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Geschichten von/mit Naturwesen

Mini-Elfengeschichte

Die kleine Elfe saß im Laubhaufen auf dem Gehsteig. Als die Menschenfrau, mit ihren, vergleichsweise großen Füßen durchging, lief die kleine Elfe davon, ehe sie sich in die Lüfte erhob und verschwand, so sehr hatte sie sich erschreckt! Und doch spürte die kleine Elfe, dass dieser Mensch nicht in böser Absicht gehandelt hatte. Ja, sie konnte genau fühlen und unterscheiden, ob es sich um gute oder böse Menschen handelt. Wie gerne würde die Elfe mal wieder mit einem Menschen reden, vor allem, da viele ältere Elfen meinen, dass sich die Menschen von heute wieder rückbesinnen, auf die Natur und ihre Schätze. Ach, aber heute wollte es nicht klappen. Die Frau und der Mann neben ihr, hatten es scheinbar eilig, denn kurz darauf kam ein Bus herangefahren. Oben von ihrem Versteck in der Hecke aus konnte die Elfe beobachten, wie sie beide einstiegen und der Bus weiterfuhr.

05.11.2022

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Kurzgeschichte in Gedichtform – die kleine Sternenträumerin

Kurzgeschichte in Gedichtform:

Die kleine Sternenträumerin

Der Mond scheint hell,
auf ein kleines Haus,
drin steht ein Mädchen,
und schaut beim Fenster raus.
Heimlich zieht sie sich
die Schuhe an,
läuft hinaus,
leise und doch
so schnell sie laufen kann.
Sieht Äste im nächtlichen Wind
sich wiegen,
geht durch Blätter,
die vertrocknet
auf der Erde liegen.
Schließlich lehnt sie sich
an einen Baum,
träumt einen kleinen
Sternentraum.
„Ach Mond, ich wünscht,
ich könnt zu Dir
und zu den Sternen fliegen,
weitab von den Blättern,
die hier auf der Erde liegen.“
Der Baum, mit seinen Wurzeln
gibt ihr Halt,
doch sie fröstelt,
die Luft ist kalt.
Weit entfernt
entdeckt sie einen hellen Stern,
ja, bei dem,
wär sie jetzt gern.
„Hier auf der Erde
ist scheinbar vieles schlecht,
so mancher Mensch
ist zu anderen ungerecht,
sogar die Natur
behandelt man schlecht.
Ach, Ihr Sterne,
so klar und rein,
könnt ich nur hoch hinauf fliegen,
und für immer
bei Ech sein!“
Ganz und gar gibt sie sich
ihren Träumen hin,
die kleine Sternenträumerin.
Doch plötzlich wird sie jäh
aus ihrem Wachtraum geweckt,
oh mann,
wie hat sie sich erschreckt!
Mutter ist ganz plötzlich
aus dem Haus gekommen,
hat sie
an der Hand genommen.
„Was hast Du da verloren,
mitten in der Nacht?
Ich hatte Dich doch schon
ins Bett gebracht!“
„Ach Mutti,
der Mond und die Sterne
haben mich magisch
angezogen,
und ich wär nur all zu gerne
zu ihnen geflogen.“
Die Mutter bringt sie zurück
ins Haus geschwind,
„Sternenträumerin,
bist meine Tochter,
ein Erdenkind.“
„Muss ich auch weiter
auf der Erde bleiben,
so will ich trotzdem
meine Gedanken und Träume
an die Sterne schreiben.
Jedesmal, wenn ich
einen Stern erblicke,
ich einen Gruß an die Sterne
in den Himmel schicke.“
Dann legt sie sich
ins Bettchen rein,
kurz darauf,
da schläft sie ein.

30.10.2022

Die Fotos hat Philipp jetzt am späten Abend noch passend zum Text gemacht. Er meint, sie sind etwas dunkel, aber macht nichts.

Das Video enthält die gesprochene Version.

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Greti, das Elfenkind, eine Kurzgeschichte

Der Sommer neigte sich dem Ende zu. Prall und reif hingen große und kleine Früchte auf Bäumen und Sträuchern. In einer der kleinen Beeren, die den, noch grünen Strauch wie Perlen schmückten, schlummerte es, ein Elfenkind.

