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Hoffnung auf Freundschaft

Wie fange ich jetzt am besten an? – Neulich, letzte Woche habe ich hier, gegen Ende dieses Eintrages ja geschrieben, dass es schade ist, dass man, also ich, niemanden in der Nähe hat, um sich zu treffen, auszutauschen und/oder was zu unternehmen.

Gestern habe ich gezielt mal gesucht, gegoogelt, nach einer Seite, wo Frauen Freundschaften zu anderen Frauen suchen/finden/knüpfen können und ich bin fündig geworden. Nein, nicht falsch verstehen, keine herkömmliche Partner/Singlebörse, wirklich nur für Frauen und Freundschaften. 😉 Es ist eine Seite in Österreich, man kann gezielt nach Stadt und Postleitzahl nach Frauen in der Nähe suchen. Ich hab mich dort registriert. Aber mit registrieren/Profil anlegen ist es nicht getan. Es bringt nix, da passiv zu bleiben und zu warten, angeschrieben zu werden. Nein, bin gleich aktiv geworden, gleich gestöbert und ein paar Frauen, die mir sympathisch erschienen, anhand ihres Profiltextes/Freundschaftsgesuchs.

Bei einer ist mir sowohl der Profiltext, als auch ihr Nutzername positiv aufgefallen. Sie nennt sich „Sonnenblume“, ist 37, wohnt ebenfalls in Klagenfurt und ist auf der Suche nach einer Freundin, die mit ihr durch dick und dünn gehen will. Eine Freundin, bei der man wirklich so sein kann, wie man wirklich ist, ohne sich irgendwie verstecken/verstellen zu müssen. Gut gestern angeschrieben und gleich in regen Austausch gekommen, paar mal schon hin und her geschrieben. Das Kreative/schreiben und die Liebe zu Tieren gehört schon mal zu den Gemeinsamkeiten. Sie ist, wie es scheint, eine ganz Liebe! Sie hat von sich aus ein Treffen vorgeschlagen, dass wir uns bei einem Getränk über Gemeinsamkeiten unterhalten. Da bin ich auch dafür, unbedingt!!!

Ja und weil Ehrlichkeit für mich in Beziehungen/Freundschaften sehr wichtig ist, habe ich gleich offen alle Karten auf den Tisch gelegt und auch von meiner Behinderung/Blindheit geschrieben. Hab auch geschrieben, dass ich insofern mobil bin, dass ich z.b mit dem Bus ins Stadtzentrum fahren kann und das ich mit meinem Mann diverse Wege mit dem Blindenstock eingeübt habe. Das war heute Früh, meine letzte Antwort und ich freu mich schon wieder von ihr zu lesen. Hoffentlich habe ich sie nicht abgeschreckt. Leider ist es so, dass viele Menschen Vorurteile haben. Man bekommt oftmals nicht einmal die Chance, einander kennenzulernen. Musste schon oft die Erfahrung machen, auch bei Mailfreundschaften, sobald man über die Behinderung geschrieben hat, war der/die Schreibpartner/In weg und es kam keine Antwort mehr.

Na ja, aber bei ihr, … ihren Vornamen weiß ich schon, aber hier im Blog nenne ich sie erstmal mit ihrem Nutzernamen „Sonnenblume“, habe ich doch ein gutes Gefühl. Zu euphorisch mag ich auch nicht sein, keine großen Erwartungen, aber ich habe zumindest die Hoffnung auf Freundschaft. Vielleicht lerne ich über diese Frauen-Freundschaften-Webseite ja mehrere nette Frauen in der Stadt/Umgebung kennen, wer weiß? – aber die Registrierung dort fühlt sich zumindest so an, wie Samen, die man in die Erde getan hat, und ja, mal sehen, was draus wird. 🙂 Ich werde auf alle Fälle berichten.☺️😁 Gerade morgen am späten Nachmittag/frühen Abend hätte ich gut Zeit für ein Treffen, da der Philipp sich im Stadion wieder ein Fußballspiel ansieht. Wär wirklich super, wenn sie morgen schon Zeit hätte, wo wir doch schon auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind, von den Gemeinsamkeiten her. Aber mal abwarten, ob und wann sie wieder schreibt.

