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Heute wieder Freude an der Mobilität gehabt

Haben uns heute in seiner Mittagspause wiedermal in der Stadt, bei der Bushaltestelle getroffen. Kurz ein paar Besorgungen erledigen und ihm was bringen. In der Früh ist es für ihn etwas hektisch, sodass er manchmal Sachen vergisst.

Wie der Titel dieses Eintrages schon aussagt, hatte ich heute wieder Freude an der Mobilität. Es hat alles gut geklappt, mit dem Bus usw. Am Ende kann ich sagen/schreiben, auch wenn ich manchmal etwas unsicher/unbeholfen bin/wirke, ans Ziel komme ich immer.

Ja, es hat sich heute gut und positiv angefühlt. Bin beim warten auf den Bus in Richtung heimwärts noch mit einer netten Dame so ein bisschen ins Gespräch gekommen, netter Smalltalk. 🙂 Ein schönes Gefühl, sich mal Mittags kurz zu treffen und zu wissen, dass ich wieder selbstständig nach Hause fahren kann, ohne auf jemanden/ein Taxi angewiesen zu sein.

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so dies und das, zwischen Lustlosigkeit und Unzufriedenheit mit mir selbst …

Lustlos quäle ich mich durch den heutigen Abend. Er (Philipp) will seine Ruhe haben, nach einem heißen, stressigen Arbeitstag, was ich natürlich gut verstehen kann. Die heutige Universumdokumentation in Orf2 enttäuscht mich, da diese Folge nicht für Blinde Menschen audiokommentiert ist. Ich scrolle durch die TVThek, welche Sendungen es sonst noch mit Audiodescription gäbe, aber nichts passendes/interessantes ist für mich dabei. Also gehe ich raus aus der App und wechsle in die DZB lesen-App, wo ich den Katalog durchforste. Es sind zwar interessante Hörbücher dabei, aber alle dauern mehrere Stunden, 5 Stunden un mehr, worauf ich auch wieder keine Lust habe, wäre eher auf der Suche nach kurzer abendfüllender Unterhaltung gewesen. Also gehe ich auch dort raus und mache ein bisschen Blödsinn, mit talking Pierre, dem Papagei am Smartphone, der alles nur erdenkliche, was man ihm einsagt, nachmacht und nachplappert. Damit hat wenigstens das Kind in mir seinen Spass.

Im übrigen bin ich von mir selbst wiedermal genervt und enttäuscht, weil ich heute bei einem Weg, den ich eigentlich schon „im Schlaf“ können müsste, einen Fehler gemacht und mich dann nicht mehr ausgekannt habe. Dankbar bin ich, dass es eigentlich immer hilfsbereite Menschen gibt. So kam ich schnell wieder auf den rechten Weg zurück. In diesen Momenten des Versagens würde ich am liebsten alles hinschmeißen, inkl. den Stock in irgendeine Ecke.

Das heutige Gewitter inkl. Regen hat gut getan, es ist kühler draußen, hat von 31 auf 19 Grad abgekühlt, wobei es in der Wohnung nach wie vor sehr warm ist, aber die Balkontür ist offen und es wird sich nach und nach wohl auch herinnen abkühlen.

Um auf das Thema der Lustlosigkeit zurückzukommen, eine andere Möglichkeit wäre natürlich auch gewesen, etwas zu basteln, mich handwerklich zu betätigen, aber dafür war/ist im Moment auch nicht die richtige Stimmung. Aber gut, nun ist es eh schon kurz vor 23 Uhr, was soll man jetzt noch groß anfangen? Kann man nur wieder auf einen morgigen, besseren Tag hoffen.

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Freiheiten

Ich genieße meine neuen, durch Wissensdurst und Ehrgeiz erworbenen Freiheiten, immer dankbar weil ohne die Hilfe, Liebe und Geduld von meinem lieben Philipp, wäre das alles nicht möglich.

  • Selbstständig mit dem Blindenstock kleine Spaziergänge zu unternehmen/Wege zu üben bzw. das Gelernte zu festigen. (War gestern Abend alleine noch kurz auf einen Spaziergang draußen, zur Busstation spaziert und wieder zurück, hin 10 Min. und zurück 10 Min.)
  • Mir mal eben selbst z.b Semmeln fürs Frühstück aufbacken zu können, dank blindengerechter Adaptierung des Backofens.
  • Auch mal selbstständig Müll wegbringen, wenn er gerade voll ist, und nicht erst warten zu müssen, bis eine Haushaltshilfe, oder Philipp von der Arbeit kommt.