Es war ein verlassener Obstgarten. Hin und wieder kamen Kinder und stibitzten ein paar Früchte, doch es machte sich niemand was daraus. Und so landeten Jahr für Jahr all die kostbaren Früchte auf dem Boden und waren einzig und alleine dazu von Nutzen, den Vögeln als Futter und Nahrung zu dienen.

Eines Tages, als die Sonne noch einmal ihre letzte Kraft gab, und die Früchte groß und klein beschien, fiel jene Beere zu Boden, in welcher das Elfenkind Greti bisher noch schlummerte. Jedoch, durch den Aufprall am Boden erwachte sie und purzelte aus ihrer Perle, rappelte sich aber sofort auf. Da kam auch schon eine hungrige Amsel und verspeiste die Beere.

Greti begann zu weinen und rief: „Und nun? Was wird nun aus mir?“. Dann erst bemerkte sie, dass sie fliegen konnte. Sie war orientierungslos und flog vorerst auf ein Blatt ihres Heimatstrauches. Ein Rabe gesellte sich zu ihr und fragte freundlich krächzend: „Warum so traurig, kleine Elfe?“ „Ach, ich bin aus meinem Beerenbett gefallen, als es vom Strauch fiel. Meine Beere wurde auch bereits gefressen, und nun weiß ich nicht weiter.“, klagte Greti. Die Miene des Raben veränderte sich und er krächzte: „Mann oh Mann, die Elfen von heute haben Probleme! Denk an Deine Vorfahren. Wenn die Zeit gekommen war, zum Erwachen oder für einen neuen Lebensabschnitt, verließen sie sich auf ihr Feingefühl, wo sie denn gerade gebraucht werden, und suchten sich einfach neue Aufgaben/Wohnungen.“

Greti wurde zornig: „Ja, ja, Du großer Vogel stellst Dir alles so einfach vor! Stell Dir mal vor, Du fliegst aus Deinem Bett und nur wenig später ist es weg!“ „Hör auf zu schimpfen und zu jammern, und mach was aus Deinem Elfenleben!“, erwiderte der Rabe noch genervt und flog davon.

Eine kühle Herbstnacht: Greti ließ sich treiben, mit geschlossenen Augen. Sie gab sich dem Nachtwind hin. Irgendwann flaute dieser ab und Greti landete auf einem Fenstersims. Sie lugte hinein. „Oh nein, Menschen! Was soll ich bei Menschen? Nicht alle sind gut zur Natur, und die wenigsten glauben an Elfen.“ Doch Greti fügte sich ihrem Schicksal. Erstmal schlief sie auf dem Fenstersims ein. Dort lagen zwei verdorrte Blätter, die der Wind wohl hinauf geweht hatte. Auf ein Blatt legte sie sich drauf, und mit dem zweiten deckte sie sich zu. „War das der selbe Wind, jener, der auch mich hierher gebracht hat?“ Während sie noch darüber nachdachte, schlief sie ein.

Der nächste Morgen: Nebelschleier hingen in der Luft als Greti erwachte. Erneut lugte sie durch das Fenster. Was war das? Eine Katze sprang in diesem Moment auf das Fensterbrett. Draußen die Elfe und drinnen die Katze sahenn sich in die Augen. „Katzenaugen sind auch wie Perlen. Und mein Name, Greti, bedeutet Perle.“, dachte sie bei sich. Die Katze war übrigens schwarz, und ihre Augen Bernsteinfarben.

Aufgeregt hüpfte Greti auf dem Fenstersims umher und sagte sich: „Vielleicht sollte ich mein Hauptaugenmerk nicht auf die Menschen richten, sondern vielmehr auf die tierischen Mitbewohner dieses Hauses. Vielleicht ist das meine zukünftige Aufgabe, Haustier-Schutzelfe.“

In diesem Moment ging das Fenster auf. Die Katze hüpfte durch das Fenster, welches nicht besonders hoch war, hinunter auf die Wiese, und Greti ihr hinterher. Eine Frau schloss wieder das Fenster. Und wieder, die Blicke von Katze und Elfe trafen sich.

„Bist Du Haustier-Elfe? Und wie heißt Du?“, fragte die Katze. „Hm, es soll wohl so sein, dass ich Haustier-Elfe bin und werde. Bis vor kurzem war ich mir nicht sicher, was meine Aufgabe sein würde. Mein Name ist Greti.“ Und Greti erzählte der Katze ihre Geschichte.