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Namensverwechslung oder Erinnerungen an Christine

Heute bin ich schon von einer Heimhelferin „umgetauft“ worden, statt Jacqueline hat die mich Christine genannt. Sie hat sich dann entschuldigt, meinte, sie hätten so viele Frauen mit dem Namen Christine, und Jacqueline ist eher selten.

Musste dadurch an eine ehemalige Freundin denken, die Christine hieß. Sie ist die Tochter von Nachbarn meiner Eltern. Sie hat ebenfalls eine Behinderung z.b eine leichte Sprachstörung. Die Freundschaft ging abrupt zu ende. Schuld daran sind meine Eltern und ihre Mutter, die quasi die Vormundschaft für Christine über hat. Sie hat Christine nach dem Vorfall mit meinen Eltern verboten, weiter mit mir Kontakt zu haben, und Christine konnte sich wohl nicht gegen ihre Mutter durchsetzen. Ich will nun hier aufschreiben, wie das damals war, weil die Erinnerungen gerade so lebhaft da sind, ausgelöst durch die Namensverwechslung.

Meine Eltern, hauptsächlich mein Vater, hatten über Christine gelästert, über ihr Aussehen, usw. Ja, ja, dass konnten/können die gut, über andere schlecht/hinterm Rücken reden und herziehen. Am selben Tag hatte ich dann ein Treffen mit Christine, konnte meine Traurigkeit darüber, dass meine Eltern über sie gelästert hatten, jedoch nicht verbergen. Logischerweise hat sie mich darauf angesprochen, was denn mit mir los sei, ich wirke so bedrückt. Zuerst wollte ich nichts sagen, aber sie bohrte weiter, wollte wissen, was los ist. Dann sagte ich ihr, dass ich darüber traurig bin, dass meine Eltern schlecht über sie geredet haben, aber ich nahm ihr damals das Versprechen ab, sie dürfe ihrer Mutter und überhaupt niemanden davon erzählen, was sie mir ursprünglich auch versprach. Dennoch verbrachten wir dann einen schönen Sommertag. Es war ein Tag vor meinem Geburtstag.

Tags darauf, mein Geburtstag: Christine wäre eigentlich eingeladen gewesen und wir wollten uns vor dem Geburtstag feiern noch zum spazieren gehen treffen. Jedoch ihr Handy war aus, Mailbox. Meine Mutter versuchte zu intervenieren, aber sie wurde von Christines Mutter gar nicht erst reingelassen ins Haus. Meine Welt brach zusammen, das war ein trauriger Geburtstag. Von einem Tag auf den anderen hatte ich meine beste Freundin verloren, und das alles, weil 1. meine Eltern über sie gelästert hatten und 2. Christine wohl dann doch nicht den Mund halten konnte und ihrer Mutter davon erzählte, was dazu führte, dass die Mutter den Kontakt verbot, obwohl Christine und ich zu diesem Zeitpunkt ja beide schon erwachsen waren. Ich war anfang 20 etwa und sie nur ein bisschen älter, so mitte 20. Zugegeben ich bin auch ein bisschen mit schuld, weil ich meine Traurigkeit über die Lästereien nicht verbergen konnte und Christine davon erzählte. Habe ihr halt vertraut, dass es unter uns bleibt. Ich hätte damals einfach so tun müssen, als wäre alles in Ordnung, aber na ja. Kann man jetzt auch nicht mehr ändern. Schade, dass sich Christine so sehr von ihrer Mutter abhängig machen ließ oder lässt. Na ja jedenfalls, ich hatte dann keine Lust mehr auf Geburtstag, zog mich in mein Zimmer zurück und wollte von nichts und niemanden was hören.