Ja, es sind Freiheiten, die mich unabhängiger und selbstständiger machen.

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Mission Bringdienst

Heute am späten Vormittag komm ich auf alle Fälle raus. Heute fühle ich mich wieder energiegeladener. Ich fahre heute mit dem Bus zu einer Bushaltestelle, in der Nähe von Philipp seiner Arbeitsstelle. Wir treffen uns dort nach 11, in seiner Mittagspause. Seine Watch ist fast leer und er hat das Ladegerät in der Früh zu Hause vergessen. Eben rief er mich an, ob ich ihm das Ladegerät bringen könnte. Da bot ich ihm an, eben zu jener Haltestelle zu fahren, dass wir uns dort treffen.

Ich freue mich schon auf diesen kleinen Ausflug alleine, und natürlich auch darauf, meinen Schatz kurz gegen Mittag zu treffen. ❤ Er geht dann wieder zurück in die Arbeit und ich fahre wieder nach Hause.

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Nachtrag Bericht vom Wochenende

Am Samstag waren wir Vormittags erstmal bei der Apotheke. Habe mir einen Sonnenschutz geholt, einen Spray, Sonnenschutzfaktor 50. Der Chef von der Apotheke persönlich hat uns bedient und mir das Spray empfohlen. Hatte es schon mehrmals in Verwendung, vor allem am Sonntag.

Nach der Apotheke sind wir mit dem Bus weiter gefahren, zur Station, in der Nähe von der Ordination unserer Hausärztin. Die Zeit war gerade günstig, um den Weg zur Ordination einzuüben, ich möchte nämlich diese Woche dorthin. Das ist ein weiterer Meilenstein, in Sachen Selbstständigkeit und Mobilität, Termine bei unserer Hausärztin unabhängig und selbstständig wahrzunehmen, ohne ständig auf ein Taxi angewiesen zu sein, vorausgesetzt, ich bin nicht akut krank oder so, dann würde ich natürlich nicht ganz alleine in der Gegend rumfahren, aber so für leichtere gesundheitliche Probleme oder Kontrolltermine finde ich diese Unabhängigkeit wichtig. Und es war/ist auch gar nicht so schwer, ich konnte mir die Wege gut einprägen, zuerst von der Haltestelle stadteinwärts zur Ordination, dies in mehreren Durchgängen geübt, und dann den Weg von der Ordination zur Busstation in Richtung nach Hause, stadtauswärts, auch wieder in mehreren Durchgängen geübt. Und wie immer macht es mit Philipp‘s Unterstützung richtig spass, was neues zu lernen, weil er immer geduldig ist und immer viele lobende Worte für mich und meine Fortschritte findet. Ich bin ihm unendlich dankbar für seine Hilfe. Er ist der Beste! ❤

Schließlich waren wir noch paar Sachen einkaufen und sind nach Hause gegangen. Den restlichen Samstag verbrachten wir gemütlich in der Wohnung.

Am Sonntag schliefen wir uns erstmal richtig aus. Dann fuhren wir wieder zur Ordination, um zu üben. Es war sehr warm und ich bin froh, das Sonnenschutzspray mitgehabt zu haben. Vor dem Weggehen habe ich Arme und Gesicht schon damit vorsorglich eingesprüht, hatte dann aber das Gefühl, weil die Sonne so heiß war, es sei zu wenig und habe nochmal nachgesprüht. Zurück zum üben. Gestern haben wir noch die Schwachstellen ausgemerzt, und ich denke, jetzt sollte es klappen. Rein ins Haus, wo die Ordination drin ist, kommt man leider am Wochenende nicht, ist zugesperrt. Aber ich werde dort bestimmt nicht die einzige Person sein und es findet sich sicher jemand, der mir helfen kann. Ich weiß zumindest, dass die Ordination im ersten Stock ist.

