geld gut gebrauchen.“

Währenddessen ist der Vater bei Tamina im Kinderzimmer. Die Stiefmutter klopft und ruft ihn heraus. „Sie sind fertig und wollen gehen. Du solltest Dich wenigstens trotzdem verabschieden, Mike.“ Dieser kommt mit Tamina an der Hand heraus, richtet den Blick auf Miranda und sagt spöttisch: „Na dann, schönen Urlaub bei Deiner Mutter. Ich wette, in ein paar Wochen stehst Du eh wieder bei uns auf der Matte!“. Hastig schüttelt Miranda den Kopf und erwidert: „Nein, Vater, es ist mir mit dem Umzug wirklich ernst. Tschüss, Ihr habt nun Euer eigenes Leben.“

Nach einem kurzen auf Wiedersehen, bei dem man mich gar nicht beachtet, verlassen wir das Haus. Marge hält noch immer die Geldscheine fest umklammert, steckt sie aber schließlich doch in ihre Tasche. Nun fährt Miranda mit ihrem eigenen, kleinen Boot an das andere Ufer.

Siedeln mit Hindernissen, aber es hat letztlich alles doch gut geklappt. Ich lasse Mutter und Kind erstmal für sich sein und verabschiede mich. Miranda passt es gar nicht, dass ich gehe, aber wie immer verspreche ich, wieder zu kommen.

Kategorien
Die Muschelinsel (Geschichte)

Die Muschelinsel Teil 4, Gespräche mit Marge

Ein Wimmern und Schluchzen ist in der Hütte zu hören. „Ist das Miranda?“, frage ich leise. Marge nickt. Sie liegt im Zimmer auf dem Schlafsofa, neben meinem Bett. „Was ist denn eigentlich geschehen?“, frage ich aufgeregt weiter. Marge seufzt. Wir setzen uns an den Tisch. „Ich will erstmal abwarten, bis Miranda sich etwas beruhigt hat. Sie soll die Tränen ruhig rauslassen. Sie kam ganz aufgelöst, völlig durchnässt und aufgewühlt weinend bei mir an.“, spricht Marge weiter. „Soll das heißen, Du weißt ebenfalls noch nicht, was passiert ist?“, erwidere ich. „So ist es. Ich bin genauso ahnungslos wie Du. Das einzige, was ich bisher weiß, dass man die Muschel, welche ich Miranda geschenkt habe, böswillig ins Meer geworfen hat, woraufhin Miranda wohl ins Meer gesprungen ist. Ich habe gespürt, dass irgend etwas nicht stimmt. Sie muss den ganzen Weg ans andere Ufer geschwommen sein.“

Ich hole die Muschel aus meiner Tasche und sage: „Gute Neuigkeiten, ich habe Miranda’s Muschel mitgebracht. Ein Meermädchen hat sie ans Ufer gebracht und mir die Aufgabe übertragen, darauf zu achten, dass die Muschel wieder zu ihrer rechtmäßigen Besitzerin kommt. Ich lasse sie bei Dir, da ist sie in sicheren Händen. Und sobald wie möglich will ich ihr die Muschel höchstpersönlich wieder geben.“ Marge nimmt die Muschel an sich und ihre Augen leuchten. „Ja, dies ist Miranda’s Muschel.“, haucht sie und verstaut den Talisman einstweilen in einer Schublade.

Marge bietet mir Tee an und einige Zeit sitzen wir einfach nur schweigend da und warten. Schließlich fragt Marge: „Und wie bist Du überhaupt ans andere Ufer gekommen?“ „Mit einem Floß, dass auf einmal ans Ufer, zum Steg geschwommen kam. Ich habe mir so sehr ein Boot oder ein anderes Gefährt gewünscht, mit dem ich sicher ans andere Ufer komme, weil ich so inständig hoffte, dass Miranda bei Dir ist. Kurz nachdem ich diesen Wunsch geäußert hatte, kam dann das Meermädchen und übergab mir die Muschel. Ich glaube, die Wesen des Meeres haben dafür gesorgt, dass das Floß zu mir geschwommen kam. Es liegt ihnen viel daran, dass die Muschel wieder in die richtigen Hände kommt.“, erzähle ich recht ausführlich über die Vorkommnisse. „Und woher wusstest Du, welche meine Hütte ist?“, fragt Marge weiter. „Ich traf auf dem Weg einen Mann, der mir gezeigt hat, welche Hütte Du bewohnst. Er scheint Dich zu kennen, Marge.“, antworte ich. „Ach, auf der Muschelinsel ist es, wie in einem Dorf. Jeder kennt so gut wie jeden. Das ist nichts außergewöhnliches.“, meint Marge.