Dieses und viele andere negative Erlebnisse/Vorkommnisse mit meinen Eltern und meinem Bruder führten letztenendes dazu, dass ich den Kontakt endgültig mit meiner Familie abbrach. Der einzige mit dem ich aus meiner Familie noch Kontakt habe, ist mein lieber Onkel Ronald. Mit Cousins und Cousinen aus dem Familiengrad mütterlicherseits bin ich auf Facebook befreundet, aber die engere Familie (Eltern und Bruder) da ist kein Kontakt mehr. Ja meinen Bruder hab ich sogar auf Facebook blockiert.

Schon irre, dass eine Namensverwechslung einen Haufen Erinnerungen ans Tageslicht bringen kann.

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Erfolg/Premiere heute Früh

Unlängst hat mir Philipp die Bedienung des Backrohrs erklärt. Die Drehschalter haben eine gut fühlbare Einkerbung/Rille. Zusätzlich haben wir auch fühlbare Beschriftungen angebracht, also z.B für 200 Grad habe ich in Blindenschrift eine 2 geschrieben und Philipp hat es dort hingeklebt. Zusätzlich weiß ich, wenn ich 200 Grad einstellen will, muss die Einkerbung vom Drehschalter schräg links unten sein.

Letztens haben wir Semmeln gekauft, die man im Backrohr selber aufbacken kann. Und heute habe ich es zum ersten Mal geschafft, mir zwei Frühstückssemmeln im Backrohr aufzubacken, bei 200 Grad 5 Minuten. So hat es PHilipp von der Verpackung abgelesen. Und die sind lecker geworden!!! Den Timer für 5 Min. habe ich mir auf der Apple Watch gestellt. Danach wieder alles ausgemacht. Wenn die Einkerbung der Drehschalter nach ganz oben zeigt weiß man, alles ist ausgeschaltet, es besteht also überhaupt keine Gefahr, dass etwas passiert. Die Semmeln habe ich dann vorsichtig rausgeholt. Habe es zuerst mit einem sauberen Tuch versucht, aber dabei ist mir die Semmel wieder entglitten und wieder aufs Backpapier zurückgefallen. Also Teller ganz nah zu mir gestellt und mit den Fingern ganz vorsichtig zuerst die erste, dann die zweite Semmel rausgeholt. Alles gut gegangen. Nichts angebrannt, und auch keine verbrannten Finger.

Ja, so war das heutige Frühstück ein doppelter Genuss, weil mir wieder etwas selbstständig gelungen ist. Bin im übrigen sehr dankbar für den Philipp, seine Offenheit und Geduld, wenn ich etwas Neues lernen/ausprobieren möchte. Es ist bisher noch nicht einmal vorgekommen, dass er gemeint hat „nein lass das besser bleiben, das wirst Du nicht schaffen“. Er mahnt mich höchstens dazu, vorsichtig zu sein, so auch gestern, als ich ihm von meinem Vorhaben erzählte, einen Übungsspaziergang alleine zu unternehmen, sagte er: „Ja, mach das. Es ist sonnig. Aber bitte sei vorsichtig!“ Klar bin ich das. 🙂

Somit ist diese(r) Premiere/Erfolg nun auch im Blog/Tagebuch verewigt. 😉

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Besondere Tage im Mai

  • 2. Mai: Am 2. Mai 2003 haben Philipp und ich uns das erste mal gesehen, im Büro seiner/meiner ehemaligen Dienststelle. Der zweite Mai war auch gleichzeitig mein erster Arbeitstag dort.
  • Mai 2011: Lucky ist geboren und da der 2. Mai einer der prägenden Tage des Monats Mai ist, haben wir uns darauf geeinigt, ihren Geburtstag an eben diesem Tag zu begehen. Sie wird heuer also 11 Jahre alt.
  • 4. Mai: Geburtstag meiner lieben Oma mütterlicherseits, die für mich auch immer wie eine Mutter für mich war.
  • 21. Mai: Todestag meiner Lieblingsoma, geboren eben am 4. Mai, des Jahres 1930, gestorben 21.05.2017
  • 29. Mai: 2003 gestanden wir uns an diesem Tag die Liebe, waren ab da also offiziell ein Pärchen. 10 Jahre später am 29. Mai 2013 heirateten wir.