Wieder zu Hause angekommen, haben wir es uns wieder gemütlich gemacht. Fazit es war ein aktives Wochenende, aber dennoch nicht stressig. Aber leider hat mich doch wieder ein böses „Sonnenmonster“ gebissen, an einer Stelle, die ich natürlich nicht beachtet habe, weil eigentlich das T-Shirt darüber war. Aber trotzdem, durch das T-Shirt durch, habe ich auf der rechten Schulter einen richtig fiesen Sonnenbrand bekommen, tut richtig weh, hab ich auch schon behandelt. Habe es erst gestern Abend so richtig gemerkt. Da bin ich schon etwas frustriert drüber, dass ich die Sonne kaum vertrage, wo ich doch den Sommer und Wärme so mag. Aber wenn man fast jedes Wochenende irgendwo von der Sonne verbrannt wird, da vergeht einem die Lust auf Sommer echt! Und der Sommer hat noch nicht einmal richtig begonnen, der offizielle Sommerbeginn ist immerhin am 20. Juni, aber es ist trotzdem schon sehr sommerlich, gestern 28 Grad.

Soweit ein ausführlicher Eintrag zum Wochenende. Wünsche allen eine gute Woche. 🙂

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Bin zufrieden mit mir oder vom Tag bis jetzt

Heute war/ist ein Supertag, nicht nur vom Wetter her. 😉 Es hat alles geklappt, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Heute bin ich effektiv zufrieden mit mir. Zuerst wie geplant Katzenklos generalgereinigt. Da mir einige Körnchen vom alten Katzenstreu daneben gefallen waren, Staubsauger rausgeholt, der ist zum Glück nicht schwer, kann ihn super handhaben. Erstmal durchgesaugt. Die Körnchen verteilen sich ja überall. Ich konnte und wollte die Wohnung nicht mit so einem „Saustall“ zurücklassen, wenn ich gehe. So schlimm war es zwar auch wieder nicht, aber man hat doch ein besseres Gefühl, wenn man sein Zuhause sauber hinter/verlässt. Da wird mir jeder zustimmen. 😉

Dann los zum Bus. Das hat ebenfalls gut geklappt. Der Tripp war aber dann doch umsonst, weil der Handyshop ist nur noch eine Handybörse, bietet keine Reparaturen mehr an. Also was neues suchen, also wo man das Handy reparieren lassen kann. Einstweilen gehts ja noch, muss halt vorsichtig sein. Es ist ja nur der Bildschirm etwas defekt, die Funktionen des Gerätes sind dadurch jedoch nicht eingeschränkt. Vielleicht finden wir noch über Google einen Shop, dort morgen oder Montag mal hin, mal sehen.

Also hat mich Philipp unverrichteter Dinge zur Haltestelle gebracht und ich bin wieder nach Hause gefahren. Dort erstmal zu Mittag gegessen. Dann den ganzen Müll weggebracht, in mehreren Etappen. Zuerst den einen Müllsack, wo das alte kaputte Katzenklo+dessen Inhalt drin ist. Als nächstes den zweiten Sack mit dem alten Streu von den anderen beiden Katzenklos. Das Neue hatte ich heute Früh noch aus dem Keller hochgeholt und direkt mit neuem Streu befüllt. In der dritten Etappe noch die Papiersäcke wo das neue Katzenstreu drin war zum Altpapier gebracht.

Ja, soweit zum Tag bis jetzt. Bin wie gesagt ganz zufrieden mit mir. 🙂

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Früher Start in einen aktiven Donnerstag

Heute war ich wieder früh wach. Heute ist viel geplant. Einerseits natürlich Katzenklo-Generalreinigung. Dann muss ich heute in die Stadt fahren, treffe mich zu Mittag mit Philipp. Wir gehen zu einem Shop für Handyreparaturen. Mein iPhone-Bildschirm, … wie soll ich das erklären? – … löst sich vom Gehäuse. Ich selber trau mich gar nicht mehr, das Handy aus der Schutzhülle zu nehmen, aus Angst, dass der Bildschirm sich noch mehr ablöst. Ansonsten funktioniert das Handy noch einwandtfrei. Vielleicht muss der Bildschirm nur wieder professionell geklebt werden oder keine Ahnung, wie das funktioniert. Mit dem Shop haben wir aber bereits gute Erfahrungen, da mache ich mir keine großen Sorgen. Jedenfalls bringt er mich dorthin, treffen uns bei einer Bushaltestelle. Wenn das Handy fertig repariert ist, was so hoffe ich nicht allzulange dauern wird, bringt Philipp mich wieder zur Busstation und ich fahre wieder nach Hause.