Irgendwann ist das Schluchzen verklungen. Marge geht ins Zimmer, um nach ihrer Tochter zu sehen. Dabei stellt sich heraus, dass sie eingeschlafen ist. „Gut so, wenigstens ist sie etwas zur Ruhe gekommen.“, sagt Marge flüsternd.

In der Tat ist es zu dieser Zeit schon sehr spät und auch ich verabschiede mich vorerst wieder, denn Miranda’s Erholung steht jetzt im Vordergrund. Und mich selbst plagten Kopfschmerzen, wegen der ständigen Blackouts. Es war so, als wolle irgendetwas, oder irgend jemand in meinen Kopf eindringen, um die Erinnerungen an Miranda ein für alle Mal auszulöschen, doch dieses Unterfangen ist der bösen Hexe und ihrem Fluch nicht geglückt. Mein lichtvolles Wesen hat es verhindert. Ich bin beruhigt, dass Miranda bei ihrer Mutter, und in Sicherheit ist. Alles andere wird sich nach und nach klären.

Die Eindrücke und Bilder von der Muschelinsel verschwimmen und ich komme wieder in unserer Welt, im Hier und jetzt an.

Kategorien
Die Muschelinsel (Geschichte)

Die Muschelinsel Teil 3 der Fluch oder das Meermädchen, dass die verschwundene Muschel wieder brachte

Auch diesmal war es ein Leichtes, die Verbindung mit der Muschelinsel herzustellen. Doch was war geschehen? Die Atmosphäre war zwar idyllisch wie immer, doch irgend etwas ist diesmal anders. Auf einmal habe ich ein Blackout, und mir fällt der Name Miranda nicht mehr ein. Ich bemerke, wie Miranda aufgeregt im Meer schwimmt, als würde sie etwas wichtiges suchen. Zuerst will ich ihren Namen rufen, doch er fällt mir nicht mehr ein. Doch dann, das Blackout hält zum Glück nicht lange an, rufe ich laut ihren Namen. Sie nimmt mich gar nicht wahr. Und irgendwann ist sie weg.

Mir kommt der Gedanke, vielleicht ist sie zu ihrer Mutter, ans andere Ufer des Meeres geschwommen. Ich will zu Miranda, aber wie komme ich da nur hin? Immerhin habe ich kein eigenes, kleines Boot. Ich wünsche mir ganz fest ein Boot herbei, oder etwas, dass mich sicher über das Wasser, ans andere Ufer trägt.

Auf einmal steckt ein Mädchen den Kopf aus dem Wasser und schwimmt ans Ufer. Es ist aber nicht Miranda. „Hallo! Ich bringe hier eine Muschel. Wir, die Meerwesen möchten, dass diese Muschel wieder an die rechtmäßige Besitzerin zurück gegeben wird. Kannst Du diese Aufgabe übernehmen?“, fragt das Meermädchen. „Die Muschel! Danke! Ich will alles daran setzen, dass sie wieder in die Hände ihrer Besitzerin kommt. Ich weiß, wem sie gehört.“, antworte ich aufgeregt. Aber ich brauche ein Gefährt, mit dem ich über das Wasser fahren kann. Dafür wäre ich sehr dankbar.“ Das Meermädchen nickt nur und will gerade wieder unter Wasser verschwinden, als ich ihr nachrufe: „Du, Meermädchen, wie heißt Du denn?“ „Mein Name ist Mariel.“, gibt sie zurück und verschwindet. Ich kann gerade noch ein „Danke!“ hinterher rufen.

Und wirklich, kurze Zeit später, ein großes, längliches Stück Holz treibt im Wasser, dicht ans Ufer heran. Ich setze mich auf mein Floß, und versuche in Gedanken dem Floß mitzuteilen, wohin es mich bringen soll, wohin es treiben soll. Tatsächlich, es funktioniert. Das Floß setzt sich in Bewegung. In Windeseile werde ich von den Wellen mit dem Floß an das andere Ufer getrieben.

Am anderen Ufer angekommen, klettere ich aus dem Wasser und bedanke mich dafür, dass ich heil angekommen bin. Ich gehe einen sandigen Weg entlang. Viele Hütten stehen dort, dicht aneinander gereiht. Ach, aber wie sollte ich nun herausfinden, in welcher der Hütten Marge lebt?

Ein Mann kommt und will gerade an mir vorbei gehen, als ich ihn aufhalte: „Entschuldigung? Wissen Sie vielleicht, in welcher dieser Hütten eine gewisse Marge wohnt?“. Der Mann bleibt stehen. „Marge? Es gibt nur eine Marge auf dieser Insel, so viel ich weiß.“ Er führt mich zu einer Hütte, ganz in der Mitte. Ich bedanke mich. Der Mann nickt nur lächelnd und geht weiter.