Ja, der Mai, ein besonderer Monat.

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Für was das Ganze, wenn‘s eh nur wieder schief geht? …

Jetzt muss ich mir meine Wut und meinen Frust von der Seele schreiben! Zuerst zur Vorgeschichte:

Beinahe Tag für Tag übe ich, bin, wie man weiß, immer bemüht, meine Mobilität zu verbessern. Heute haben Philipp und ich mal sozusagen einen kleinen Test gemacht. Hinweg zum Supermarkt. Er ist in seinem eigenen Tempo vorgegangen, und ich in meinem Tempo mit dem Stock hinterher. Treffpunkt nahe des Eingangs zum Parkplatz des Supermarktes, dort ist ein Hydrant. Anfangs ging es ja noch gut. Kleine Fehler konnte ich gut ohne fremde Hilfe ausbessern, fand immer auf den richtigen Weg zurück. Darauf war ich anfangs noch stolz. Dann aber, bei einer größeren/längeren Einfahrt, war ich so konzentriert darauf, nicht dort hinein zu laufen, bin dann aber, ohne es zu merken zu weit rechts, auf die Straße gekommen. In diesem Bereich ist keine Gehsteigkante, also der Übergang zwischen Gehsteig und Straße komplett abgeflacht. Dann habe ich mich erst recht nicht mehr ausgekannt. Zum Glück hat mir eine nette Dame wieder auf den richtigen Gehsteig geholfen, nachdem ich ihr sagte, wohin ich wollte. Sie dürfte meine Enttäuschung angesehen haben, denn sie sagte: „Kein Problem.“, und ich war/bin ihr so dankbar gewesen. Aus 10 Meter Entfernung hat der Philipp das ganze mit angesehen, ist aber nicht eingeschritten, denn es ist ja wichtig, dass ich auch meine eigenen Erfahrungen mache. Schließlich bin ich endlich bei unserem Treffpunkt angekommen. Musste mein negatives Gefühlschaos erstmal zurückhalten, sagte nur zum Philipp: „Es war mühsam!“ Und er war der Frau ebenfalls so dankbar.

Tag für Tag wie gesagt übe(n) ich/wir, und wenn er dabei ist, klappt alles immer super. Aber kaum möchte ich alleine testen, eigene Erfahrungen machen, passieren immer dumme Fehler! Ich verstehe mich und mein dummes Hirn nicht! Für was das Ganze, die ganze Überei, wenn am Ende doch nur alles schief geht?! Dabei wäre es so wichtig, dass ich mal positive Erfahrungen mache, um meine Selbstsicherheit und meinen Selbstwert zu steigern, um mich mehr selber rauszutrauen, auch, wenn er arbeiten ist. Aber so wie es heute gelaufen ist, fühle ich mich nur wieder zurückgeworfen, wie eine Versagerin, oder wie ein Kind, dass bei einer Prüfung eine schlechte Note erhalten hat. Ich habe so eine Wut auf mich, könnte mir ständig gegen den Kopf hauen, was aber auch nichts bringt.

Ich bin ja nur froh, dass der Philipp so ein lieber, ruhiger und geduldiger Mensch ist, und kein negatives Wort über mich/den misslungenen Test verloren hat. Im Gegenteil, er hat versucht, mir trotzdem Mut zu machen, was eher nicht geklappt hat.