Ja, richtig gelesen. Ich werde heute mit dem Bus fahren, das erste Mal seit langem. Bin schon etwas aufgeregt, auch wenn ich den Weg zur Haltestelle natürlich kenne. Zwar muss ich einmal umsteigen, aber das macht nichts. Der eine Bus bleibt genau an der Haltestelle stehen, bei welcher ich in den anderen Bus in Richtung Philipp seiner Arbeitstelle, bzw. der Haltestelle in der Nähe umsteigen muss. Also es hat alles Hand und Fuß sozusagen. 😉

So, nun mache ich mich daran, die genauen Buszeiten rauszusuchen, damit ich ja pünktlich wegkomme. Und dann mache ich mich an die anstrengendste Arbeit des heutigenn Tages, die Katzentoiletten gründlich zu reinigen. Weil wenn ich dann aus der Stadt nach Hause komme, ist es sicherlich schon schön warm, und dann wäre es wohl zu anstrengend. Ja, es bestünde die Gefahr, dass ich mich dann nicht mehr dazu aufraffen könnte.

Nun, dann mal los! Ich wünsche allen einen schönen, und ebenso motivierten Tag. 🙂

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Aktivitäten 10.05.2022

  • Mich aus den Fängen der Trägheit befreit. Vormittags an der besonderen Puppe weiter gemacht.
  • Am frühen Nachmittag Müll weggebracht und zu einem Spaziergang aufgebrochen, mit einem bestimmten Ziel. Ich wollte in der nahegelegenen Café/Bäckerei Milch einkaufen gehen. Doch leider, da war alles zu, ich war zu spät. Wie Philipp herausfand, sperren die am Dienstag und am Samstag schon um 14 Uhr zu. 😦 – gut, fürs nächste Mal weiß ich‘s.
  • Binn dann ein Stückchen richtung Supermarkt, aber mich hatte das so verwirrt und irritiert, dass da keiner mehr war, und dann brannte mir so die Sonne aufs Hirn, dass ich mich nicht mehr gut konzentrieren konnte. Und am Supermarktparkplatz hätte ich ja dann jemanden ansprechen müssen, ob mir wer hilft, weil als Blinder Mensch allein in so einem großen Markt einkaufen, ist schwierig. Aber ich denke, grundsätzlich wäre es kein Problem gewesen, wenn ich um Hilfe gefragt hätte. Es gibt zum Glück (meistens) hilfsbereite Menschen, wie ich feststellen durfte. In der Bäckerei wäre es einfacher gewesen. Einfach rein und zur Theke und um das bitten, was ich möchte, ähnlich wie früher, beim Greisler/Tante-Emma-Laden. 😉 Vielmehr bin ich jedoch umgedreht, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte.
  • Nachdem der Philipp heimkam, sind wir noch einkaufen gefahren, unter anderem zum Fressnapf. Brauchten unbedingt eine neue Katzentoilette, die eine von 3 hat einen Sprung, müssen wir austauschen. Unten ist schon ein Loch, mussten Zeitungspapier drunter legen, damit das kleine Geschäft der Katzen nicht auf den Parkettboden läuft. Danach beim Supermarkt in der Nähe noch Lebensmittel, unter anderem die Milch, eingekauft.
  • Zu Hause dann alles ausgeräumt und das neue Katzenkisterl einstweilen bis Donnerstag im Keller verstaut. Bei der Generalreinigung werd ich dann das erste Mal das neue befüllen, und das alte entsorgen.
  • Danach begann der gemütliche Teil des Tages, ein geruhsamer Abend.

Ja, gestern war ein sehr aktiver Tag. Heute bin ich auch schon früh wach. Ich bin gespannt, was ich aus diesem Tag so machen kann. Hoffentlich kann ich die gute Energie beibehalten, und werde nicht erneut von so einer doofen Antriebslosigkeit heimgesucht. – da kommt mir in den Sinn, jetzt, wo es schön langsam sommerlich wird, und die Nachmittage so heiß sind, wäre es vielleicht besser, Übungsspaziergänge auf den Vormittag zu verlegen. Da ist es noch schön kühl. – vielleicht Morgens mal wirklich in die Bäckerei gehen, was fürs Frühstück holen oder so. …

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ausführlich gebloggt, Nachtrag zum Tag 05.05.2022 und noch eine Premiere

Gestern war ein sehr aktiver Donnerstag, auch wenn ich so zum Spazierengehen gar nicht gekommen bin.