Ich klopfe an die Türe der Hütte. Es wird mir geöffnet. Marge steht vor mir. „Wer sind Sie denn?“, fragt sie verwundert. Ich stelle mich erneut vor und erinnere daran, dass ich bereits mit ihr gesprochen hatte, auf dem Steg, am anderen Ufer, wo sie an dem Netz geknüpft hat. „Tatsächlich! Das habe ich komplett vergessen! Weißt Du, Miranda’s Stiefmutter ist eine Hexe. Sie hat die Insel verflucht, sodass einerseits ich Dich vergessen habe, und andererseits wollte sie, dass Du uns, bzw. Miranda vergisst.“, erklärte Marge und führt mich herein. Nun leuchtet mir ein, wieso mir der Name Miranda mehrmals einfach entfallen war. Es war wegen dem Fluch, der bei mir und auch bei Marge nicht sehr stark gewirkt hat. Die Erinnerung war immerhin schnell wieder da. Wie auch immer, nun wollte ich herausfinden, ob Miranda sich bei Marge aufhält, um ihr die Muschel wieder zu geben. Ich wollte unbedingt wissen, was passiert war, und warum man Miranda’s Muschel doch ins Meer geworfen hat. Hatte die Stiefmutter ihr Versprechen nicht eingehalten, Miranda die Muschel wieder zu geben? Oder Tamina hat den Talisman erneut in die Hände bekommen und den Wurf ins Meer vollzogen.

Kategorien
Die Muschelinsel (Geschichte)

Die Muschelinsel Teil 2, die Netzknüpferin oder unliebsame Begegnungen

Ich lausche wieder dem Rauschen des Meeres, dass aus den Kopfhörern, in meine Ohren dringt. Dabei versuche ich mich wieder geistig auf die Muschelinsel zu „beamen“. Ich schließe meine Augen und sage dreimal das Wort „Muschelinsel“. Dabei stelle ich mir den Steg detailreich vor, so wie er bei meinem ersten Besuch gestern war.

Hier sitze ich nun wieder und atme den angenehmen Duft des Meeres ein. Rechts von mir sitzt heute nicht Miranda, sondern eine Frau. Zuerst vermute ich, es wäre ihre Stiefmutter, doch das Gesicht der Frau ist sanft, aber es liegt etwas Trauriges darin. Sie knüpft an einem Fischernetz.

„Guten Tag!“, sage ich. „Guten Tag. Mein Name ist Marge. Ich knüpfe Netze. Das macht mir viel Spass. Dieses Netz hier knüpfe ich für meine Tochter.“.

Ich stelle mich ebenfalls vor und frage: „Wie heißt Ihre Tochter? Gestern war ich schon mal hier und da begegnete ich einem Mädchen Namens Miranda.“

„Miranda ist meine Tochter. Sie wohnt da hinten, in dem Haus, bei ihrem Vater. Dieser Wicht hat mich mit einer anderen Frau betrogen. Diese ist mit ihrem Fratz in unser schönes Häuschen eingezogen. Ich selbst wohne am anderen Ende der Insel, in einer Hütte. Mit meinem kleinen Boot fahre ich immer wieder ans andere Ufer hierher, um hier am Steg zu knüpfen. Die neue Frau meines Mannes akzeptiert es großteils. Aus irgendeinem Grund hat sie großen Respekt vor mir.“

Schweigen. Ich muss die Worte von Marge auf mich wirken lassen. Dann seufzt sie und meint: „Aber ihre kleine Tochter Tamina, die muss noch viel lernen, was Erziehung und Anstand betrifft.“

Kaum waren die Worte verklungen, kommt eine andere Frau auf den Steg. Es ist Miranda’s Stiefmutter. An der Hand hat sie ein kleines, frech grinsendes Mädchen, von etwa 10 Jahren. „Mami, schau, die Frau, der Eindringling ist wieder da.“, spottet das Mädchen. „Schauen Sie, dass Sie hier weg kommen!“, schimpft die Frau. Die Kleine hat offenbar immer einige Steinchen in ihrer Schürze. Damit beginnt das Kind nun auf mich zu zielen, trifft mich tatsächlich mit einem Steinchen auf der Stirn. „Wo ist Miranda?“, frage ich, mit wenig freundlicher Stimme. Bevor die Stiefmutter antworten kann, sagt das Mädchen: „Was geht Dich das an? Die hat besseres zu tun. Aber, weil ich so lieb bin, verrate ich es Dir trotzdem. Papi war mit ihr schon in aller Frühe fischen. Dann sind sie beide mit dem Schiff aufs Festland gefahren, um Fische auf dem Markt zu verkaufen. Und nun geh!“. Bei diesen letzten Worten, der Aufforderung an mich, zu gehen, zielt sie abermals mit einem Steinchen auf mich.