Als Greti zu Ende erzählt hatte, begann die Katze: „Ich lebe noch nicht so lange hier, vielleicht zwei oder drei Monate. Ich bin auf einem Bauernhof geboren. Mein Name ist Minka. Bin in dieses Haus gekommen, als ich 12 Wochen alt war. Meine Schwester Lucy ist auch hier, jedoch sie ist scheu und lieber drinnen.“

Gegen Abend ließ man Minka wieder ins Haus, und auf ihrem Rücken ließ sich, … na, ratet mal wer, mit ins Haus tragen, genau, Greti, die kleine Elfe. Auch Lucy freundete sich mit Greti an und so war die Elfe nun angekommen, in einem neuen Zuhause, und mit ihrer neuen Aufgabe, Haustier-Elfe zu sein, fühlte sie sich sehr wohl.

Im Frühjahr zog die Familie um. Minka und Lucy, samt Elfe Greti kamen natürlich mit. Der Familienvater hatte den ganzen Winter über ein einsames Einfamilienhaus renoviert. Zu dem Haus gehörte ein schöner, großer Obstgarten. Der Umzug war nötig, da sich Nachwuchs ankündigte.

Als sie mit den Katzen im Transportkäfig im neuen Zuhause angekommen war, staunte Greti nicht schlecht. „Nein, Minka, Lucy, das gibts doch nicht!“, rief die Elfe. „Was denn?“, fragte Minka, während sich Lucy nur ängstlich zusammenkauerte. Greti wies mit einem ihrer kleinen Finger hinaus in den Garten. „Hier bin ich geboren!“, flüsterte sie und wurde ganz andächtig.

Doch Greti hatte nicht viel Zeit, sich ihren Erinnerungen hinzugeben. Ihre Aufgaben als Haustier-Elfe waren nun erst recht von Nöten, um Lucy zu helfen, sich zu entspannen und im neuen zu Hause anzukommen, während Minka bereits den geräumigen Garten und das Haus erkundete.

Ein halbes Jahr wohnte die Familie nun schon hier. Wieder war es Herbst. Und wieder gab es reichlich Obst, auch in jenem, ehemals verlassenen Obstgarten. Doch diesmal wurde alles geerntet und liebevoll von der Hausfrau weiterverarbeitet, zu Kompott und Marmeladen. Das Mädchen, welches gesund im Frühjahr zur Welt gekommen war und die beiden Katzen verstanden sich sehr gut. Und Greti gab ihre Energie dazu, für ein harmonisches Familienleben. Ja, alle waren glücklich und zufrieden.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

03.09.2022

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Die Semmel die fangen spielen wollte oder wofür man einen Schöpflöffel noch verwenden kann

Nun hier der versprochene Humorige Eintrag:

Die Semmel die fangen spielen wollte oder wofür man einen Schöpflöffel noch verwenden kann

Eine Semmel brutzelte gemächlich im Backrohr dahin. Als die vorgesehene Zeit vorbei war, wickelte sich die Frau ein Geschirrtuch um die rechte Hand, nachdem sie das Backrohr geöffnet hatte.

Vorsichtig fasste die Frau mit der betuchten Hand in das heiße Backrohr. Fast hätte sie das Objekt der Begierde in Händen gehabt, doch die Semmel rutschte ihr weg, weiter hinein ins Ofenloch. Ein zweites Mal versuchte sie es mit dem Geschirrtuch, jedoch die Semmel wich wieder aus und rutschte weg.

Eine Frau wie sie ließ sich nicht so leicht unterkriegen. Außerdem wollte der Frühstückshunger gestillt werden. Sie holte einen Schöpflöffel aus der Lade, fuhr damit ins offene Backrohr und schob die Semmel bis an den Rand. Schließlich nahm sie wieder das Geschirrtuch zu Hilfe und konnte die Semmel mit einem Griff herausholen. „Man muss sich zu helfen wissen.“, dachte sie sich und musste schmunzeln.

Man hat immer zwei Möglichkeiten: Entweder man ärgert sich darüber, wenn etwas nicht sofort, wie vorgesehen klappt, oder man nimmt die Situation mit Humor und schreibt eine Geschichte darüber. Ja zugegeben, alles mit Humor zu nehmen ist nicht immer so einfach, aber heute hat es geklappt. Dies passierte am Montag, dem 1. August 2022. Ja, ein Montag. Und Montage sind berühmt berüchtigt dafür, verteufelt zu werden, wenn etwas nicht glatt läuft. Also ein Grund mehr, diese Geschichte mit der Welt zu teilen.