Zuerst war ich damit beschäftigt, auf unserem Balkon das Katzensicherheitsnetz ein bisschen zu reparieren. Madame Franzi war nämlich unlängst außerhalb des Netzes, balancierte auf dem Balkongeländer. Und bevor was passiert, habe ich also das Netz abgetastet und überall wo es löchrig war mit Kabelbindern das Netz wieder zusammengezurrt sozusagen. Wird eh Zeit, das der Cousin vom Philipp mal Zeit findet, für die Montierung des neuen Katzennetzes, dass wir bereits vor Wochen gekauft haben. Das alte ist schon ziemlich schlecht und immer wieder, im wahrsten Sinne des Wortes lückenhaft. Aber jetzt passt es wieder, für einige Zeit. Ja, ich bin froh und dankbar, dass ich so ein gutes, handwerkliches Geschick habe.

Gestern war außerdem Katzenklo-Generalreinigung. Ich wollte den Philipp überraschen. Nach dem Mittagessen machte ich mich also alleine daran, alle 3 Katzentoiletten zu reinigen. Das war eine Premiere! Ich habe das gestern zum ersten Mal ganz alleine gemacht. Ich kam ganz schön ins Schwitzen. Aber die Arbeit hat sich gelohnt. Die Katzen haben die Klos danach wie immer gut angenommen. Hatte ein bisschen Sorge, weil manche Katzen reagieren ja nicht so gut auf Veränderungen. Bisher waren sie es ja gewohnt, dass wir es gemeinsam, der Philipp und ich, gemacht haben, und eben gestern das erste Mal alleine nur ich. Aber überhaupt kein Problem. Bin eh froh, dass unsere Katzen überhaupt nicht wählerisch sind. Das allerschwierigste war dann aber, den großen Müllsack mit dem ganzen alten Katzenstreu darin, runter zum/in den Müllcontainer zu befördern. Hatte auch Angst, dass der reißt und die ganzen Körnchen rausrieseln unterwegs. Aber wir haben ohnehin extrastarke Müllsäcke gekauft, trotzdem. Letzte Woche hatten wir es gerade noch rechtzeitig geschafft, den Sack in den Container zu befördern, weil genau in dem Moment ist der Sack unten gerissen, war ein kleines Loch. Hab den Sack hochgehoben, auf den linken Arm und mit der linken Hand fixiert/festgehalten. Dann noch den Blindenstock, und so vorsichtig die Stiegen hinunter. Auf dem Weg zu den Müllcontainern musste ich den schweren Sack immer wieder stabilisieren, damit er mir nicht runterfällt. Einmal musste ich absetzen und kurz pausieren. Man, war ich froh, als der Sack dann endlich im Container war! Dann wieder rauf in die Wohnung und die leeren Papiersäcke fürs Altpapier geholt. In den Papiersäcken war das neue/frische Katzenstreu drin. Ich war/bin total stolz darauf, dass ich es mit der Katzenklo-Generalreinigung alleine geschafft habe!!! Und die Überraschung ist auch gelungen. Er hätte nie damit gerechnet, dass ich die Katzenklos alleine grundreinige. 😉