Miranda’s leibliche Mutter legt das Knüpfzeug weg. Mit einer drohenden Gebärde ruft sie aus: „So lange ich hier auf diesem Steg sitze, kann sie bleiben! Denn immerhin habe ich bis vor kurzem noch hier gewohnt! Verschwindet im Haus und hör auf, mit Steinchen auf Leute zu zielen, die Dir nichts getan haben. Lern mal Anstand Kleine!“

Die Mutter packte ihre kleine Tochter fest an der Hand und zog sie in Richtung der Haustür. Dabei redete sie auf ihr Kind beruhigend ein: „Ja, ich weiß, mein Schätzchen, Du wolltest dieses schöne Fleckchen Erde nur beschützen, meine kleine, süße Meeresamazone.“

Marge funkelt den beiden böse nach. Diese „Hexe“ lässt ihrem Rotzlöffel aber auch alles durchgehen!“ Ich schüttle nur vor Verwunderung den Kopf. Das ist eine typische Stiefmutter, wie im Märchen, denke ich bei mir.

„Ich muss nun wieder weg. Miranda und ihr Vater werden wohl bald kommen.“, meint Marge. Wir verabschieden uns, sie packt ihre Sachen, steigt in ein Boot und paddelt aufs Meer hinaus davon. Kaum ist Marge weg, macht sich trotz der idyllischen Atmosphäre auf der Insel ein ungutes Gefühl in mir breit. Ich sollte nun auch wieder gehen. Ein Bisschen bleibe ich aber noch. Eigentlich schade. So eine schöne Insel und solch böse Menschen, bis auf Marge und Miranda.

Ich will gerade gehen, da kommt der kleine Rotzlöffel erneut aus dem Haus. „Na, sitzt noch immer da? Lass Dich nur nicht von Papi erwischen. Und schau mal, was ich da habe!“ Tamina grinst mich frech an. Aber was hält sie da in der einen Hand? Miranda’s Muschel. „Ich habe sie aus ihrem Kleid geklaut und werde diese Muschel nun ins Meer werfen.“ „Tu’s nicht, Tamina! Bring die Muschel dorthin zurück, wo Du sie her hast. Die Göre öffnet die Muschel und lässt die Perle auf den hölzernen Boden des Stegs fallen.

Die Haustür geht auf und die Mutter kommt heraus. Schnell lässt Tamina ihr Diebesgut fallen und rennt wieder ins Haus. Ich hebe die Muschel und die Perle auf, lege die Perle wieder in die Muschel zurück. Aber was denn nun? Wohin mit der Muschel, damit sie nicht wegkommt? Ich kann nicht hier bleiben, bis Miranda mit ihrem Vater zurück kommt. So nehme ich all meinen Mut zusammen und gehe zur Haustür. Auf mein Klopfen hin wurde von der Stiefmutter sofort die Türe geöffnet. „Was wollen Sie noch hier?“, keift sie mich an. „Mit Verlaub, meine Dame, Ihre Tochter hat Miranda die Muschel aus dem Rock gestohlen. Bitte tun Sie mir den Gefallen und verwahren die Muschel sicher, bis Miranda nach Hause kommt.“ „Nur, wenn Sie jetzt augenblicklich verschwinden!“, ruft die böse Frau mir zu, nimmt die Muschel an sich und schlägt mir die Tür vor der Nase zu.

Kategorien
Allgemein Die Muschelinsel (Geschichte)

Die Muschelinsel Teil 1 erste Begegnung mit Miranda

Auf einer Insel gelandet, sitze ich nun auf einem Holzsteg, am Ufer des Meeres. Die Wellen rauschen sanft.

Neben mir sitzt ein Mädchen. Gedankenverloren bewegt sie eine Muschel in ihrer Hand und schaut aufs Meer hinaus. Noch hat sie mich nicht bemerkt. Soll ich sie ansprechen? Ich wage es einfach.

„Hallo!“, beginne ich vorsichtig und drehe mich in ihre Richtung.

„Hi.“, sagt das Mädchen neben mir kurz und ist weiter damit beschäftigt, ihre Muschel in der Hand zu bewegen.