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Aus den Erinnerungen/rebloggt, der kleine Engel Hoppala und seine Geschichte

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Aus den Erinnerungen – Mümmelchen und Naseweiß, eine lustigverrückte Hasengeschichte

Mümmelchen und Naseweiß – eine Lustigverrückte Hasengeschichte

Stellt Euch vor, heute habe ich zwei Hasen belauscht. Sie heißen Mümmelchen und Naseweiß.
MeintMümmelchen zu Naseweiß: „Seien wir froh, dass Ostern nicht jetzt im Sommer ist.“ „Warum meinst Du?“, fragt Naseweiß. „Na, überleg doch mal, unsere süßen Geschwister aus Lokoschade, … oder wie das Ding heißt. Von denen wäre bei der Hitze nicht mehr viel übrig.“, entgegnet Mümmelchen.
Naseweiß rümpft sein Näschen und meint: „Poah mein Freund, ist Dir so fad, dass Du Dir über Schokohasen Gedanken machen musst? Und außerdem, Schokoweihnachtsmännern ging’s jetzt auch nicht besser.“
Mümmelchen lacht und meint: „Du musst ja noch verrückter sein als ich, wenn Du Dir im Sommer über Schokoweihnachtsmänner Gedanken machst.“
Naseweiß schüttelt den Kopf und sagt: „Du siehst das zu eng, denn ein Bisschen gedankliche Abkühlung kann nicht schaden, und außerdem, in einem guten halben Jahr ist es eh schon wieder soweit. Die Zeit vergeht wie im Flug.“
Mümmelchen seufzt: „Erinnerst Du Dich nicht mehr daran, was die weise Großmutter Eule mal gesagt hat? Man soll im Hier und Jetzt leben, nur das ist wichtig. Ähm, … zurück zu den Schokohasen: Von was ernähren die sich eigentlich?“
Naseweiß lacht verschmitzt und antwortet: „Die Lokoschadehasen sind schneller weg, als man das Wort Karotte aussprechen kann, vermute ich mal. Wenn sie sich ernähren, dann vielleicht höchstens von Marzipankarotten.“

26.06.2019

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Aus den Erinnerungen, Blumentau, Sternenglanz und co, elfenhafte Impressionen

Blumentau, Sternenglanz und co, elfenhafte Impressionen

Blumentau ist eine Fee, die jeden Tag schon früh auf den Beinen ist, bzw. schon früh durch die Lüfte schwebt. Sie verteilt den herrlichen, frischen Tau auf Wiesen und Blumen. Im Herbst wenn es kalt wird, zieht sie sich wie alle anderen Elfen und Feen des Sommers zurück und hilft mit, im Verborgenen den nächsten Frühling und Sommer vorzubereiten.
Sunnybell: Sunnybell ist eine Elfe der Fröhlichkeit. Ihre Intention ist es, überall, wo es nur geht, Sonnenstrahlen hin zu schicken. Sie trägt keinen Elfenstaub bei sich, sondern jede Menge Sonnenstrahlen. Im Herbst und Winter zieht auch sie sich zurück. Aber ab Februar ist Sunnybell schon wieder unterwegs, um Sonnenstrahlen zu sammeln.
Animalia: Die Fee Animalia ist die Hüterin der Tiere. Sie ist das ganze Jahr aktiv und überall unterwegs, vor allem im Winter, wo es nur wenige Futterquellen gibt. Sie führt die Tiere zu Futterstellen, die teilweise auch von Menschen bereit gestellt werden. Animalia ist für jeden einzelnen Menschen dankbar, der sich, in welcher Form auch immer, für Tiere einsetzt.
Daisylou: Daisylou ist die Elfe der Wiesenblumen. Ihre Botschaft lautet: „Pass bitte auf, wo Du auf der Wiese hintrittst, denn die zarten Gänseblümchen sollen auch leben dürfen. Gehe achtsam durch die Natur.“
Sternenglanz: Die Fee Sternenglanz ist die Hüterin der Nächte und der Träume. Sie liebt es, in klaren Nächten jede Menge Sternenlicht zu verteilen. Die Fee Sternenglanz ist eine Vermittlerin der Ruhe und Stille.

