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ernüchternd und mehr schlecht als recht…

Na ja, da war ich zu motiviert. Die Wegsituation ist sehr schwierig im Moment. Die meisten Wegabschnitte sind noch gar nicht geräumt, immer nur ganz kleine Abschnitte. Hoffentlich bessert sich das bis zum späten Vormittag noch etwas. Überall sind Muggel und Schneehaufen, nur gelegentlich gibt es wenigstens kleine freie Trampelpfade, wo man einigermaßen gut durchgehen kann. In mir hat sich immer wieder so eine Wut breit gemacht, dass ich am liebsten mit den Füßen und dem Blindenstock den Schnee weggeschleudert/aufgewirbelt hätte, aber das macht es ja auch nicht besser. Und da es doch gestern den ganzen Tag geschneit hat, kommen sie mit der Schneeräumung gar nicht hinterher. – gut morgen Abend zum Kursort und retour das war mir klar, dass ich da mit dem Taxi fahren muss, aber das ich momentan untertags so gut wie gar nicht mobil sein kann, finde ich schlicht und einfach scheiße!!!

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Schockierend

Schockierend, welche Machenschaften manche Leute im Stande sind, auszuführen. Philipp rief mich kurz vor Dienstbeginn an, als er schon im Büro war. Jemand hat am Wochenende zwei Glastüren von der Behörde, in der er arbeitet eingeschlagen. Einer seiner Arbeitskollegen vermutet dahinter einen Racheakt, weil jemand eine beantragte, erhoffte Leistung nicht bekommen hat. – aber haben die Leute kein Gewissen? Man kann ja nicht einfach hergehen, und nur weil etwas nicht so gekommen ist, wie erhofft/beantragt, gleich aggressiv werden undTüren einschlagen! Ich äußerte am Telefon den Verdacht, dass diese Person wohl zuvor einiges getrunken haben muss, und dann im Rausch die Türen eingeschlagen hat. – wobei andererseits, es gibt auch Menschen, die nüchtern große Wutenergie entwickeln können. Ich kenne so jemanden, mit dem ich jedoch glücklicherweise keinen Kontakt mehr habe. Egal ob mit Alkohol oder ohne, es ist schockierend, was Menschen anrichten können. Zum Glück war dies am Wochenende und es gibt keine Personenschäden.

Im nächsten Eintrag wird es wieder heiterer, denn diesen könnte man in die Rubrik „Humor im Alltag“ einordnen. 😉

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Für was das Ganze, wenn‘s eh nur wieder schief geht? …

Jetzt muss ich mir meine Wut und meinen Frust von der Seele schreiben! Zuerst zur Vorgeschichte:

Beinahe Tag für Tag übe ich, bin, wie man weiß, immer bemüht, meine Mobilität zu verbessern. Heute haben Philipp und ich mal sozusagen einen kleinen Test gemacht. Hinweg zum Supermarkt. Er ist in seinem eigenen Tempo vorgegangen, und ich in meinem Tempo mit dem Stock hinterher. Treffpunkt nahe des Eingangs zum Parkplatz des Supermarktes, dort ist ein Hydrant. Anfangs ging es ja noch gut. Kleine Fehler konnte ich gut ohne fremde Hilfe ausbessern, fand immer auf den richtigen Weg zurück. Darauf war ich anfangs noch stolz. Dann aber, bei einer größeren/längeren Einfahrt, war ich so konzentriert darauf, nicht dort hinein zu laufen, bin dann aber, ohne es zu merken zu weit rechts, auf die Straße gekommen. In diesem Bereich ist keine Gehsteigkante, also der Übergang zwischen Gehsteig und Straße komplett abgeflacht. Dann habe ich mich erst recht nicht mehr ausgekannt. Zum Glück hat mir eine nette Dame wieder auf den richtigen Gehsteig geholfen, nachdem ich ihr sagte, wohin ich wollte. Sie dürfte meine Enttäuschung angesehen haben, denn sie sagte: „Kein Problem.“, und ich war/bin ihr so dankbar gewesen. Aus 10 Meter Entfernung hat der Philipp das ganze mit angesehen, ist aber nicht eingeschritten, denn es ist ja wichtig, dass ich auch meine eigenen Erfahrungen mache. Schließlich bin ich endlich bei unserem Treffpunkt angekommen. Musste mein negatives Gefühlschaos erstmal zurückhalten, sagte nur zum Philipp: „Es war mühsam!“ Und er war der Frau ebenfalls so dankbar.

Tag für Tag wie gesagt übe(n) ich/wir, und wenn er dabei ist, klappt alles immer super. Aber kaum möchte ich alleine testen, eigene Erfahrungen machen, passieren immer dumme Fehler! Ich verstehe mich und mein dummes Hirn nicht! Für was das Ganze, die ganze Überei, wenn am Ende doch nur alles schief geht?! Dabei wäre es so wichtig, dass ich mal positive Erfahrungen mache, um meine Selbstsicherheit und meinen Selbstwert zu steigern, um mich mehr selber rauszutrauen, auch, wenn er arbeiten ist. Aber so wie es heute gelaufen ist, fühle ich mich nur wieder zurückgeworfen, wie eine Versagerin, oder wie ein Kind, dass bei einer Prüfung eine schlechte Note erhalten hat. Ich habe so eine Wut auf mich, könnte mir ständig gegen den Kopf hauen, was aber auch nichts bringt.

Ich bin ja nur froh, dass der Philipp so ein lieber, ruhiger und geduldiger Mensch ist, und kein negatives Wort über mich/den misslungenen Test verloren hat. Im Gegenteil, er hat versucht, mir trotzdem Mut zu machen, was eher nicht geklappt hat.

Tja nun sitze ich da, wie ein Häuflein Elend und stelle alles in Frage. Für was das Ganze, wenn es dann eh nur wieder schief geht? – Es stimmt wohl doch, was mir meine Eltern immer eingetrichtert haben: „Du wirst es im Leben nie zu etwas bringen!“. Und ich hab ja jetzt den Beweis, dass es so ist. Alleine klappt einfach (fast) nichts! Ich kann mir Mühe geben, soviel ich will, am Ende falle ich doch nur wieder zurück und in ein tiefes Loch. Danke für nichts, für die ganze, verlorene Zeit, die ich für Motivation und Übung aufgebracht habe, nein, die wir dafür aufgebracht haben. Ohne Philipp wäre das alles ja gar nicht möglich. Wahrscheinlich habe ich ihn auch enttäuscht, er zeigt es nur nicht.

Und wieder geht ein Scheißtag zu Ende!!!