„Was machst Du hier?“, fragt sie, in einem Moment, als ich schon nicht mehr damit rechne, dass wir beide ein Gespräch zu Stande bringen. Ich wollte mich schon damit abfinden, dass wir einfach nur nebeneinander sitzen und schweigen.

„Ich, … ich habe mir Geräusche mit Meeresrauschen angehört, und dann bin ich plötzlich hier gelandet.“, antworte ich stammelnd.

Ein kleines Lächeln huscht über ihr Gesicht. „Ach, Du bist wohl auch eher eine Träumerin oder?“, möchte sie wissen. Ich nicke und frage: „Ist das schlimm?“

Das Mädchen lächelt wieder und antwortet: „Nein, ganz im Gegenteil, denn ich bin ebenso eine Träumerin. Wenn ich im Meer schwimme, stelle ich mir oft vor, ich wäre eine Meerjungfrau. Ich weiß, für meine 14 Jahre ist das ziemlich kindisch!“ Sie räuspert sich verlegen. „Ganz und gar nicht!“, erwidere ich und füge hinzu: „Ich glaube daran, dass ein Teil von mir, in mir, eine Fee ist. Auch das würden viele Menschen wohl als verrückt empfinden.“

Das Mädchen umarmt mich und sagt: „Mein Name ist Miranda. Ich wohne hier mit meinem Vater. Er ist Fischer gewesen und er möchte, weil er keine männlichen Nachkommen gezeugt hat, dass ich seine Nachfolgerin werde. Schon früh habe ich von ihm das Fischerhandwerk gelernt. Aber ich mag das eigentlich nicht. Die Meere sind schon so sehr überfischt, aber er setzt mich immer unter Druck. Er sitzt nur mehr zu Hause und möchte, dass ich jeden Abend mindestens einen Fisch fürs Abendessen heimbringe. Dann gibt es auch noch meine Stiefmutter. Sie kann mich nicht leiden. Aber ihre leibliche Tochter Tamina liebt sie heiß. Wegen ihr musste ich mein großes, schönes Kinderzimmer räumen, und in ein dunkles, kleines Zimmer ziehen.“

Miranda redete in einem fort. Da plötzlich war hinter uns eine Türe zu hören. Ein Mann kommt auf uns zu und funkelt Miranda böse an. Mit donnender Stimme redet er auf Miranda ein: „Was machst Du schon wieder für einen Blödsinn? Sitzt nur am Ufer rum und gaffst dumm aufs Meer hinaus! Vergiss Deinen Auftrag nicht. Geh fischen und bring uns einen guten Happen fürs Abendessen mit! Mutter, ich und Tamina sind schon sehr hungrig!“. „Ich mag nicht mehr fischen gehen. Und außerdem, Ihr könnt ja nie genug bekommen. Egal, was ich Euch heimbringe, die Fische sind immer zu klein. Ihr seid mit nichts zufrieden.“, erwidert Miranda. „Hör auf zu maulen und steig in Dein Boot! Und wer ist das überhaupt?! Fremde Menschen sind hierunerwünscht, das wollte ich nur mal gesagt haben!“, gab der Vater zurück. „Aber sie tut doch niemandem was. Sie sucht nur etwas Entspannung beim Meer.“, verteidigt mich Miranda. „Dann soll sie doch wo anders hin, und nicht hier herumsitzen. Die meisten Menschen sind blöd und haben auf unserer schönen Insel nichts, aber rein gar nichts verloren! Merk Dir das, Miranda!“

Peinlich berührt sieht mich Miranda an. „Ist schon gut, Du kannst nichts dafür!“, flüstere ich ihr beruhigend zu.

„Hört auf zu quasseln und verschwindet endlich von hier! Miranda, Du in Dein Boot, und Du Fremde, geh dorthin, wo Du her gekommen bist!“, donnert der Mann weiter. Ich stehe auf, aber Miranda bleibt sitzen und dreht ihre Muschel weiter nervös zwischen ihren Fingern. Als dies der zornige Vater sieht, sagt er drohend: „So, und wenn Du nicht sofort tust, was ich Dir sage, nehme ich Dir diese verdammte Muschel weg und werfe sie ins Meer. Dann hast Du wenigstens einen Grund mehr, ins Meer hinaus zu fahren!“. Er lacht höhnisch. Schnell verstaut Miranda die Muschel in einer Tasche ihres Kleides. Auf keinen Fall dürfe ihr Vater diese Muschel in die Hände bekommen. Sie ist, wie es schien, das Wertvollste in ihrem Leben. Warum, das weiß ich noch nicht. Der Mann funkelt uns noch einmal böse an und geht dann wieder ins Haus.