13.03.2016

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Aus den Erinnerungen 1 Prinzessin Zartröschen und der Dornenzauber eine Kurzgeschichte

Prinzessin Zartröschen und der Dornenzauber

Einst lebte im Schloss der tausend Rosen eine kleine Elfenprinzessin, namens Zartröschen.
Eines Tages ging Prinzessin Zartröschen zu ihrer Mutter und sagte: „Mutter, ich möchte die Welt der Menschen sehen. Mir ist es hier langweilig, immer nur das Schloss um mich zu haben. Ich möchte, dass auch in der Menschenwelt Rosen wachsen, nicht nur hier, im geheimnisvollen Land der Feen.“
„Ich werde Großvater Wind fragen, ob er Dich in die Welt der Menschen mitnehmen kann.“, erwiderte die Mutter mit einem Seufzer. „Juhuuuuu! Mein Elfenstaub wird soooooo viele Rosen wachsen lassen, wie es zuvor noch niemand, kein Mensch gesehen hat.“, freute sich Prinzessin Zartröschen und hüpfte herum, sodass Elfenstaub aufgewirbelt wurde, welcher weitere Rosen hervor brachte.
Dann war es endlich soweit. Großvater Wind nahm Prinzessin Zartröschen mit sich fort, trieb sie sanft vorwärts, durch das Portal, welches die Menschenwelt, mit dem unsichtbaren Reich der Feen verbindet.
„Wo möchtest Du denn hin, in der Menschenwelt, geliebtes Elfenkind?“, fragte er. „Ach, lieber Großvater Wind, trage mich rund um den ganzen Erdball, sodass ich Elfenstaub regnen lassen kann, damit überall auf der Welt Rosen wachsen können.“ Der Wind tat, wie ihm geheißen, denn wer kann schon den Wünschen einer solch lieblichen Prinzessin widerstehen?
Irgendwann jedoch, waren beide müde geworden. Der Wind flaute ab, nachdem er Prinzessin Zartröschen behutsam auf einer Wiese absetzte.
Das Elfenkind sah sich um. Da waren viele andere Blumen, und ihre beschützenden Elfen. Prinzessin Zartröschen strich einem Löwenzahn zart über die Blüten. Plötzlich zeigte sich eine kleine Elfe. Die Blicke der beiden Elfenkinder trafen sich und Zartröschen fragte: „Hallo, wer bist Du denn? Und wie heißt das Blümchen, welches Du bewachst?“. Die andere Elfe erwiderte: „Herzlich willkommen, Fremde. Ich bin Leona Löwenzahn. Ich bin Hüterin der Wiesenblumen. Mir untergeordnet ist Daisy, die Hüterin der Gänseblümchen.“. Zartröschen hörte aufmerksam zu, bis Leona Löwenzahn schließlich sagte: „Und nun bist Du dran, erzähl mir von Dir.“, und das tat Zartröschen dann auch.
Am nächsten Morgen hatte sich die Umgebung verändert. Überall waren plötzlich blühende Rosensträucher. Nicht nur die Wiesenblumen und deren Elfen staunten, sondern auch die Menschen. Doch viele waren unachtsam, rissen die Rosen einfach aus, um sie mit nach Hause zu nehmen, sie ihren Familienmitgliedern zu zeigen, und schließlich als tote Blumen in eine Vase aufs Fensterbrett zu stellen. Prinzessin Zartröschen war totunglücklich, weil die Menschen so lieblos all die Rosen pflückten, und sogar ganz kleine Rosensträuche einfach niedertrampelten.
Leona Löwenzahn versuchte Prinzessin Zartröschen zu trösten und sagte: „Ach weißt Du, meine Liebe, viele Menschen haben es leider verlernt, achtsam durch die Natur zu gehen. Zertrampelte Blümchen sind hier leider immer wieder Alltag. Aber das gute ist, es kommen ja immer wieder neue Blümchen nach. Es wäre zu schade, jedem einzelnen Blümchen nachzuweinen.“
Dies tröstete die Prinzessin aber kaum. sie stand auf, reckte ihr Köpfchen zum Himmel und rief: „Nein! Meine Rosen sollen leben dürfen, ohne ständig niedergetrampelt oder übermäßig gepflückt zu werden. So will ich folgenden Zauber aussprechen:
Rosen, Rosen,
Ihr sollt leben,
dafür will ich
meine Tränen geben.
Rosen, Rosen,
zart und fein,
jede Träne
soll ein Stachel
auf Eurem Stengel sein!“
Und so kam es, dass Prinzessin Zartröschen erneut von Großvater Wind um die ganze Erde getragen wurde. Aber diesmal ließ sie nicht nur Elfenstaub fallen, sondern überall dort, wo Rosen wuchsen, ihre Tränen. Kaum berührten die Tränen die Rosensträucher und Büsche, verwandelten sie sich in spitze, stachelige Dornen. Seither tragen alle Rosen in der Menschenwelt Dornen, um an einen achtsamen und respektvollen Umgang mit der Natur zu erinnern.
Nachdem Prinzessin Zartröschen ihre Mission in der Menschenwelt erfüllt hatte, kehrte sie in das Reich der Feen, ins Schloss der tausend Rosen zurück und wart nie wieder in der Welt der Menschen gesehen.