Tja nun sitze ich da, wie ein Häuflein Elend und stelle alles in Frage. Für was das Ganze, wenn es dann eh nur wieder schief geht? – Es stimmt wohl doch, was mir meine Eltern immer eingetrichtert haben: „Du wirst es im Leben nie zu etwas bringen!“. Und ich hab ja jetzt den Beweis, dass es so ist. Alleine klappt einfach (fast) nichts! Ich kann mir Mühe geben, soviel ich will, am Ende falle ich doch nur wieder zurück und in ein tiefes Loch. Danke für nichts, für die ganze, verlorene Zeit, die ich für Motivation und Übung aufgebracht habe, nein, die wir dafür aufgebracht haben. Ohne Philipp wäre das alles ja gar nicht möglich. Wahrscheinlich habe ich ihn auch enttäuscht, er zeigt es nur nicht.

Und wieder geht ein Scheißtag zu Ende!!!

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Heute in 3 Monaten beginnt…

In 3 Monaten beginnt für mich ein neues Jahrzehnt. Ja, am 20.07.2022 bin ich dann 40 Jahre jung. 😉 Klar mir ist bewusst, dass sich dadurch, außer der Jahreszahl, der 4 statt der 3 vorne, nicht viel ändern wird, und dennoch fühlt es sich doch so an, wie ein bald beginnender, neuer Lebensabschnitt.
Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. heute am 20. April ist mir bewusst geworden, dass es bis zu meinem 40. Geburtstag eben nur noch genau 3 Monate sind. 😉

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Wieder alleine und schon fleißig gewesen👍😌

Ab heute arbeitet Philipp wieder und ich hüte hier alleine, wie gewohnt das Haus, bzw. die Wohnung und unsere Katzen-Rasselbande.😉🐈‍⬛🐈🐈‍⬛

Fleißig war ich heute auch schon.

  • Gleich nach dem Frühstück den Geschirrspüler angeschmissen,
  • den Katzen Trockenfutter und Wasser nachgefüllt,
  • dann die Premiere: Ich war das erste Mal alleine, mit dem Blindenstock als Orientierung, bei den Mülltonnen und habe den Müll weggebracht. Das hat super geklappt.👍 Eine Plastikflasche ist mir zwar daneben, auf den Boden gefallen, als ich sie durch die runde Öffnung von dem Flaschencontainer stecken wollte, jedoch habe ich auch diese, mit Hilfe des Blindenstocks problemlos wieder gefunden. Ich habe ja gehört, in welche Richtung die Flasche ungefähr gefallen ist, und so bin ich in genau dem Bereich mit dem Stock am Boden herumgefahren, bis die Stockspitze die Flasche berührt hat. Habe sie dann zu meinen Füßen geschoben und konnte sie schließlich aufheben und dahin werfen, wo sie hingehört, in den dafür vorgesehenen Container.😌 Das hätte mir keine Ruhe gelassen, wenn ich die Flasche nicht aufgehoben/gefunden hätte. Aber alles gut gegangen. 🙂
  • Dann war der Geschirrspüler auch fertig und ich konnte ihn ausräumen.

Jetzt ist erstmal Mittag. Vielleicht mache ich am frühen Nachmittag noch einen kleinen Spaziergang. Mit 9 Grad ist es derzeit zwar nicht allzu warm, aber wenigstens regnet es nicht.

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Aus den Erinnerungen, die Zartheit des Lebens

Die Zartheit des Lebens

Zartheit findet sich
jetzt im Frühling,
in Form der kleinen Blümchen
die aus der Erde kommen.
Zart fühlen sich auch
die Palm- und Weidenkätzchen an.
Zart wehen die Blumendüfte
vom sanften Wind getragen.
Zart streichelt Dich
die Sonne auf der Haut.
Ganz zart ist ein Schmetterling,
der sich auf einer Blüte niederlässt.
Zart streicht die Katze um die Beine,
will ihre Zuneigung zeigen,
und sich sanfte Streicheleinheiten holen.
Zart ist die Liebe
zwischen Mann und Frau,
die bedingungslose Liebe,
zu allem, was ist.
Zart ist die Berührung,
die Dir Dein Partner schenkt,
Zart fühlt sich Dein Herz an,
wenn Du spürst,
dass ein lieber Mensch
gerade an Dich denkt.
So will ich diesen Text
nun beenden,
sicher wirst Du für Dich
noch mehr Momente und Gedanken
der Zartheit finden.