„Wie heißt diese Insel hier?“, frage ich Miranda leise. „Das ist die Muschelinsel.“, antwortet sie. „Nun muss ich aber los, bevor er nochmal rauskommt.“, fügt Miranda hinzu. Sie steigt in ein kleines Boot und fährt aufs Meer hinaus. Und auch ich ziehe mich vorerst von dieser Insel zurück und komme wieder an im Hier und jetzt. Mein Entschluss steht aber fest: Ich möchte Miranda wieder besuchen, egal, ob es ihrem bösen Vater passt, oder nicht.

Kategorien
Allgemein

Für alle Halloween-Fans, meine einzige Halloween-Geschichte

Ich habe vor zwei Jahren diese Geschichte zu Halloween geschrieben. Es ist meine erste, und bisher einzige Halloween-Geschichte. Möglich, dass ich sie auch schon letztes Jahr hier gepostet habe, aber egal, passt ja jedes Jahr, zu Halloween. 😉

Der kleine Vampir und das falsche Blut

In der Halloweennacht: Ein kleiner Vampir schleicht durch die Straßen. Er bemerkt, wie ein Lieferwagen, ein LKW vor einem Supermarkt hält.

Schnell zieht er sich seinen Zauberumhang über, sodass er fliegen, und unsichtbar dem Lieferanten folgen kann.

„Ob es bei den Menschen auch Blut in Dosen oder Tetrapack zu kaufen gibt, wie in Vampiro Island?“, dachte der kleine Vampir bei sich. Denn er wollte keinesfalls für Aufsehen sorgen.

So glitt er leicht und frei durch die Luft und folgte dem Lieferanten in den menschenleeren Supermarkt. Bei der Fülle an Sachen, die da in den Regalen lagen und standen, war der Lieferant unwichtig geworden.

Schließlich kam der Vampir zu einem Regal mit Glasflaschen. Die Buchstaben der Menschen konnte er nicht lesen. Aber da, er jauchtzte schaurig auf und rief: „Bluuuuut! Bluuuut! leckeres Bluuuut!“ Er nahm zwei Flaschen und steckte sie in seine Umhangtaschen. Dann machte er sich aus dem Staub.

Draußen setzte der kleine Vampir sich auf eine Gehsteigkante, holte eine der Flaschen raus, öffnet sie und schlürft hungrig los. „Hm, seltsam, schmeckt gar nicht wie Blut! Was für ein Betrug!

Wütend flog er wieder zum Supermarkt zurück und erwischte gerade noch den Lieferanten, der soeben mit dem leeren LKW wegfahren wollte. Der Vampir zog seinen Umhang aus, sodass der Mann ihn sehen konnte und rief: „Hallo! Bitte warten Sie!“ Der Mann stieg nochmals aus dem Fahrzeug, kam auf den Vampir zu und antwortete: „Na, kleiner Mann? Noch unterwegs, im Halloween-Kostüm?“ Der kleine Vampir funkelte den Mann böse an und meinte: „Ich bin ein echter Vampir! Ich will es Ihnen auch gerne beweisen. Geben sie mir mal einen Finger.“ Zaghaft hielt der Lieferant dem Vampir den Zeigefinger hin. Der Vampir biss hinein und saugte etwas Blut aus dem Finger. „Wahrhaftig, ein echter Vampir!“, rief der Mann und wischte seinen Finger ab. Dann fragte er: „Was kann ich für Dich tun, kleiner Vampir?“ „Hier in diesem Supermarkt wird etwas verkauft, dass aussieht, wie Blut, aber es schmeckt nicht wie Blut.“, erwiderte der Vampir und hielt dem Mann die Glasflaschen hin. Dieser betrachtete den Schriftzug am Etikett und begann laut zu lachen. „Ach Du meine Güte! Vampire können wohl nicht lesen. Das ist falsches Blut, Bio-Tomatensaft.“ „Ihr Menschen seid Betrüger!“, schimpfte der vampir, zog sich seinen Umhang über und verschwand.

Der Lieferant blieb verdutzt mit den Flaschen zurück. Die bereits geöffnete Flasche trank er aus, und die original verschlossene Flasche stellte er in das Supermarktregal zurück. Das Regal war übrigens mit der Aufschrift „Bio-Obst- und Gemüsesäfte“ beschriftet.

Zu Hause konnte der Lieferant seiner Familie eine echte Halloween-Geschichte erzählen. Der Vampir jedoch, wurde nie mehr in der Welt der Menschen gesehen.

31.10.2018

Kategorien
Allgemein Engel

Wenn es Nachts dunkel ist … – eine kleine Geschichte

Wenn es Nachts dunkel ist,

stelle ich mir vor,

Engel fliegen draußen umher,

als würden sie die Umgebung bewachen.