Geschichte vom 06.03.2020 © by Jacqueline Knapp-Heberling

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Aus den Erinnerungen, Prinzessin Glöckchenhell und die Herzenslicht-Libelle eine Feengeschichte

Die nachfolgende Geschichte habe ich vor 3 Jahren geschrieben:

Prinzessin Glöckchenhell und die Herzenslicht-Libelle

eine Feengeschichte

Es war einmal eine kleine Prinzessin. Wegen ihrer Stimme wart sie von allen stets „Prinzessin Glöckchenhell“ genannt. Und sie hatte auch sonst ein lichtvolles, herzliches Wesen, wie eine Fee eben.

Prinzessin Glöckchenhell liebte ihren Garten, mit all seiner Blumenpracht. Jeder lichtvolle Gedanke, den Prinzessin Glöckchenhell aussendete, manifestierte sich als Blume. Sie alleine hatte also diesen Garten angelegt, an dessen Rand 4 Bäume gepflanzt waren. Diese Wächterbäume trugen die Namen: „Liebe, Dankbarkeit, Hoffnung und Zuversicht. Sie vermittelten Stabilität und Geborgenheit.

Inmitten des Gartens war ein Teich, mit Seerosen. Prinzessin Glöckchenhell saß oft dort in der Sonne, die sich im klaren Wasser des Teiches spiegelte.

An einem schönen Sommertag, nachdem Prinzessin Glöckchenhell voller Freude durch den Gartenhüpfte, ließ sie sich wieder beim Teich, mit den Seerosen nieder. Da sah sie auf einem Seerosenblatt eine Libelle sitzen. Sanft winkte die Prinzessin der Libelle zu, und sogleich erhob sie sich majestätisch, flog auf die Prinzessin zu und nahm auf ihrer Hand platz.

„Wer bist Du?“, wollte die Prinzessin wissen. „Ich? Ich bin eine Libelle, genauer gesagt eine Herzenslicht-Libelle. Du hast mich aus Deinem Herzen, aus dem Licht Deiner Freude heraus erschaffen. Ich bin manifestierte Freude und Leichtigkeit.“ „Oh!“, hauchte Prinzessin Glöckchenhell und fügte hinzu: „Sei willkommen. Mögen der Teich und die Seerosen ein schönes Zuhause für Dich sein.“

Das war die Geschichte von Prinzessin Glöckchenhell und der Herzenslicht-Libelle.

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Texte-Adventkalender 2021 Türchen#17 das Tannenkind, eine Kurzgeschichte

Heute im 17. Türchen eine Geschichte von mir, welche mein Onkel Ronald sogar illustriert hat. Das war vor zwei Jahren. Da ging es darum, dass man an die Kronenzeitung eine Weihnachtsgeschichte schicken konnte, und da war die Idee, das könnte ich auch machen. Allerdings musste die nachfolgende Geschichte dafür stark verkürzt werden. Jetzt kommt aber die Originalversion, aber mitsamt der Illustration. Die Geschichte selbst ist übrigens allerdings schon 4 Jahre alt. Viel Freude damit. 🙂

