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Morgengedanken

Morgengedanken 16.11.2022

Es ist kurz vor 6 und die dunkle Nacht hält die Welt noch in ihren Klauen. Aber so ist das eben, im Herbst/Winter. Ich freue mich schon auf die Tag und Nachtgleiche am 21. Dezember, weil damit die Aussicht verbunden ist, dass die Tage wieder ganz, ganz langsam länger werden. – ja, Sehnsucht nach dem nächsten Frühjahr im Herbst. Dabei sollte man doch im Hier und jetzt leben.

Es waren heute endlich mal ein paar gut durchgeschlafene, dazu noch traumlose Nachtstunden. Die Tage zuvor hatte ich wilde und wirre Träume, und in der Nacht von Montag auf Dienstag konnte ich überhaupt kaum schlafen. Ich bin noch unschlüssig, bleibe ich jetzt schon auf, oder lege ich mich noch für ein paar Stunden hin, bin mit dem Wecker klingeln vom Philipp wachgeworden. Alles ist noch so hinter einer dunklen Wand, fühle mich noch nicht so recht im neuen Tag angekommen, bin irgendwie gefühlsmäßig noch in der Schwebe, zwischen dem Gestern und dem Heute. Nein, dass heißt absolut nicht, dass mir langweilig ist, im Gegenteil, jetzt taucht in mir das Bild eines leeren Blatt Papier auf. Ja, der neue Tag liegt vor mir,/uns, bereit ausgefüllt und gestaltet zu werden.

Mittlerweile ist es kurz nach 6 und ich habe entschieden, dass es fürs endgültige Aufbleiben heute für mich noch zu früh ist. Und nachdem die vorhergehende Nacht eh mehr schlecht als recht war, wird es gut tun, noch etwas Schlaf nachzuholen. Die Dunkelheit lädt förmlich dazu ein und ich bin dankbar, dass ich mich dem Bedürfnis heute ohne Termine hingeben kann.

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1.11.2022

Es war ein wunderschöner, sonniger erster Novembertag, mit einer Luft, so mild, wie im Frühling. Unüberseh— bzw. unüberhörbar war jedoch die Tatsache, dass es Herbst ist, durch die zahlreichen abgefallenen Blätter am Gehsteig.

Philipp wollte das Grab seiner Lieblingsgroßmutter besuchen, also sind wir mit dem Bus raus zum Friedhof gefahren. Es dauerte eine Weile, bis er das Grab fand. Sein Cousin musste ihm telefonisch Anleitung geben. Ich blieb einstweilen auf einer Bank sitzen. Gegen einen Spaziergang war zwar nichts einzuwenden, jedoch dieses Herumirren, mal hierhin, dann wieder umdrehen, dann dorthin, zerrte an meinen Nerven. Da ich aber keine schlechte Stimmung machen wollte, fragte ich ihn ganz einfach, ob hier irgendwo eine Bank wäre, und tatsächlich. So konnte er alleine sich auf die Suche nach dem Grab machen, und ich konnte einstweilen dort sitzen, mich ausruhen und die Umgebung auf mich wirken lassen. Auch hier bin ich froh darüber, dass wir mit dem Wetter solches Glück hatten. Ja, es war ein ziemliches Gewusel dort am Friedhof. Ich empfand die Atmosphäre gar nicht als negativ, sondern eher positiv. Ein Kind lief sogar lachend seinen erwachsenen Begleitern nach. Ja, es war eine freudige Stimmung, man konnte beinahe spüren, dass sich all die Verstorbenen über die Besuche ihrer lebenden Verwandten freuten.

Nach dem, dann doch erfolgreichen Besuch, gönnten wir uns beim Eingang bzw. Ausgang jeder eine Tüte Maroni. Auch, wenn es nicht sonderlich kalt war vom Wetter her, fühlte sich die warme Tüte mit den Maroni in der Hand doch angenehm an. Wir verzehrten sie bei der Busstation, während wir auf den Bus warteten. Wir mussten einmal umsteigen. Es klappte aber alles gut mit den Busverbindungen.

Ja, heute war ein guter Tag.

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Aus den Erinnerungen, Gedicht und Bilder zum Erntedank

Erntedank

Mutter Erde trägt uns
gibt uns Halt,
sie liebt und nährt uns
mit großer Vielfalt.
Der Sommer hat Abschied genommen,
Die Zeit des Erntedankes
ist gekommen.

25.09.2018