Wir waren dann noch einkaufen. Also ein bisschen kam ich doch noch raus, mit dem Blindenstock. Beim nach Hause gehen haben wir wieder so einen kleinen Test gemacht. Philipp ging schon mal vor nach Hause und ich ging mit dem Stock, in meinem Tempo nach. Es klappte ganz gut, bis auf wenige kleine Fehler, die ich mir aber nicht zu Herzen nehme. Ich bin sehr dankbar, dass es eigentlich so gut wie immer hilfsbereite Menschen gibt, sollte ich wirklich mal nicht zurecht kommen. Eine Passantin aus der Nachbarschaft (nicht direkt von unserem Haus), hat mir unter anderem geholfen. Ich bedankte mich und meinte, normalerweise kann ich den Weg schon ganz gut, und sie sagte: „Ich weiß, ich weiß, habe Sie schon öfters beobachtet.“ Mir ist das nämlich oft etwas peinlich, wenn mir ein Fehler passiert, weil ich dann das Gefühl habe, ich wirke auf fremde Menschen planlos und desorientiert, und diese Menschen könnten sich ja so etwas denken wie: „Warum rennt die Blinde da draußen herum, wenn sie sich nicht auskennt?“ – vielleicht sollte ich mir da auch nicht (mehr) so viele Gedanken drüber machen, was andere über mich denken. Fakt ist, zumeist klappt es sehr gut ohne gravierende Fehler. Und bis jetzt habe ich immer nur nette, hilfsbereite Menschen getroffen, und das ist, was zählt.

Ja, das wars nun also zum Donnerstag. 🙂

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Nachtrag von gestern 2 – Wegabschnittsanalyse + Ergebnis des heutigen, alleine durchgeführten Testlaufs

So, … gestern haben wir dem Fehlerteufelchen den Gar ausgemacht. 😉 Ich weiß jetzt, wo die Schwachstelle war und worauf ich achten muss. Wie berichtet, kam ich ja vom Gehweg ab, als ich so konzentriert war, nicht in eine Einfahrt zu einer Tiefgarage zu laufen. Das war vergangene Woche. Der Wegabschnitt zwischen Gehweg und Straße ist abgeflacht, keine Gehsteigkante. Jedoch hat mir Philipp gestern gezeigt, dass es zwischen Gehweg und Straße eine Rille im Boden gibt, an der Stelle, bei der Einfahrt. Dann kommt ein Grünstreifen, bei dem ich nach links einbiegen muss. Ich soll mich also nicht zu sehr auf die Einfahrt konzentrieren, sondern mehr auf die Rille im Boden und den Grünstreifen. Dann kann mir nichts passieren, weder, dass ich in die Tiefgarage laufe, noch gelange ich dadurch unbeabsichtigt auf die Straße. Philipp hat den Wegabschnitt fotografiert, damit Ihr besser versteht, was ich meine.

Heute bin ich wie gesagt am Nachmittag alleine aufgebrochen, um das gestern erfahrene/erlernte gleich alleine auszuprobieren. Ja und was soll ich sagen? Es hat geklappt!!! Ich bin heute alleine bis zum Supermarkt gegangen!!! Das war und ist ein Glücksgefühl!!! Als ich dort, beim Eingang zum Parkplatz vom Supermarkt angekommen bin, zückte ich gleich mein iPhone, um den Philipp anzurufen, und ihm stolz mitzuteilen, dass ich es tatsächlich geschafft habe. Es war das erste Mal, dass ich es überhaupt ganz alleine ohne Fehler/fremde Hilfe dorthin geschafft habe. Der „Knoten“ ist geplatzt, dadurch das wir auf dem oben erwähnten Wegabschnitt diesen groben Fehler ausgebügelt haben. *freu* Ich bin dann ein paar mal noch hin und her gegangen, zwischen diesem Wegabschnitt und dem Eingang zum Supermarktparkplatz, um sicher zu stellen, dass es kein Zufallseffekt ist, sondern das es nun immer so klappt. Ja, wenn man einen Weg so lange übt und sich dauernd Fehler einschleichen, sodass man beinahe aufgibt, klappt es dann doch irgendwann, wenn man schon gar nicht mehr damit rechnet. Habe eh zum Philipp gemeint, schon interessant, da übt man ewig und dann kommt man auf manche wichtige Sachen erst so spät drauf.

In den nächsten Tagen werde ich weitere Übungsspaziergänge dorthin unternehmen, und es auch mal wagen, den weiteren Weg zum Naturbelassenen Weg und den Baumfreunden, mit Hilfer meiner Wegnotizen zu gehen. Letzte Woche habe ich diese ja wie gesagt schön in einen Schnellhefter abgeheftet.

Ja, es ist schön, über diesen Erfolg berichten zu können, es im Blog/Tagebuch festzuhalten. Ein großes Danke an alle hier, die an mich glauben und mir Mut gemacht haben, als es mir letzte Woche so mies ging. DANKE!!!🤗