Das Tannenkind
eine Kurzgeschichte

Es waren einmal eine Mutter, und ihre kleine Tochter. Sie lebten bescheiden in einem Kleinen Häuschen mit Garten. So lange es Obst und Gemüse im Garten gab, verkaufte die Mutter das Meiste davon am Markt. Im Winter jedoch, wenn alles weiß war, verkaufte sie selbstgestrickte und genähte Sachen.
Das kleine Mädchen, namens Maja liebte es, Bilder zu zeichnen. Die Kleine Maja war für ihr zartes Alter von 5 Jahren schon sehr talentiert.
Eines Tages, an einem kalten Wintertag, die Mutter strickte, während Maja, wie so oft, ihrer Lieblingsbeschäftigung nachging, dem Zeichnen. “Mutti, ich hab heut Nacht von einem niedlichen, kleinen Tannenbaum geträumt. So einer wäre genau richtig für uns, als Weihnachtsbaum. Soll ich ihn zeichnen, damit Du ihn auch sehen kannst?”, fragte Maja, zur Mutter gewandt. Diese sah die strahlenden Augen des Kindes und gab lächelnd zur Antwort: “Ja, gerne, mein Schatz.” So begann Maja voller Eifer zu malen und es dauerte nicht lange, da war die Zeichnung fertig. Stolz hielt das Mädchen seiner Mutter die Zeichnung hin und meinte: “Schau Mutti!” Staunend betrachtete die Mutter die Zeichnung. Dann meinte sie: “Ja, schön wäre es, wenn man so einen niedlichen kleinen Tannenbaum kriegen könnte. Aber die meisten Christbäume sind so groß, leider. Weißt Du, mein Liebes, viele Menschen haben leider verlernt, sich mit kleinen Dingen im Leben zufrieden zu geben. Die kleinen Freuden des Lebens können in Wahrheit etwas ganz großes sein.” Fragend sah das Kind seine Mutter an und meinte: “Das versteh ich nicht.” “Schau, Maja, nehmen wir ein ganz einfaches Beispiel: Dieser kleine Tannenbaum, von dem Du geträumt hast, den es vielleicht irgendwo da draußen in der Natur gibt, ist in Wahrheit etwas ganz wertvolles, weil er ein Teil der großen Schöpfung Gottes ist. Oder eine kleine Blume in der Sommerwiese, ist genauso wertvoll, weil sie Teil des großen, ganzen ist. Es muss nicht immer alles riesig und groß sein, auf die Kleinen, und doch wertvollen Dinge und Momente im Leben kommt es an. Und wenn Du, meine Tochter, Dich freust, mich anlächelst, ist mir das mehr wert, als alles Geld der Welt.”
Kurz vor Weihnachten war Maja’s Mutter noch mit einem Stand am Markt vertreten. Die Leute kauften mit Freude die vielen handgemachten Sachen. Nebenan befand sich ein Christbaumstand. In der Hoffnung, den Wunsch ihrer kleinen Tochter erfüllen zu können, ging sie kurz hinüber. “Guten Tag! Wie läufts denn so, das Geschäft?”, fragte sie. Die Christbaumhändlerin seufzte: “Die großen Christbäume gehen gut, da sind kaum mehr welche da. Aber ich habe da einen glitzekleinen Tannenbaum, den will irgendwie keiner haben.”, und sie senkte den Kopf. “Darf ich ihn mir ansehen?”, fragte Majas Mutter. “Aber gerne! Wenn Sie ihn dann haben wollen, kriegen Sie das Tannenkind um den halben Preis.”, erwiderte die Händlerin. “Tannenkind, ein Lieber Ausdruck, für ein kleines Tannenbäumchen.”, dachte sich die Mutter und ließ sich den Mini-Christbaum zeigen. Als sie das Bäumchen vor sich sah, schlug sie die Hände vor dem Gesicht zusammen. Die Händlerin erschrak und fragte: “Was ist? Gefällt er Ihnen auch nicht?” “Doch, doch, gute Frau, er ist wunderschön! Aber wissen Sie, ich bin verwundert. Genau von so einem Bäumchen hat meine Tochter letzte Nacht geträumt. Sehen Sie, meine Kleine hat ihn mir aufgezeichnet.”, und die Mutter holte Maja’s Tannenbaumzeichnung aus der Tasche. “Oh, das Bild ist wunderschön! Eine talentierte Tochter haben Sie! Die wird einmal eine richtige Künstlerin! Darf ich Ihnen die Zeichnung abkaufen? Mit dem Geld können Sie noch Extra-Christbaumschmuck besorgen, und das Tannenkind schenke ich Ihnen.” “Gerne dürfen Sie das Bild kaufen, und ich danke Ihnen recht herzlich, für das Geschenk, jedoch kann ich das Bäumchen wohl nicht alleine heimwärts tragen.” “Sorgen Sie sich diesbezüglich nicht. Heut Abend könnte mein Mann das Tannenkind zu Ihnen nach Hause liefern, wenn Sie mir Ihre Adresse geben.” Die Mutter war voller Freude, verkaufte das Tannenbild an die Christbaumhändlerin, und gab ihr noch die Adresse.