Eines Nachts mischt sich eine kleine Elfe unter die Engelgruppe.

Sie fliegt von Fenster zu Fenster, und drückt neugierig ihre kleine Nase

gegen die Fensterscheiben.

Schließlich fragt sie:

„Warum ist hier drin, in den Häusern

alles so dunkel?“

Ein Engel legt der kleinen Elfe

eine Hand auf die Schultern

und erwidert:

„Die Menschen schlafen.

Deshalb ist alles dunkel.“

Die Elfe verzieht das Gesicht

und meint:

„Ach, wie schade! Dann bemerkt uns ja gar niemand!“

Ein anderer, weiblicher Engel flüstert ihr zu:

„Doch, irgendwo,

da ist sicher jemand,

der weiß,

dass wir da sind.“

Kategorien
Allgemein

Die Geschichte von den Regenbogenelfen

Mir ist eben folgende, kleine Geschichte in den Sinn gekommen und möchte sie mit Euch teilen:

Die Geschichte von den Regenbogenelfen

Die Regenbogenelfe möchte Regenbogenfarben auf den Himmel malen. Doch die Feen und Wetterengel sagen immer, jetzt ist es Herbst, da ist nicht die Zeit für Regenbögen.

Nebelfeen flechten Mauern aus Nebelschwaden, die sie dann vor die Sonne schieben.

Aber was macht so eine kleine Regenbogenelfe im Herbst?

Sie begnügt sich damit, auf der Erde den Herbstfeen zu helfen, die Blätter der Bäume bund zu färben.

Aber was kommt dann, wenn selbst die Blätter nicht mehr bunt, sondern braun sind?

Dann besuchen Regenbogenelfen uns Menschen, in Gedanken, Visionen und Träumen, um diese bunt, in den schönsten Regenbogenfarben zu gestalten.

Wenn Du Dir also gerade schön und bunt einen Traum, eine Vision, in Gedanken ausmalst, ist vielleicht sogar eine Regenbogenelfe bei Dir. Lasse Dich auf den Regenbogenzauber ein. 😉 Regenbogenelfen können, genau wie die Feen, durch ihre magische Kraft, Wünsche in Erfüllung gehen lassen, wenn man nur fest daran glaubt.

Kategorien
Handgemachte Wesen und ihre Geschichten Kiki, das Elfenkind Puppen

Ergänzung handgemachte Wesen 3 Kiki das Elfenkind und Bambi Lina oder Elfenträume sind es wert, erzählt zu werden …

Elfenkind Kiki mit Bambi Lina

Ähm, … ja, … hallo erstmal. … Ich weiß eigentlich gar nicht, was es zu mir noch viel zu sagen gäbe. … Meine Geschichte kennt Ihr ja schon. … Trotzdem hat Jacqueline gemeint, es wäre schön, als Ergänzung auch noch einen Beitrag von mir mit Lina zu haben.

Ach ja, es gibt etwas, was mich von Winona und Etu unterscheidet. Ahnt Ihr, was? Ja, ja, farblich, natürlich, aber ich meine etwas anderes. Einerseits die Lavendelblütenfüllung, zusätzlich zur Füllwatte, und andererseits, meine Haare, die Frisur meines physischen Elfenkörpers ist aus Wolle gefertigt. Die Haarfarben grün/braun hängen damit zusammen, dass ich genau genommen ein Mischwesen bin. Mein Vater ist ein Kobold. Von ihm habe ich die grünen Haare, und meine Mutter Lariel, hat mir die braunen Haare vererbt.

Es gibt so eigentlich nichts, was mich direkt mit der Jacqueline verbindet, keine Haare oder ähnliches. … Na ja, bis auf den rosa Stoff, der von einem alten T-Shirt von ihr stammt.

Die Jacqueline hat gesagt, Winona und Etu würde sie um nichts in der Welt hergeben wollen, aber wenn für mich irgendwann einmal die Zeit gekommen ist, weiterzuziehen, würde sie mich gehen lassen und in liebe Hände weitergeben. Ich habe einen Elfentraum. Ich möchte, nachdem ich mich einige Zeit ausgeruht habe, so viele Orte wie möglich von der Menschenwelt sehen, bis ich irgendwann wieder zu meiner Erschafferin, die meinen physischen Körper gemacht hat, zurückkehre.

Ob sich Elfenträume in der Menschenwelt erfüllen? – wie auch immer, auch, wenn ich nun in meinem Körper etwas ruhiger geworden bin, möchte ich nicht ewig an ein- und dem selben Ort bleiben.