09.04.2017

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Nur nicht zu viel nachdenken

Nur nicht zu viel nachdenken darüber, dass da wieder was kommen könnte. Es ist ein schmaler Grad. Der Mittelweg ist wichtig. Einerseits achtsam sein, andererseits sich aber nicht zu viel reinsteigern/Gedanken machen.

Der Arzt gestern im KH hat etwas sehr beruhigendes gesagt: „Wenn seit Sonntag dann nichts mehr war, ist es ein gutes Zeichen.“ – meint er damit, dass davon auszugehen ist, dass die Anfälle weiterhin sehr selten bleiben? Es wäre wünschenswert, damit wir unser Leben weiterhin möglichst entspannt verbringen können.

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Das Kartenhaus

Seit seinen Anfällen am Sonntag ist, für den Moment, alles anders als vorher, auch, wenn ich gestern schrieb, dass langsam wieder so etwas wie Normalität einkehrt. Dennoch fühlt es sich so an, für mich zumindest, als wäre ein Kartenhaus eingestürzt. Jeder Tag bringt eine gewisse ungewissheit mit sich. Am Schlimmsten ist für mich die Zeit am Abend, wenn ich im Bett liege. Es wird mir dann ganz schwer ums Herz, mit der Frage: „Was wird morgen sein? Werden wir/wird er einen weiteren anfallfreien Tag haben? Bleiben die Anfälle so selten wie früher, oder suchen sie ihn nun öfter heim?“

Heute hatten wir eine kleine Odisee, aber dazu später, in einem Extra-Eintrag mehr. Jedenfalls waren wir zu allererst bei der Vertretung unserer Hausärztin. Haben die Situation geschildert. Ich habe noch hinzugefügt, dass es für mich ein Schock war, dass er gleich zwei Anfälle an einem Tag hatte. Die Arzthelferin meinte, sie kann das gut nachvollziehen, denn sie hat das auch erlebt, bei einem, ihr nahestehenden Menschen. Es hat etwas traumatisches. Ja, da hat sie mir aus der Seele gesprochen, denn als traumatisch empfinde ich die Erlebnisse vom Sonntag auch, auch wenn ich es bis zu diesem Zeitpunkt nicht so wirklich wahrhaben wollte. Dachte, es ist halt einfach nur der Schock. Aber es sitzt so tief, die Erinnerungen usw. Es fühlt sich gerade so an, als hätte ich etwas verloren. Diese gewisse Leichtigkeit ist nicht mehr da, schwierig zu beschreiben. Es ist eine ständige Angst, eine innere Unruhe da. Dazu diese Schwere, als hätte man fast ständig eine Steinblatte auf der Brust liegen. Dann könnte ich immer wieder heulen. Meistens lasse ich die Tränen aber nicht zu. Da ist in mir so eine Stimme, die sagt, jetzt heul nicht rum, ich muss ja stark sein, usw.

Aber auch ihn haben die Ereignisse vom Sonntag seelisch mitgenommen, meinte am Vormittag, er hat solche Angst vor diesen Anfällen. Er kriegt ja wie gesagt die Krämpfe bewusst mit, kann aber nicht sprechen währenddessen.

Diesen Eintrag hier habe ich in der Früh angefangen, und jetzt am Nachmittag weitergeschrieben, bringe ihn aber jetzt zum Ende, schreibe dann wie gesagt später nochmal, sonst ist das ganze zu lang und zu viel auf einmal.