Abends kam die Mutter mit jeder Menge weihnachtlicher Dinge nach Hause, und verstaute alles vorerst im Schuppen. Maja sollte noch nichts davon mitkriegen. Aufgeregt fragte das Mädchen: “Du, Mutti, wo ist meine Tannenbaumzeichnung hin? Ist ja die einzige Erinnerung, an meinen Traum, vom kleinen Tannenbaum. Mutti, wo ist sie?” “Schatz, ich habe Dein Bild am Markt verkauft. Aber sei nicht traurig deswegen, es kommt etwas viel schöneres nach.” Plötzlich war in Maja’s Augen ein Leuchten, und sie fragte: “Etwa ein echtes, kleines Tannenbäumchen?” “Das Christkind hat gesagt, ich darf Dir noch nichts verraten, mein Kind.”, antwortete die Mutter und lächelte verschmitzt.
Kurz darauf hörte die Mutter einen Wagen vorfahren. “Maja, bitte geh in Dein Zimmer.”, befahl die Mutter. “Wieso? Darf ich nicht sehen, wer da gekommen ist?”, fragte Maja. “Nein, es ist ein Bote des Christkinds. Bitte Maja, nun gehschon.”, ermahnte sie die Mutter. “Ist es ein Engel? Aber Engel brauchen ja eigentlich keinen Wagen, die können ja fliegen.”, meinte Maja noch, gehorchte dann aber und verschwand in ihrem Zimmer.
“Guten Abend, junge Frau! Hier haben Sie Ihr Tannenbäumchen!”, rief ein gut gelaunter, hochgewachsener Mann. “Guten Abend! Vielen Dank, dass Sie mir den Baum geliefert haben.”, erwiderte die Mutter. “Kein Problem. Meine Frau macht den Verkauf, und ich mache das Service, Christbäume liefern und aufstellen. Meine Frau hat Ihnen das, wie sie es nennt, Tannenkind, geschenkt und mich gebeten, es Ihnen zu bringen, was ich sehr gerne erledigt habe.” Gemeinsam trugen der Lieferant und die Mutter den Tannenbaum in die große Wohnstube, wo sie ihn aufstellten. Schließlich meinte der Christbaumlieferant: “Ihre Tochter wird Augen machen. Sie haben sie sicher erstmal in ihr Zimmer geschickt. Richtig?” Die Mutter nickte. “Sie wollte unbedingt wissen, wer da gekommen ist, und ich habe gesagt, ein Bote des Christkinds. Dann meinte sie, ob es ein Engel wäre, aber Engel können doch fliegen und brauchen keinen Wagen.” Jetzt mussten sie und der Lieferant lachen. Danach sprach die Mutter: “In gewisser Weise hat meine Kleine recht. Sie und ihre Frau sind beide Engel, Engel auf Erden. Sie haben meiner Tochter mit diesem kleinen Tannenkind, einen großen Wunsch erfüllt. Dafür bin ich sehr dankbar!”
Die Mutter verschloss einstweilen die Türe zur Wohnstube. Sie räumte, nachdem der nette Lieferant wieder gefahren war, alle Weihnachtssachen aus dem Schuppen, in die Stube. Sobald Maja schlief, wollte sie den Baum weihnachtlich schmücken.
An Heiligabend durfte Maja endlich wieder die Wohnstube betreten. “Oh!”, rief sie aus. Mit leuchtenden Augen betrachtete Maja den Christbaum, den die Mutter so wundervoll schmückte. Die Kleine meinte zu ihrer Mutter: “Jetzt versteh ich, warum dieser Bote vom Christkind, der Engel, einen Wagen gebraucht hat. Beim Fliegen kann er ja das Tannenkind nur schwer tragen.” Dann meinte Maja noch: “Oh, Tannenkind, Du bist soooo schön! Danke, liebes Christkind!”

Das war die Geschichte vom Tannenkind.
16.-17.12.2017