Als ich der Jacqueline von meinem Elfentraum erzählt habe, hat sie gemeint, da bräuchte es wohl mehrere, wenn nicht sogar einige Menschen, die da mithelfen, um diesen, meinen Elfentraum wahr zu machen. Mein physischer Körper kann schließlich nicht selbstständig von einem Ort zum anderen fliegen. Als geistiges Wesen, ohne meine Hülle wäre dies ein leichtes, aber ich will ja Erfahrungen in der Menschenwelt machen. Es ist ein großes Abenteuer und ich möchte den Menschen Freude, Leichtigkeit und Gelassenheit schenken.

Und Lina? Meine beste Freundin, aus dem Waldtierkindergarten? – Ich weiß noch nicht ob sie mich auf meiner Reise begleitet, sollte mein Elfentraum Wirklichkeit werden. Gut möglich, dass ich im Laufe der Zeit ganz andere, neue Freunde kennenlerne. Was aber nicht bedeutet, dass ich Lina dann nicht mehr gern habe, im Gegenteil, wir sind und bleiben immer im Herzen verbunden, auch, wenn ich nicht bei ihr bin.

Äh tja, von Wegen, es gibt nicht viel zu erzählen. Elfenträume sind es wert, erzählt zu werden, auch wenn noch nicht klar ist, ob, wie und wann sie erfüllt werden können.

Nun wünschen wir Euch einen wunderbaren Abend, eine gute Nacht und träumt was Schönes. 😉

Kategorien
Handgemachte Wesen und ihre Geschichten Kiki, das Elfenkind

Kiki und die Wandlung – die Geschichte einer kleinen Elfe Teil 14, Finale

So, Ihr Lieben! Es ist soweit! Macht es Euch ganz bequem, mit was zum Trinken. 🙂 🥳🙌🏻🧝🏻‍♀️🥂

Im Laufe des finalen Teil der Geschichte, werde ich in die Ich-Form übergehen, also, nicht wundern. 😉

Am Ende der Geschichte gibt es dann die Fotos, von der fertigen Figur. Und nun genug der einleitenden Worte, viel Freude! 🙂

Alle Teile dieser Geschichte sind in der Kategorie „Kiki, das Elfenkind“ nachzulesen.

Der nächste Morgen, nach dem Fest. Beide, Kiki und Lina konnten erstmal so richtig ausschlafen und gemütlich frühstücken.

„Es geht los!“, ruft Prinzessin Marissa, als sie in den Speisesaal kommt. „Gerade gertig feworden.“, sagt Lina, und bringt mit dem Buchstabenverdreher alle zum Lachen.

„Ähm, Marissa, ich hätte da noch einen Wunsch.“, sagt Kiki. „Und der wäre?“, fragt Marissa. „Ich möchte gerne eine Runde auf einem der Einhörner reiten, die gestern unsere Kutsche gezogen haben.“

„Das kannst Du gerne machen.“, antwortet Marissa und führt Kiki und Lina hinaus, auf eine große Wiese, wo Einhörner friedlich grasen. Ein Einhorn kommt direkt auf Kiki zu. „Darf ich auf Dir reiten?“, fragt sie. Das Einhorn nickt. Kiki setzt sich auf den Rücken und schon kann es losgehen. Nach zwei, drei Runden bedankt sich Kiki und kehrt zu Marissa und Lina zurück.

Kurz war es dunkel, als Kiki, Lina und Marissa durch das Portal, in die Menschenwelt fliegen.

„Hallo!“, höre ich Marissas feine Stimme. „Ich bring Dir die Elfe, die ihre Erfahrungen in der Menschenwelt machen möchte, mit ihrer Freundin, dem Bambi Lina.“

Von da an hat mich Kiki durch den ganzen Prozess des Bastelns begleitet mir ganz genau gesagt, eingegeben, wie ihr Körper in der Menschenwelt aussehen soll. Am Ende war sie schon ganz ungeduldig. 😉

Sie hat sich gewandelt, von einem Wirbelwind, zu einer ruhigen, aber doch fröhlichen Elfe.

Jetzt, am Ende der Geschichte will ich Euch das Ergebnis präsentieren, den kreativen/handwerklichen Teil des Projektes. Hier ist es, Kiki, das Elfenkind!

Und Lina darf natürlich auch nicht fehlen. 😉

So, dass wars! Lasst uns nun noch virtuell, mit Sekt, oder mit was auch immer, auf das, wie ich finde, gelungene Projekt anstoßen. 🥂

Ich/wir wünschen Euch allen noch einen schönen Abend.